Auto

Togg: E-Mobilität „made in Turkey“


Unkonventionelles Auto, konventionelles Geschäftsmodell

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Er kommt aus der Türkei, konkurriert mit den chinesischen Herstellern am Markt, doch das Gespräch führt er freudig in Deutsch. Mehmet Gürcan Karakaş ist dankbar für jede Gelegenheit, seine Sprachkenntnisse zu polieren, die er in den 30 Jahren bei Bosch erworben hat. Aber der smarte Manager, der vom Bereichsvorstand bei den Schwaben zum Chef des Konsortiums Togg geworden ist, hat in seiner Zeit in Stuttgart nicht nur Deutsch gelernt, sondern auch, wie die Automobilindustrie tickt: Das Leben und vor allem das Geschäft, so seine Erkenntnis, spielen sich nicht mehr auf der Straße ab, sondern im Internet. Nicht umsonst versuchten alle Hersteller, irgendwie das „Netz ins Auto“ zu bekommen. Bei Togg heißt es stattdessen: Wir wollen das Auto ins Netz bringen.

„Dafür muss ein Auto allerdings grundsätzlich anders konstruiert sein als bisher“, sagt der ehemalige Bosch-Manager und lenkt den Blick auf das „Advanced Smart Mobility Ökosystem”, das auf den ersten Blick eine moderne, aber keineswegs visionäre Coupé-Limousine aus der Kompaktklasse mit den mittlerweile üblichen Bildschirmlandschaften ist, deren Form im Zusammenspiel von Pininfarina und dem ehemaligen VW-Designchef Murat Günak entstand. Aber auf den zweiten Blick ist der Viertürer vor allem ein Rechner auf Rädern, der mit einer…

Marktbetrachtung: Fahrzeuge mit einem Neupreis von 30.000 bis 40.000 Euro


Von Minicar bis Mittel­klasse

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Was bekommt man für 30.000 bis 40.000 Euro? Grundsätzlich eine ganze Menge! Von Minicar bis Mittelklasse warten in diesem Preissegment mehr als 1.700 verschiedene Modellversionen von 34 Herstellern auf einen Käufer. Wer diese Summe ausgeben möchte, hat wahrlich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten auf dem Neuwagen-Gebiet. Benziner, Diesel, Hybriden und auch reine Stromer, alles ist dabei.

Allerdings findet man sich auch ganz schnell in der Zwickmühle wieder. Verzicht üben zugunsten hoher Motorisierung und Ausstattung und dafür viel Image einkaufen? Dann stehen Audi, BMW und Mercedes parat. In der Mittelklasse dieser Preiskategorie beginnen die Preise beim 150 PS starken Škoda Superb Combi mit 31.240 Euro. Die 3er-Reihe von BMW kostet einige Tausend Euro mehr. Der 156 PS starke 318i beispielsweise kostet 37.750 Euro. Ausgewählte Fahrzeuge der sogenannten Golfklasse und aus dem Reich…

Verbrauchswerte: Obere Mittelklasse/Luxusklasse


Jaguar und Polestar können den deutschen Premiumherstellern das Wasser reichen

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Das Angebot in der oberen Mittelklasse und Luxusklasse ist recht überschaubar. Derzeit werden in Deutschland rund 350 verschiedene Modellversionen von elf Herstellern angeboten. In Sachen Neuzulassungen spielen eindeutig die deutschen Premiummarken Audi, BMW, Mercedes und Porsche die wichtigste Rolle. So wurden in den ersten elf Monaten vom KBA rund 71.670 Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und 22.210 Exemplare der Luxusklasse neu zugelassen. Aber auch Importwagen wie Polestar 1 (Produktion ausgelaufen), DS 9, Lexus ES und LS…

Nissan Bluebird: Comeback als E-Unikat


Moderner Antrieb im Retro-Gewand

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Wer ihn sieht, erwartet im Inneren vielleicht einen Schaltknüppel, ein spartanisches Cockpit und andere typische Auto-Features der Achtziger: Ein typisches Stufenheckmodell eben, wie sie damals zuhauf das Straßenbild prägten. Eines von Nissan.

Tatsächlich hatte der Bluebird sogar schon 26 Jahre hinter sich, in verschiedenen Generationen, immer unter dem Namen Datsun laufend, als er nach der Markenübernahme durch Nissan ins dortige Modellprogramm übernommen wurde, wiederum aktualisiert. Auf den zweiten Blick weist die Karosserieform auf diese Zeiten in der Nissan-Historie hin. Aus dem Bluebird, dem blauen, wurde der Newbird, der neue Vogel. Das Einzelstück hat den vollelektrischen Antriebsstrang des Leaf. Den Unterschied zum Verbrenner-Bluebird mag man zunächst nicht merken,…

Renault: Comeback des R5 in Sicht


Der „kleine Freund“ kommt zurück

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Als „kleiner Freund“ wird er bei seinem Marktstart beworben. Der Werbe-Name ist Programm: Mit dem Renault 5 will der Hersteller 1972 ein Auto etablieren, das sich im Alltag vielfach bewährt, übersichtliche Kosten mit sich bringt und dabei etwas mehr Komfort bietet als der Renault 4. Der ist seinerzeit seit gut zehn Jahren im Programm, beliebt, aber auch recht spartanisch.

Mit Stoßfängern aus Kunststoff statt klassischer Stoßstangen und hochkant gesetzten Rückleuchten zugunsten einer besonders großen Heckklappe geht man mit dem 3,51 Meter kurzen Auto im Design neue Wege, ist damit der Zeit voraus. Genau in die Zeit passend werden aber knallbunte Außenfarben, etwa in Grün und Orange, angeboten. Der kleine Freund ist zwar ein Brot-und-Butter-Auto – trist aussehen soll er deshalb aber auf gar keinen Fall. Das kommt beim Publikum gut an. So gut, dass…

Neue Wege bei Verkauf und After-Sales-Geschäft


Wird alles anders?

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Immer mehr neue Automarken drängen auf den deutschen Markt. Gleichzeitig ändern sich auch die Vertriebs- und Servicewege. Viele gehen weg von flächendeckenden Markenhändlern und -werkstätten. Direktvertrieb wird ebenso favorisiert wie Miet- und Sharing-Angebote und die Kooperation mit externen Partnern im After-Sales- und Werkstattbereich. Heißt: Autofahrer*innen können sich auf eine Vielzahl an Modell- und Mobilitätsangeboten einstellen.

Vorreiter dieser Entwicklung am Markt war Tesla, die 2014 mit reinen Elektrofahrzeugen in Deutschland debütierten und aktuell mit Model 3, Model S, Model X und Model Y am Markt sind. Die Modelle des US-Herstellers konnten zunächst nur via Internet bestellt werden. Autohäuser im klassischen Sinn unterhält Tesla nicht, aber mittlerweile ist der Vertrieb in Deutschland auch über einen der 27 Tesla-Shops oder der 16 Tesla-Service-Center möglich. Sofern kein Service-Center in der Nähe ist, können…

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