Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

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StVZO bremst akustischen „Toter-Winkel-Warner“ aus


Bruce Willis spricht nicht mehr

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Die Vorrichtung ist so simpel wie gut: Ein Sprachmodul gekoppelt mit sechs LED-Lampen angeschlossen an das Blinkrelais. Heraus kommt ein akustischer „Toter-Winkel-Warner“. Hergestellt wird das gute Stück in Großbritannien. Es sorgte auch hierzulande für Furore, als die Stadt Hamm zwei Fahrzeuge ihres Abfallwirtschaftsbetriebs damit ausrüstete, die bundesweit als „sprechende Müllwagen“ in die Schlagzeilen kamen. Doch die Genehmigungsbehörden machten einen Strich durch die Rechnung: Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) sieht derartige Geräte schlichtweg nicht vor.

Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen. Die Paul Wiegand GmbH aus Eichenzell bei Fulda – Ersatzteilspezialist für Entsorgungsfahrzeuge und Kehrmaschinen – hatte die Geräte von der englischen Firma „Amber Valley“ importiert. „In London sind sie Pflicht für jeden Lkw, der in die Stadt hereinfährt“, erläutert Martin Schulz, Leiter für Marketing und Vertrieb, bei dem osthessischen Unternehmen. Man witterte ein gutes Geschäft, schließlich ist der Tote Winkel nach wie vor Grund vieler schwerer Unfälle mit Fußgängern…

Das Zylinderhaus: Goliath, Hansa, Lloyd, Riesling und ein Schuss Mosel-Romantik


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Museen, Ausstellungen, Galerien haben etwas Magisches für Freunde des Automobils. Sie laden zu einer Zeitreise ein, die mittlerweile drei Jahrhunderte einschließt.

Viele Hersteller haben ihre eigenen Ruhmeshallen geschaffen, oft prächtige Bauten mit riesigen Fassaden. Man kennt das Prinzip Klassikstadt oder Meilenwerk quer durch die Republik. Es gibt auch etliche kleinere, liebevoll mit zahlreichen Details und Zubehör ausgestattete Einrichtungen, die eher ein Geheimtipp in der Szene sind. Etwas völlig Anderes entsteht an einem der romantischsten Orte Deutschlands Im kleinen Moselstädtchen Bernkastel-Kues, dort, wo sich wischen Flussschleifen, mittelalterlichen Burgen und hohen Weinbergen mit edelsten Tropfen die Touristen aus…

Erinnerungen an den Renault 4 CV


Die »Motte de Beurre« wird 70

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Eine Postkarte mit Motiven aus der Landeshauptstadt, aufgenommen in den Sechzigerjahren, Gruß meiner Saarbrücker Großeltern an den Enkel. Damals hatte noch längst nicht jeder Haushalt ein Telefon, an Smartphones dachte erst recht niemand, und selbst eine Reise von 100 Kilometern – so viele trennten die zwei Familien – machte man nicht mal eben so spontan.

Da waren Postkarte, Briefmarke und Briefträger die sinnvollste Verbindungskette im Alltag. Auf einem Foto war ein kleines Auto zu sehen, mit markanter Front und steil abfallendem Heck. „Das ist ein Cremeschnittchen“, erklärte meine Mutter. Die kannte ich bis dato nur vom Sonntagskaffee, ohne Ähnlichkeit mit der Postkarte. Den Namen konnte die Mama dem neugierigen Filius nicht erklären, nur, dass das Cremeschnittchen auf vier Rädern eben ein Auto war, das viel gefahren wurde. Dabei war die…

Drei militärische Jeep-Modelle


Gründerväter des SUV-Segments

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„Der Krieg ist der Vater aller Dinge“, sagte schon der griechische Philosoph Heraklit. Im Jahr 1940 verlangte die US-Army nach einem leichten Aufklärungsfahrzeug. Das Lastenheft dafür forderte neben 590 Kilogramm Leergewicht eine Vierteltonne Nutzlast, maximal 1,90 Meter Radstand und 91 Zentimeter Höhe, umklappbare Frontscheibe, drei Sitze, bis 80 km/h ruhig laufender Motor, Hinterradantrieb, zuschaltbare Vorderachse, Geländeuntersetzung, hydraulische Bremsen sowie vorn und hinten 45 bzw. 40 Grad Böschungswinkel.

