Reise

MUSEUM AUTOVISION:


Von den ersten Fahrzeugen bis zum Wasserstoffantrieb

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Er weiß ganz genau, was er sagt und was er tut: Als studierter Elektronik- und Nachrichten-Techniker hat sich Horst Schultz (Jahrgang 1948) nicht nur in seinem Beruf, sondern auch als Buchautor, Fachreferent und Museumschef bewiesen. Dabei legt er stets Wert darauf, Theorie, Analyse und Praxis einheitlich zusammenzuführen. In ihm wohnt ein klarer Geist, der ihn zu einem äußerst kreativen Zeitgenossen hat werden lassen.

  Rare, teils auch einmalige Exponate Entwicklung und kausale Zusammenhänge beim Themenzyklus »Automobil« sind seine Leidenschaft, die dann folgerichtig 2002 zur Gründung des Museums AUTOVISION in Altlußheim am Neckar führte. Ein moderner Bau, mit großzügigen Ausstellungsflächen, diskreten Nischen für Sonderkonstruktionen und Räumen für Seminare und offene Diskussionsrunden. 3.000 Quadratmeter umfasst der Technik-Tempel, auf denen sich weit über 200 Fahrzeuge unterschiedlichster Herkunft sowie Motoren und Getriebe, teils als offene Schnittmodelle, präsentieren. Durchweg Produkte, die die Entwicklungen…

Jubiläum am Rothaarsteig


20 Jahre wandern auf dem Weg der Sinne

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Von Brilon durch das Hochsauerland und Siegen-Wittgenstein nach Dillenburg in Hessen führt der 154 Kilometer lange Rothaarsteig. Die Route verläuft zumeist über den Kamm des Rothaargebirges und entlang der Rhein-Weser-Wasserscheide. Der Rothaarsteig wurde 2001 auf der Burgruine Ginsburg bei Hilchenbach im Siegerland offiziell eröffnet.

Die Geschichte In Rekordzeit von nur vier Jahren wurden sowohl die Streckenführung als auch die Beschilderung buchstäblich auf die Beine gestellt. Thomas Weber, Leiter der Sauerland-Tourismuszentrale, gilt neben dem Natursoziologen Dr. Rainer Brämer vom Deutschen Wanderinstitut als einer der Väter des Fernwanderweges und erinnert sich: „Wir wollten nicht einfach die vorhandenen Wanderwege miteinander verbinden, sondern die Art der Strecke neu angehen.“ Etwa mit einem einprägsamen roten Designlogo, dazu mit exakten Angaben über die Längen einzelner…

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen


Das ganz besondere Wahrzeichen einer Kurstadt

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Der 56 Meter hohe Turm ist schon von weither zu erkennen, was Betrachter*innen mitunter zweifeln lässt. Fällt er gerade um oder dreht sich die Erde schneller? Aufsehenerregend ist es allemal, die Sehenswürdigkeit näher zu betrachten, denn schließlich ist die Turmspitze mit insgesamt 4,60 Metern aus dem Lot – was bedeutet, dass der Kirchturm in Bad Frankenhausen schiefer ist als der schiefe Turm von Pisa. Um genau zu sein, ist der thüringische Turm einen halben Meter weiter aus dem Lot als der toskanische.

Auf Salz gebaut Dass der Turm aus dem Lot geriet, lässt sich erstmals für das Jahr 1640 schriftlich nachweisen. Immer wieder versuchten Fachleute die Neigungsbewegung aufzuhalten, was jedoch stets mit mäßigem Erfolg gelang. Erst der Ringanker des Statik-Professors Georg Rüth, der 1935 den Turm am Kirchenschiff befestigte, stabilisierte das Bauwerk. 2014 ermöglichte eine Förderung aus dem Bundesprogramm »Nationale Projekte des Städtebaus« eine weitere Sicherung des Turms. Ja, und dass er sich neigt, ist eben auf…

KÜS-Partner Michael Gerlach


Engagiert für nachhaltigen Tourismus

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Begeisterung in der Rotenburger Kommunalpolitik Michael Gerlach vom Ingenieurbüro Gerlach und Schröder in Rotenburg ist ein echter »Überzeugungstäter«. Umweltschutz praktiziert er unter anderem dadurch, dass er Solaranlagen und zusätzlich eine kleine Wasserkraftanlage betreibt. Sein neuestes Vorhaben wird vor allem Wanderfreunde und -freundinnen begeistern: Michael Gerlach, im day-job KÜS-Prüfingenieur und als solcher in der Region seit Jahrzehnten bekannt, plant Baumhäuser. Fünf sind es, die an der Almerhütte entstehen sollen: Knapp 30 Quadratmeter groß, mit je vier…

Saigon: Stadt extremer Kontraste


Die Stadt am Mekong-Delta

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Wenn die Nachtschwärmer noch unterwegs sind, stehen die Garküchenbetreiber schon wieder auf und brutzeln für die Frühaufsteher. Bald öffnen auf der Dong Khoi, der Lebensader der Stadt, die ersten Cafés und schon hat das tägliche Verkehrschaos mit dem ohrenbetäubenden Lärm von massenhaft Scootern die Millionenmetropole fest im Griff. Als Saigon noch Hauptstadt der französischen Kolonie Cochinchina war, hieß die pulsierende Straße Rue Catinat und galt mit ihren Bars, Clubs und Variétés als die Ausgehmeile der mondänen Metropole. Mit Einzug der Kommunisten Ende des Vietnamkriegs 1975 wurde zu Ehren des vermeintlichen Befreiers Ho-Chi-Minh Saigon (am gleichnamigen Fluss) in »Ho-Chi-Minh-Stadt« umbenannt.

Obwohl die Stadt atemberaubend schnell wächst und Spekulanten aller Couleur lockt, ist »Onkel Ho«, der den Kommunismus nach Vietnam brachte, nahezu allgegenwärtig. Im historischen Hauptpostamt, von Gustave Eiffel 1887 in ein eisernes Korsett gehüllt, wacht sein Konterfei über das geschäftige Treiben in der Schalterhalle. Die einst dominante Kathedrale Notre-Dame in der Nähe ist heute von Wolkenkratzern umzingelt. Überhaupt bestimmen die Bauriesen seit dem wirtschaftlichen Aufbruch der späten 1980er Jahre das Bild der Stadt. Als Wahrzeichen…

Vom Passagierflugzeug zum Mini-Hotel


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Kinder sitzen im Cockpit, spielen an den Armaturen und dürfen sogar in dem Flugzeug übernachten. Reine Zukunftsszenarien? Im sächsischen Saßnitz sollen diese zum Sommer 2021 Wirklichkeit werden. Dahinter steht Erik Herbert (33). Er baut eine Antonov AN-2 aus. Das russische Flugzeug wird zum Mini-Hotel für vier Personen. Es soll an nichts fehlen: WC mit Warmwasser-Dusche, Küche mit Spüle, Herd, Kühlschrank und Esstisch. Schlafen in zwei separaten Räumen und eine Terrasse – alles da. Das Cockpit…

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