Praxis

Autokauf per Mausklick


«Schnäppchen» aus dem Internet

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Der Kauf eines Automobils will wohl überlegt sein. Erstens weil er in der Regel nur alle paar Jahre ansteht, zweitens weil es dabei um Summen geht, die das Budget in der Haushaltskasse mehr belasten als nur der wöchentliche Einkauf im Supermarkt. Der Weg zum Autohändler, der Besuch eines Gebrauchtwagen-Marktes oder der Blick in den Anzeigenteil der Tageszeitung sind längst nur eine von mehreren Alternativen, seit wir mit den «Errungenschaften des Internet gesegnet» sind. Etwa die Hälfte aller Gebrauchtwagen wird inzwischen im «world wide web» verkauft. Und dennoch ist der «Kauf per Mausklick» für viele immer noch ein undurchsichtiges Medium mit vielen Unabwägbarkeiten und besonderen Gefahren, sein Geld los zu werden, ohne eine adäquate Gegenleistung dafür zu bekommen.

Generell gilt, wie bei allen Transaktionen auf diesem Weg: Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch des neu erworbenen – neuen oder gebrauchten – Autos. Das Internet ist ein willkommenes Zusatzangebot, sich zu informieren, birgt aber auch das Risiko herber Enttäuschungen. Beim Autokauf im Internet gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie beim herkömmlichen Autokauf. Das bedeutet auch: Wenn der Kaufvertrag ausschließlich über das Internet abgewickelt worden ist, steht dem Verbraucher gegenüber dem…

Hias kreuz und quer durch Deutschland


Mit dem Bulldog von Oberbayern zur Nordsee

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«The Straight Story – Eine wahre Geschichte» gilt inzwischen als Kultfilm, obwohl die Deutschland-Premiere erst kurz vor der Jahrtausendwende, am 2. Dezember 1999 war. Der Inhalt des Films, der von David Lynch inszeniert wurde, ist schnell erzählt: Als der 73-jährige Alvin Straight – gespielt von Richard Farnsworth – erfährt, dass sein über 500 Kilometer entfernt lebender Bruder Lyle einen Herzinfarkt erlitten hat, tritt er mit einem fahrenden Rasenmäher die Reise zu ihm an. Die mehrwöchige Tour ist gespickt von Hindernissen und Begegnungen, die Straights Leben verändern.

Vergleichbar mit dem Abenteuer des Matthäus Feichtlbauer aus dem Chiemgau, der von der Filmgeschichte nie etwas gehört hat. «I bin der Hias vom Waginger See», heißt das 196 Seiten starke Buch, in dem der 69-jährige Landwirt seine Urlaubsreise quer durch Deutschland aus Oberbayern zur Nordsee schreibt. «Ich hab’ das Buch so genannt, wie ich mich bei den Leuten unterwegs immer vorstellte». Der rüstige Rentner, dessen Ehefrau Christine 22 Jahre jünger ist und mit der er…

Schwerer Junge – Alltagstauglich? Unterwegs mit dem Hummer H3


Wie bewähren sich die «schweren Jungs» aus den USA im Alltag auf deutschen Straßen? Wir wollten es wissen und testeten den H2-Nachfolger.

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Arnold Schwarzenegger fährt Hummer H3, und auch in TV-Serien wie «CSI» kommt er zum Einsatz. Auf dem deutschen Automarkt indes tun sich die Fahrzeuge amerikanischer Hersteller generell eher schwer. Exoten unter (amerikanischen) Exoten sind überdies die Fahrzeuge der Marke Hummer. «Schwere Jungs» sind alle Baureihen in der Markengeschichte – da ist der H3 keine Ausnahme. Übrigens – die aufsteigenden Zahlen hinter dem Buchstaben geben hier keinen Aufschluss über die Fahrzeuggröße, sondern bezeichnen die Fahrzeuggeneration. Indes: Wie bewähren sich die «schweren Jungs» aus den USA im Alltag auf deutschen Straßen? Wir wollten es wissen und testeten den H2-Nachfolger.

