Reise

Das Rolls-Royce-Museum in Dornbirn


Adel verpflichtet

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Die Bodenseeregion mit den drei Anrainerstaaten Österreich, Deutschland und Schweiz-Liechtenstein zählt auch dazu – dürfte innerhalb Europas jene Technikmuseum-Konzentration mit der höchsten Dichte sein: Gleich deren 13 finden sich dort, die sich mit Eisenbahn, Aviatik, Schiffen, Nutz- und Schienenfahrzeugen sowie diversen Automobilen befassen. Das „Schwäbische Meer“ profiliert sich dadurch für Technik-Freaks, die nebenbei auch einen Traumurlaub dort verbringen können. Einer dieser Technik-Tempel findet sich am Ende der Rappenschlucht im vorarlbergschen Dornbirn: der Welt bekannteste Rolls-Royce-Kollektion.

Die beiden Brüder Bernhard und Johannes Vonier haben das väterliche Erbe als neue Besitzer und Kuratoren übernommen, zudem das Museumskonzept komplett überarbeitet, um für die – auch digitale – Neuzeit gerüstet zu sein. Kurz: Die Sammlung nobler britischer „Urgesteine“, überwiegend aus den 20er- und 30er-Jahren, aber auch aus den folgenden Generationen, ist Faszination pur. Die Marke wurde 1904 gegründet und startete gleich mit den damals höchsten Ansprüchen, die eigentlich bis heute gelten: klassische Eleganz, Kraft,…

Die rote Telefonzelle als Zeitzeuge


Typisch Englisch

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Hier und da steht sie noch in London. Rot, kastenförmig, mit einem Kuppeldach. Manche sehen sie an, laufen herum und fotografieren sich. Ob Selfie oder Gruppenbild mit nostalgisch-vorzeitlichem Telefonkasten. Ein Spaß selbst für Digital Natives. Viele Passanten nehmen sie gar nicht wahr und gehen achtlos an ihr vorüber. Dabei ist sie für England-Touristen nach wie vor ein Highlight, ob in London oder in den Highlands.

Irgendwie gehört die rote Telefonzelle genauso zur Insel wie Big Ben, Fisch & Chips oder die Queen. Längst säumen die Straßen moderne Telefonsäulen der British Telekom, die ganz prosaisch ST6 heißen. Die alten roten Telefonboxen gelten dagegen für Enthusiasten als schützenswert und werden von ihnen sogar gezählt, um Modelle und Orte der Aufstellung festzuhalten. Zu Zeiten von Smartphones und Tablets mag das ein Anachronismus sein. Trotzdem ist es umso spannender, dass die rote Telefonzelle mit…

Der Classic Club Car Manhattan


Von der Liebe zum Auẞergewöhnlichen

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Noch vor zwei Jahren standen hier die Pferde der New Yorker Polizei. Doch seitdem hat sich die PS-Zahl in der großen Zeltkonstruktion neben dem Pier 76 am Hudson River vervielfacht. Denn nachdem die berittene Brigade abgerückt ist, hat hier der Classic Car Club von Manhattan Quartier bezogen – und mit ihm die rund 40 Autos mit zusammen 20.000 PS, die zum gemeinsamen Fuhrpark der Mitglieder zählen.

Zwar verspricht der Name eine Flotte von Oldtimern, doch auf diese Fährte sollte man sich nicht führen lassen. „Wir haben alles, was Spaß macht“, sagt Prichinello, der die Idee zusammen mit zwei mittlerweile zu Freunden gereiften Zufallsbekanntschaften aus London vor gut zehn Jahren in die USA exportiert hat. Das älteste Auto ist ein 55er-Porsche-Spider, dann kommen viele Muscle Cars aus den 50er- und 60er-Jahren, in den letzten Monaten hat Prichinello viele Youngtimer aus den Achtzigern…

Die rote Telefonzelle als treuer Begleiter im Alltag


Eine wilde Zeit und eine zickige Vermieterin

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Wie tauscht man Neuigkeiten aus, wenn das Handy als Erfindung noch in weiter Ferne liegt, man sich selbst als deutscher Gaststudent in Bristol wiederfindet und die Vermieterin (nennen wir sie Elaine) die Nutzung ihres Telefons selbstverständlich strikt untersagt?

Wir schreiben das Jahr 1988, und den Weg zur nächsten roten Telefonzelle werde ich in den kommenden sechs Monaten fast täglich gehen: Von der so oft zitierten britischen Zurückhaltung merke ich auf dem Campus nicht allzu viel. Im Gegenteil – die Kommilitonen nehmen den Neuen recht freundlich auf, zumal erstaunlicherweise der ein oder andere noch Verbindung zu einem früheren Gaststudenten aus „Saarbrucken“ hat. Verabredungen spricht man telefonisch ab, und natürlich will die Mutter im Saarland…

Unterwegs in Virginia


Die Wiege der Vereinigten Staaten

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Wo das langsamere, genussvolle Tempo des Südens auf das leistungsorientierte Streben des Nordens trifft, prallten einst zwei kämpferische Welten aufeinander: Kein anderer Staat der USA erlebte mehr Bürgerkriegskämpfe als Virginia. Doch neben der Geschichte seiner Schlachtfelder hat Old Dominion eine abwechslungsreiche Landschaft und kulinarische Überraschungen zu bieten.

FOTOS Charlotte Wolf Willkommen in der Hauptstadtregion der USA! Nach einer knappen halben Stunde gemütlicher Autofahrt tut sich das Kontrastprogramm zur Hektik auf dem Flughafen Dulles der Regierungshauptstadt auf. Herrschaftliche Villen, von exakt geschnittenen Rasenflächen umsäumt, breiten sich über die grünen Hügel der westlich gelegenen Vororte von Washington D. C. aus. Im schier endlosen Grün der Landschaft im Prince William County erstreckt sich der Manassas-Nationalpark. Kaum zu glauben, dass sich vor knapp 160 Jahren auf…

 Das »Curioseum« im hessischen Hochsauerland


Technik, Tinnef, Träume

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1948 wurde Hans Schlömer hier geboren. Sein Vater betrieb den ersten Skilift am Ettelsberg bei Willingen, damals noch in einer Holzhütte, kalt und zugig, Knochenarbeit im Winter eben. 1972 wurde der Lift abgebaut. Heute tummeln sich dort komfortable moderne Seilbahnkabinen.

Sohn Hans war zu diesem Zeitpunkt bereits Pächter der Ettelsberg-Hütte. Wenig später erhielt er auf einem Gemeindegrundstück die Genehmigung, ein Gasthaus zu bauen, dem dann auch eine Erweiterung zum Hotel »Wilddieb« folgte. So wird heute also des Hoteliers Tagesablauf vom gastronomischen Gewerbe bestimmt. In all den Jahren zuvor schon hatte er begonnen, Zeitzeugen zu sammeln, die zwischen Kunst, Kitsch und allerlei Kram angesiedelt sind. Eine gewisse Affinität zur mechanischen Fortbewegung war ihm eh zueigen, zumal…

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