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Verkehrszeichen in Deutschland


Wildwuchs im Schilderwald

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Aus wenigen zarten Pflänzchen, die anfangs sogar nur Automobilclubs setzten oder Firmen sponserten, ist in mehr als 100 Jahren ein kaum noch überschaubarer Schilderwald gewachsen. Trotz staatlicher Aufsicht und umfangreicherer Regelungen kommt es dabei immer wieder zu kostspieligem Wildwuchs, der Verkehrsteilnehmern oft nicht weiterhilft, sondern eher verwirrt.

— 1910: 8 Verkehrszeichen — Erst ab 1910 waren im Deutschen Reich Verkehrszeichen einheitlich geregelt: Es gab vier Warnungstafeln, drei Sperrtafeln und die Tafel für Höchstgeschwindigkeiten. Ortsschilder und Wegweiser wurden vom ADAC oder dem Deutschen Touringclub aufgestellt und über zusätzliche Werbung wie z. B. für Reifen oder Schokolade finanziert. Ab 1927 kamen zu 20 Gebots- und Verbotsschildern elf (ebenfalls rot umrandete) Sperrschilder und vier Hinweiszeichen auf blauem Grund. Ab 1934 wurde nach 28 Warn-, Gebots-,…

Andreas Nickolaus machte aus Schrott wieder eine tolle Triumph


Von 0 auf 26.900 € in viereinhalb Jahren

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Es war ein beklagenswertes Bild auf dem Dachbodens des alten Schuppens: Hier hing an Ketten an der Decke seit rund 30 Jahren ein Triumph-Motorrad und war langsam aber sicher vor sich hingerostet. Andreas Nickolaus aus Baden-Baden hat den Haufen Metall entdeckt und sich seiner angenommen. „Der Besitzer wollte sie eigentlich verschrotten“, erzählt der gelernte Zimmermann und Treppenbauer. Der 50-Jährige wusste nicht wirklich, auf was er sich da eingelassen hatte. Doch mit Hilfe eines Freundes, ungezählter…

Mit 180 Kilo Fliesen durch Europa


KÜS-Partner mit von der Partie

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Harley-Fahrer haben den Ruf harte Kerle zu sein. Deren Maschinen nicht unbedingt. Wenn es eine Harley-Davidson jedoch schafft 7.000 km durch Europa in gerade einmal 4 Wochen abzuspulen, zwischendurch noch mit 180 kg Fliesen beladen wird und „nur“ einen einzigen Getriebeschaden davonträgt, muss diese Auffassung zu den „Stahlrössern“ aus Milwaukee revidiert werden.

Mit von der Partie war KÜS-Partner Herbert Eich, für den die Tour ganz verschiedene Überraschungen bereithielt. Herbert (Uevekoven), Gerd (MG-Herrath) und Detlef (Geilenkirchen) kennen sich bereits viele Jahre. Bei einem Kasten Bier fiel der Satz: „Wir könnten ja mal wieder zusammen mit den Bikes in den Süden fahren!“. Ein kurzfristiger Termin zur Abfahrt ist schnell vereinbart.  Gut, dass die drei Harleys von erfahrenen Piloten gesteuert wurden, die sich blind vertrauen. Weil die Straßen in der…

Johnny, tout simplement


Zum Tod von Johnny Hallyday

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Jener Tante, die mir schon Gunter Gabriel hatte madig machen wollen (vgl. meinen Nachruf in KÜS magazin 52), war auch Johnny Hallyday ein Gräuel. Dass für ihn nun ein Nachruf geschrieben werden muss, wie zuletzt an dieser Stelle, ist traurig, jedoch Anlass für eine angemessene Würdigung.

„Der ist Yé Yé“: Sie erbrach ihren Kommentar mehr, als dass sie ihn sprach. Aus dem Munde meiner beflissenen Tante klang das wie „Der ist bekloppt“ oder „Sowas zu hören, ist gesundheitsschädlich“. Was die Faszination nur vergrößerte, weil das Geschmähte mehr reizt als das Empfohlene. Welcher Teenager trinkt schon Karottensaft, wenn er ein Colabier haben kann. Das war 1978, und in Deutschland hatte der französische Superstar gerade mit „J’ai oublié de vivre“ einen Hit gelandet.…

Olympiasieger Fabian Hambüchen im Gespräch


Das Gefühl, alles auf einmal ausprobieren zu wollen

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Weltmeister, Olympiasieger, Sportler des Jahres, Teenie-Schwarm und ... Rentner, mit 30. Deutschlands Turn-König Fabian Hambüchen ist nach dem Ende seiner erfolgreichen Karriere im Dezember 2017 ein gefragter Mann.

Vor allem ist er offen für alles, was das Leben ihm jetzt bietet und was ihm vorher verwehrt blieb. Die Hälfte seiner 30 Jahre verbrachte der Mann aus Wetzlar in der Turnhalle. Im Gespräch mit KÜSmagazin gab er preis, was 15 Jahre Kunstturnen auf höchstem Niveau aus einem Körper machen und worauf er sich jetzt am meisten freut. „Ich habe es selbst so gewollt“, beteuert er. Obwohl sein Vater sein Trainer war, sei er von…

Bastian Bielendorfer, das ewige Lehrerkind


Von Pädagogen „umzingelt“

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Bastian Bielendorfer ist in seiner Familie nur so von Lehrern umzingelt! Die Mutter unterrichtet in seiner Grundschule, der Vater an seinem Gymnasium, der Onkel ist dort sogar Rektor. Die Berufswahl zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Familie. Und das prägt gewaltig. Mit seinem neuen Buch „Papa ruft an – Standleitung zum Lehrerkind“ veröffentlicht er bereits sein viertes Buch über sein Leben als Lehrerkind (Piper Verlag). Als Comedian steht er mit seinem Programm „Das Leben ist kein Pausenhof“ auf den Bühnen der Republik. Wir haben ihn getroffen und ihm einige Fragen gestellt.

KÜS „Kann ich aufs Klo gehen?“ „Ich weiß nicht, ob du das kannst; aber du darfst!“ Wie oft hast du diese typische Lehrerantwort in deinem Leben gehört? Bielendorfer Unzählige Male – besonders bei jedem Urlaub! Aber ich habe wohl schon ALLE Floskeln gehört die Lehrer von sich geben, denn in meiner Familie sind tatsächliche ALLE Lehrer, nicht nur meine Eltern! KÜS Du bist studierter Psychologe. Hast du dir mal überlegt, selbst Lehrer zu werden? Warum…

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