Optisch erinnert der 4,78 Meter lange SUV an einen Panzer auf Rädern, er will und kann die Verwandtschaft mit Militärfahrzeugen hier nicht verleugnen. Der Off-Roader im besten Wortsinn steht serienmäßig auf Geländereifen, kann Wassergräben von 61 Zentimetern Tiefe durchwaten und Stufen sowie Felsbrocken von über 40 Zentimetern überklettern. Vier Modi verteilen das Drehmoment per Knopfdruck auf die Vorder- oder Hinterräder. Kletter- und Bremshilfen halten den Wagen auch unter schwierigen Bedingungen auf Kurs. Im Innenraum freilich…

Würfel-Spiele: Der Daihatsu Materia


Ein Design-Trend erobert Europa

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«Ist das ein englisches Taxi oder der Fluchtwagen von Bonnie and Clyde?», fragte ein befreundeter Journalist, als wir an einem auffallend eckigen schwarzen Auto vorbeikamen.

Der seit Anfang 2007 auch auf dem deutschen Markt angebotene Daihatsu Materia fällt sofort auf. Bei der Toyota-Tochter hat man das eigenwillige Design des Fahrzeugs gleich marketingtechnisch genutzt: «Auffallend auffallend» lautet der Materia-Slogan: Man liebt ihn heiß und innig – oder man mag ihn gar nicht, weiß man bei Daihatsu Deutschland. Das Auto polarisiert, und ein Urteil «irgendwo dazwischen» gibt es nicht. Aber: Es gibt – so die Erfahrung nach gut eineinhalb Jahren in Deutschland…

Zwischen Tür und Klappe: Eine vergleichende Betrachtung


Zweitürer, Dreitürer? Viertürer? Fünftürer?

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Geöffnet werden können beide. Aber nur die Klappe wird aufgeklappt. Die Tür nicht, denn den Begriff aufgetürt gibt es nicht. Noch nicht. Eine Tür (oder auch ein Tor) kann links oder rechts einer rechteckigen oder quadratischen Öffnung «angeschlagen» sein, was nichts anderes bedeutet, als dass an einer der beiden vertikalen (senkrechten) Seiten die Türhaken/Türangeln angebracht sind. Somit lässt sich eine Tür nach links oder nach rechts öffnen, je nach Anbringung. Eine Klappe hingegen ist entweder oben oder unten einer Öffnung angeschlagen/befestigt, sodass man sie entweder nach oben oder nach unten aufklappen kann.

Mit diesen phänomenologischen Beweismitteln sind den Pkw-Bezeichnungen «Dreitürer» und «Fünftürer» die Grundlagen entzogen, da die dritte oder fünfte «Tür» gar keine ist, sondern eine Klappe. Im Übrigen lässt sich eine Tür auch schieben, probieren Sie das aber mal mit einer Klappe, legen Sie aber vorher die Autoapotheke daneben. Eben. Aber: HALT! Es gibt auch Ausnahmen, wie im richtigen Leben. Echte Geländewagen und einige wenige SUVs verfügen in der Tat auch über eine dritte oder fünfte…

Sprit sparen bis 70 Prozent – Ein Rechenexempel


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Der Kraftstoffverbrauch eines Motorfahrzeugs wird gewöhnlich in Litern pro 100 Kilometer Fahrstrecke angegeben. Die offiziell von den Werken veröffentlichten Werte sind «Laborwerte», die nach einem bestimmten Schema zu einem «Dreierzyklus» gebündelt werden, der aus Stadt-, Land- und Autobahnfahrt besteht.

Eigentlich gar nicht so weit weg von der Wahrheit, könnte man meinen – und doch haben die Werte bisweilen eher wenig mit dem zu tun, was in Realität verbraucht wird. Ein Computer errechnet also diese Laborwerte. Angenommen, der Rechner zeigt einen Durchschnittsverbrauch des Pkw «X» von exakt 10 Litern für 100 Kilometer Fahrstrecke, so lässt sich dieser Wert sicherlich durch des Menschen rechten Fuß individuell beeinflussen. Aber auch die Technik und die Zubehörindustrie nehmen Einfluss…

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