Reise

Übernachtung im Gurkenfass


Urlaub im Spreewald

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Der Spreewald ist bekannt für die eingelegten Gurken als kulinarische Spezialität. Aber in einem Gurkenfass übernachten? In Lübbenau ist es möglich, bei Michael Hanschick. Der führt hier seit 32 Jahren ein Restaurant, im Mai 2013 kam ein Mini-Hotel hinzu – tatsächlich ein Gurkenfass zum Übernachten. Aufgebaut hat Hanschick (57) es selbst, die Materialien kamen aus dem Erzgebirge. Die Idee kam ihm aus Erfahrung: „Viele Touristen wollen meist nur eine Nacht im Spreewald bleiben.“ Ein Beitrag…

Unterwegs am Kaiserstuhl


Idyll und Genussregion

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Kenner schätzen die Weine vom Kaiserstuhl, Genießer die badische Küche: Mit 50 Bergkuppen, die bei Freiburg wie Inseln aus dem Rheintal herausragen, ist die Landschaft ein ideales Ferienziel.

„Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht …“ An Schillers Drama Wilhelm Tell fühlen sich die Wanderer erinnert, wenn sie auf dem Lösshohlwegepfad unterwegs sind. Fünf Meter ragen die Wände rechts und links des Pfades empor. Über sieben Kilometer führt der Wanderweg vom idyllischen Bickensohl durch den schluchtenartigen Löss, der das Landschaftsbild am Rand des Winzerdorfes prägt. Löss ist jedoch keine Erde, sondern ein samtweiches Gestein, erfahren die…

In mongolischen Jurten


Paradiesisch schlafen

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Zugegeben: Die Anreise hat es in sich, denn ins französische Limousin-Mittelgebirge fährt man aus Deutschland nicht mal so eben übers Wochenende. Aber spätestens, wenn man über üppig grüne Hügel zum Eselhof einbiegt, geht einem das Herz auf: Fünf strahlend weiße mongolische Jurten mit orangefarbenen Holztüren sind auf der saftigen Wiese locker verteilt. Im Hintergrund ist ein liebevoll bemalter Zirkuswagen zu sehen: Willkommen in der Welt der Entschleunigung!

Bis zu vier Personen können in einer Jurte schlafen. Der Holzdielenboden, die fein gezimmerten Möbel, das warme Licht und die beeindruckende kuppelartige Dachkonstruktion verströmen eine ebenso natürliche wie einzigartige Atmosphäre. Dabei dürfte auch der in unmittelbarer Nähe stehende Bauernhof aus dem vorletzten Jahrhundert seinen Anteil haben, in dem die modernen Sanitäranlagen untergebracht sind. Überall begegnet man der Wirkung gewachsener Strukturen, seien es die Eselweiden oder die Pflanzen und Bäume entlang des Flüsschens Maulde, der nur…

Konstanz am Bodensee


Historisch und modern zugleich

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„Wo von den Alpen herab sich ergießend / der herrliche Rheinstrom westwärts wendet / den Lauf, wird er zum stattlichen Meere“. So schilderte Wahlafried Strabo (807-849) den Blick auf den Bodensee.

Wer heute nach Konstanz kommt, wird der Beschreibung des Mönchs zustimmen, obwohl wir, natürlich, in einer ganz anderen Zeit leben: Abwechslungsreich, sanft geschwungen, lieblich, wie modelliert und klimatisch begünstigt sind dessen Uferlandschaften. Der See gleicht aus, im Herbst und Winter verwöhnt die gespeicherte sommerliche Wärme Bewohner wie Landschaft. Obst, insbesondere Trauben, gedeihen in so einer Form von Natur vorzüglich. Nähert man sich vom Wasser aus der „heimlichen Hauptstadt“ am Bodensee, so wird die Silhouette von…

Unterwegs in Trier


Älteste Stadt Deutschlands

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Wer noch nie selbst hier war, hat zumindest schon mal ein Foto der Porta Nigra (umgangssprachlich einfach Porta) gesehen. Sie steht wie kein anderes Trierer Wahrzeichen dafür, dass wir hier in der ältesten Stadt Deutschlands unterwegs sind. Und, davon zeugen unter anderem der Dom und die Abtei St. Matthias, in einer Bischofs- und Bistumsstadt.

Das ist allerdings nur eine Facette von Trier. Universität und Fachhochschule machen Augusta Treverorum auch zu einer Stadt, in der sich Studierende wohlfühlen. Das zeigt sich insbesondere da, wo einer der berühmtesten Söhne gewürdigt wird: Das Karl-Marx-Haus, das ein Museum beherbergt, liegt am Anfang einer Kneipenmeile. Sie wird vorrangig, aber nicht nur von jungem Publikum bevölkert. Verlässt man das Museum zu Ehren des Philosophen in die andere Richtung, erreicht man die Innenstadt, deren Fußgängerzone eine…

175 Kilometer mit dem Fahrrad von Münster nach Osnabrück


Auf den Spuren der Westfälischen Friedensreiter

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Bedächtig wiegt der Bauer seinen Kopf: „Den Weg der Friedensreiter wollt ihr fahren, bis nach Osnabrück?“ Ungläubig scheint er zu staunen, was heutzutage den Fremden so einfällt, die auf E-Bikes an seinem Gehöft bei Münster-Handorf vorbei rollen.

Respekt hat er davor, was ihm die Radwanderer erzählen: In drei Tagen wollen sie die 175 Kilometer lange Friedensroute von Münster nach Osnabrück und zurück erfahren, auf handtuchschmalen Sandpfaden, holprigen Waldwegen und über kaum befahrene Landstraßen. Die flache Strecke führt vorüber an Weiden, Getreidefeldern und durch kleine Wälder in der sanften Münsterländer Parklandschaft. Nur im hügeligen Tecklenburger Land erwarten die Radler einige steile Anstiege. Greven, Tecklenburg, Lienen, Bad Iburg, Bad Laer, Glandorf, Ostbevern und Telgte…

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