Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Reise

Le Havre: Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag


Monet … Perrer … Weltkulturerbe

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Die normannische Hafenstadt feiert ihren 500. Geburtstag mit einem bunten Strauß an Veranstaltungen. Dabei spielten Monets „Sonnenaufgang“, die „Poesie in Beton“ von Auguste Perrer und nicht zuletzt der Transatlantikhafen eine Rolle.

Mit forschem Schritt steuert Claudia Hautôt Richtung Mole an der Hafeneinfahrt. Es regnet in Strömen. Das hält die Kunstpädagogin nicht davon ab, am Boulevard de Clemenceau stehen zu bleiben. Besonders einladend wirkt der Ort mit seinen nüchternen Fünfzigerjahre-Betonbauten nicht. „Das sind besondere Häuser“, erklärt die Stadtführerin. Mit ihnen habe der geniale Architekt Auguste Perrer in Le Havre, das nach dem Zweiten Weltkrieg komplett zerstört war, dringend benötigten Wohnraum geschaffen. Die optimal durchdachten Wohnungen seien heute…

Heidi Hetzers Rückkehr nach Berlin


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Am 27. Juli 2014 machte Heidi Hetzer sich von Berlin aus auf den Weg, die Welt zu umrunden. Dass sie einige Abenteuer zu bestehen hatte, war ihr schon klar, denn auch ihr fahrbarer Untersatz – ein Hudson Great Eight Baujahr 1930 – war nicht so ohne. Aber dass sie mit einem so großen Füllhorn von Erlebnissen zurückkehrte, hatte sie nicht ansatzweise geahnt.

Wenn sie das alles vorher gewusst hätte: Ob sie trotzdem losgefahren wäre? Auf jeden Fall! Keine Sekunde hat sie bereut. Dass „Hudo“ – wie sie ihr Auto liebevoll nannte – sie oft im Stich gelassen hatte und 36 Mal in einer Werkstatt war… Was soll‘s. Obwohl Heidi Hetzer gelernte Kraftfahrzeug-Mechanikerin ist, konnte sie doch nicht alles selbst erledigen. Dass sie einmal bei einem Motorcheck fast ihre rechte Hand verloren hätte und dass sie zwischendurch wegen…

Das Fahrzeug- und Technik-Museum der Brüder Reichelt


Der Cellokasten im Sägewerk

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Verlässt man in Karlsruhe die Rheinebene und nimmt Kurs Süd zur Schwarzwald-Bäderstraße, landet man nach etwa 25 Kilometern im Kleinstädtchen Marxzell. Das Tal ist eng geworden und gleich am Ortsbeginn wird der Gast linker Hand von einem Gebäudekomplex empfangen, der unmissverständlich signalisiert: Hier findest du Fahrzeugtechnik in allen Facetten, allen Nuancen, allen Erscheinungsformen.

Wer dann nach vielen Stunden, die inmitten des ehemaligen Sägewerks verbracht wurden, am liebsten zu einem erneuten Rundgang aufbricht, wird feststellen, dass hier die Philosophie gelebt wird »Um die Zukunft zu verstehen, musst du erst die Vergangenheit kennen«. Die Kräfte für das ehemalige Sägewerk wurden von einer kleinen Turbine, die vom Maiselbach aus dem Holzbachtal gespeist wurde, sowie von der großen Turbine am Albbach generiert. So ist es auch heute noch recht kühl in den…

Unterwegs in Oxford


Studieren, Staunen, Shoppen

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Oxford – wie das schon klingt. Nach Wissen, Größe, Macht! Dabei fing alles so bescheiden an, blickt man auf den Ochsen vis-à-vis vom Bahnhof. Ja, ein Ochse, kein Bulle, der dem DAX gefährlich würde, er erinnert an die Ochsenfurt, um die sich schon zur Sachsenzeit eine Siedlung bildete.

Die Stadt ist schön. Wirklich, die Begeisterung des Dichters John Keats, der einst meinte, Oxford sei „die schönste Stadt der Welt“ offenbart sich schon beim ziellosen Bummeln. Das Auge fällt auf neogotische Fenster, erhebt sich zu Kuppeln und Turmspitzen. Die Eingänge und Torbögen der altehrwürdigen Colleges locken einen in ein fantastisch-literarisches Reich, das von J.R.R. Tolkiens und J.K. Rowlings Geschöpfen bevölkert wird. Zu bestimmten Zeiten und für ein entsprechendes Entgelt öffnen sie sich dem Reisenden.…

Zittauer Fastentücher: Zeugnisse mittelalterlichen Glaubens


Augenfasten zu Ostern

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Sie betraten die Kirche voller Ehrfurcht. Sie waren vom Fasten geschwächt, doch voller Hoffnung und Vorfreude. Noch war ihnen der Blick auf den Altar verwehrt. Ein großes Leinentuch hing von der Kirchendecke herab und verdeckte den Gekreuzigten und den gesamten Altarraum. Auch die Augen sollten fasten. Alles war eine Vorbereitung auf das Osterfest. Geist und Leib bereiteten sich vor, indem sie darbten. Und dann endlich: Ostern. Mit der Auferstehung des Herrn feierten sie gemeinsam die Hoffnung auf das Leben. Auf einmal war alles klar zu erkennen. Das Fastentuch gab den Blick wieder frei.

Fastentücher, von den Zeitgenossen auch Hunger-, Palm- oder Passionstücher genannt, waren seit dem Mittelalter ein wesentliches Element der religiösen Praxis. Zunächst waren es sehr einfache Tücher in Weiß oder Violett, den liturgischen Farben für Trauer, Buße und Fasten. Später verwandelten sie sich in wahre Kunstwerke auf denen biblische Geschichten in Bildern erzählt wurden. Mit der Reformation veränderte sich die Frömmigkeit der Menschen und sie wurden kaum noch genutzt. Das Wissen darüber ist spärlich. Textilien nach…

Schwaben: Land der »Tüftler und Erfinder«


Auf den Spuren der schwäbischen Pioniere

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Der deutsche Südwesten ist die Heimat zahlreicher Unternehmen von Weltruf. Dennoch gelten die Schwaben als spießbürgerlich und sparsam. Ein Mythos oder das Markenzeichen?

Finanzminister Wolfgang Schäuble – ein Schwabe – verkündete: Als arbeitsam und ordnungsliebend gelten die Schwaben. Sie putzen, was das Zeug hält und trennen gewissenhaft ihren Müll. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die Bürgersteige hochgeklappt. „Wir kennen die Vorurteile“, sagt Viktoria Waltl lächelnd. „Aber wir sind einfach zu erfolgreich, um uns darüber zu ärgern“, so die Stuttgarter Stadtführerin. In der blitzblanken Markthalle mahnen angebrachte Zettel mit aufgemaltem Schrubber und Putzeimer zum Saubermachen. Dabei wurde die Kehrwoche…

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