Reise

Das schwimmende Eigenheim


Ein Hausboot aus polnischer Herstellung als Geldanlage

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Reisemobile erleben derzeit in Deutschland ein Verkaufshoch – den Traum vom rollenden Eigenheim erfüllen sich mehrheitlich rüstige Rentner, die es an 365 Urlaubstagen im Jahr nutzen können. Das schwimmende Heim ist weniger verbreitet, obwohl im nahen Frankreich 4.000 Kilometer führerscheinfreie Wasserwege darauf warten, das Land in beschaulicher Geschwindigkeit zu erkunden und sich auch auf den Gewässern nördlich von Berlin entsprechende Reviere erstrecken.

Ein solches Hausboot, in der Fachsprache Motorkreuzer genannt, lässt sich tage- und wochenweise mieten, man kann es kaufen oder auch in einem „Eignerprogramm“ genannten Modell erwerben und einer Charterfirma zur Vermietung überlassen – mit einer bestimmten Anzahl an Wochen zur Eigennutzung. — Sieben Prozent monatliche Rendite und 45 Prozent Rückkaufswert nach sieben Jahren werden fest vereinbart. — Wir haben den Bootstyp Horizon 3 auf seinen Alltagsnutzen getestet, den die europaweit agierende Bootsvermietung Le Boat seit…

Rostock feiert 800. Geburtstag


Die Leuchte des Nordens

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Mit der ersten Sekunde des Jahres 2018 begann für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock das Doppeljubiläum von Stadt und Universität, das zwei Jahre lang das Leben dort bestimmen wird. 2018 feiern Rostocker 800 Jahre Stadtgründung und 2019: 600 Jahre Gründung der Leuchte des Nordens, wie die Rostocker Universität genannt wurde. Ihr Ruhm strahlte bis weit nach Skandinavien aus und inspirierte Gelehrte und Herrschende ebenfalls zu Universitätsgründungen.

Sieht man der Schönen ihr Alter an? Wohl kaum. Aber man kann ihr Puls fühlen, besser ihr Ticken. Mit der ersten Bewegung des Uhrzeigers begann zugleich die Indienstnahme einer neuen Kalenderscheibe an der Astronomischen Uhr in der Rostocker Marienkirche. Es ist die fünfte Scheibe an dieser aus dem Jahre 1472 stammenden Wunderuhr. Wie sonst sollen wir Zeitgenossen des Digitalen so ein Wunder an Mechanik, Astronomie, Religiosität, Mathematik und Schönheit begreifen. Zumal es die wahrlich gefährlichen…

De Haan, Belgien und das „schöne Zeitalter“


Zeugnis der Belle Epoque

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Wer durch das Villenviertel Concession streift, fühlt sich in die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts versetzt. Erker und Türmchen, rote Ziegeldächer und hübsch verzierte Balkongitter – Besucher werden vom Charme des Badeortes verzaubert, wenn sie auf der drei Kilometer langen Kulturroute (Erfgoedwandelroute) unterwegs sind.

Bereits der Startplatz des Rundganges ist ungewöhnlich – eine Straßenbahnhaltestelle. »Coq-sur-mer« steht in Schnörkelschrift auf dem Wartehäuschen, das 1902 im Baustil der Belle Epoque für die Küstenstraßenbahn errichtet wurde. Man parlierte damals französisch an der Küste. Die feine Gesellschaft aus Brügge, Brüssel und Antwerpen hatte die Sommerfrische an der Nordseeküste für sich entdeckt. Mit der Eisenbahn reisten sie bis Oostende und von dort weiter mit der Straßenbahn nach De Haan. Auf der Promenade entlang des…

Schonen – eine kulinarische Entdeckungsreise


Dolce Vita auf schwedisch

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Schon der Gang über die tönende Brücke kündigt es an: In Malmös neuestem Wolkenkratzer ist Musik drin: Der herausragende Bau mitten im Kultur-Viertel „Malmö Live“ beherbergt neben Hotelzimmern und Restaurants auch ein Konzerthaus. „Das schönste in Schweden“, meint Anna Ek-Gustavsson lächelnd.

Doch bevor es in die Konzerthalle geht, steuert die Marketingchefin der Region Skane und ihrer Metropole Malmö in Richtung Fahrstuhl, mit dem wir in die Skybar schweben. „Von hier oben hat man die beste Aussicht über unsere Stadt“, sagt sie. Über historische und moderne Bauten, große Parks und kleine Seen lenkt Anna den Blick zum einstigen Industrieviertel, das sich zu einem dynamischen Areal mit spektakulärer Architektur gewandelt hat. „Malmö hat mehr Restaurants und Kneipen pro…

Rodeln und Schneeschuhwandern in der Tiroler Wildschönau


Auf Kufen kurven

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„Niemals die Leinen loslassen. Sonst saust dir der Rodel davon und du schlitterst in den Tiefschnee“, rät Rodelfan Rainer Silberberger seiner kleinen Gästegruppe. Von Auffach sind die Kufenkratzer mit der Gondelbahn zum Schatzberg hinauf gefahren. Neben den Skipisten beginnt an der Bergstation die Rodelbahn nach Thierbach, von 1.850 Meter hinunter auf 1.200 Meter. Die Route auf der breiten, präparierten Forststraße teilen sie sich mit Skifahrern und Snowboardern. Für die Neulinge auf den Schlitten heißt das:…

Zu Gast in Quedlinburg


Historische Innenhöfe und mehr

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Quedlinburg, nördlich des Harzes: Wie im Märchen ist hier alles auf einer überschaubaren Fläche vorhanden: ein Burgberg mit einer ehrwürdigen Stiftskirche und einem Schloss, das ursprünglich Königspfalz war, später standesgemäßer Residenzort der Stiftsdamen und sich heute als Museum präsentiert. Läuft man den Sandsteinfelsen hinunter, gelangt man durch verwinkelte Gassen und Wege, gesäumt von verzierten, stolzen und liebevoll sanierten Fachwerkhäusern aus nicht weniger als acht Jahrhunderten auf einen von Rathaus und Stadtpfarrkirche gezierten Marktplatz. Die Roland-Statue…

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