American Bantam präsentierte als erster das BRC 40 (Bantam Reconaissance Car), konnte jedoch die angepeilten Stückzahlen nicht liefern. Willys Overland folgte mit dem „Quad“ und erhielt den Auftrag. Ford brachte schließlich das Modell GP (Government Contrac P). Von dessen, „tschi-pi“ gesprochener Abkürzung stammt möglicherweise der Begriff „Jeep“. Ford baute zusätzlich den Willys-Zwilling Ford GPW. Für den militärischen Bedarf liefen bis 1945 bei Willys 370.000 und bei Ford 277.000 Exemplare vom Band. Bantam durfte zumindest den…

Herbert Fandel und Dr.Gregor Gysi: Zwei »Alphatiere« treffen aufeinander


Castro, Chopin, Ronaldo und der Papst

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Was passiert eigentlich, wenn zwei Persönlichkeiten aus völlig verschiedenen gesellschaftlichen Themenkreisen, aber beide mit einem ungemein großen Horizont an Bildung und Wissenshunger aufeinandertreffen? So spannend die Fragestellung ist, so interessant war in diesem Falle das fesselnde zweistündige verbale Mit- und Gegeneinander.

Boss der deutschen Fußball-Schiedsrichter, Konzertpianist, Leiter eines Kulturamtes und Talkmaster Auf der einen Seite Herbert Fandel als Gastgeber der Reihe »Einblicke – Menschen mit Geschichte und Geschichten«, Boss der deutschen Fußball-Schiedsrichter, Referee des Champions-League-Finales zwischen AC Mailand und FC Liverpool, dazu Konzertpianist, Leiter eines Kulturamtes und einer Musikhochschule. Und seit einigen Jahren auch noch Talkmaster. Dazu als Fandels Gast ein Mann, sowohl Politiker, als auch Querdenker, einer der gerne Konventionen sprengt und über Parteienproporz hinausdenkt.…

Historischen Lacken auf den Grund gegangen


Fälschungen entlarven durch Oberflächenanalytik

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Oldtimerfahrer stecken in einem Dilemma: Sie wollen ihren Oldtimer möglichst originalgetreu restaurieren. Spätestens beim Lack stoßen sie an Grenzen. „Wo bekomme ich noch den Originallack?“ ist eine Frage, die Jürgen Book, Leiter Prozessmanagement beim Autolackhersteller Glasurit in Münster oft gestellt wird. „Der Werkslack unterschied sich technologisch ab den Nitrolackzeiten deutlich vom Reparaturlack“, winkt er ab. Außerdem ist auch Autolack ständig weiterentwickelt worden. „Lacke haben einen ähnlich spannenden Wandel hinter sich wie beispielsweise Motoren, Karosseriewerkstoffe oder die Leuchtmittel“, erklärt er und nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Lacktechnologie-Entwicklung.

Seine Kollegen um Dr. Christoph Hawat sind dem Thema Lack im wahrsten Sinne auf den Grund gegangen. Sie hatten ein interessantes wie edles Studienobjekt: Einen Delahaye Typ 87, Baujahr 1924. Der Oldtimer ist eine Leihgabe des französischen Nationalmuseums Cité de l’Automobile aus der weltberühmten Sammlung Schlumpf. Zusätzlich hatten sie die Möglichkeit, aus der Reserve der Collection Schlumpf Karosserieteile mit zum Teil über 100 Jahre altem Lack zu untersuchen und auch mit Steinschlag- und Kratzprüfungen zu…

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