Auto

Porsche Design


Fernab der Metropolen

0

Ferdinand Alexander Porsche (1935-2012) war offenbar ein pragmatischer Mann. Nicht nur, dass der Vater der legendären 911-Silhouette nach der Entscheidung für den Rückzug der Familie aus dem operativen Porsche-Geschäft Anfang der 1970er kurzerhand sein eigenes Designstudio eröffnete. Obwohl ganz und gar ein Petrolhead, war ihm auch sehr schnell die Fahrerei zu viel. Warum also in Stuttgart bleiben und arbeiten, wenn er sein Zeichenbrett auch in Zell am See aufstellen kann, fragte sich Porsche und verlegte nur zwei Jahre nach der Gründung von F. A. Porsche seinen Sitz dorthin, wo die Familien Porsche und Piëch seit dem zweiten Weltkrieg ihre Wurzeln haben. In Sichtweite des legendären Schüttgutes, des zum Familiensitz aufgerüsteten Bauernhofes, siedelte er 1974 sein Studio an und brach so mit einem weit verbreiteten Vorurteil über Designer.

Ein bisschen Abstand zum Auto kann bei ihrem Geschäft auch nicht schaden. Das Gros der Arbeit entfällt auf andere Produkte: „Wir machen alles von medizinischen Geräten über Accessoires bis hin zu Yachten“, sagt Hausherr Roland Heiler und lässt den Blick über ein Regal schweifen, in dem man neben dutzenden Sonnenbrillen oder Tabakpfeifen sogar Bohrmaschinen im Porsche-Design findet. Und wenn er durch den Ort läuft, dann sieht er sogar eine Seilbahn im Porsche-Design. „Das ist das…

Marktbetrachtung: Sportcoupés mit 300 PS und mehr


Wertverhalten höchst unterschiedlich

0

Flott in den Fahrleistungen und leistungsstark sind Sportcoupés. Zumindest jene, die in dem relativ kleinen Segment sportive Ansprüche erfüllen. Das Platzangebot dieser Fahrzeuge ist zwar meist eingeschränkt, dennoch wurden im vergangenen Jahr fast 40.500 Sportwagen neu zugelassen. Das waren im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum knapp vier Prozent mehr Zulassungen in dieser Klasse. Das Segment hatte schon immer etwas Wechselhaftes, was zum einen am Zeitgeist liegt, der sich verändert und wechselnde Trends verursacht – wie beispielsweise…

50 Jahre Range Rover


Königlicher Kraxler

0

Es war eine Flotte von elegant gezeichneten Velar-Prototypen, mit der die Range-Rover-Geschichte vor einem halben Jahrhundert begann. Heute ist es erneut ein Modell namens Velar, mit dem die Land-Rover-Submarke ihren Nimbus als Designikone festigt und mit dem sie nach dem kompakten Evoque und dem leistungsstarken Range Rover Sport die mittlerweile vierte Bestseller-Baureihe etabliert hat.

Das Erfolgsgeheimnis von Range Rover? Die Kombination von Komfort und unverwechselbaren Formen mit modernster Allradtechnik für stilvolle Fahrten durch Staub und Schlamm. Wirklich majestätischen Glanz und Glamour entfaltet aber allein der klassische, große Range Rover, der für das englische Königshaus eine Idealbesetzung ist als Paradefahrzeug bei Truppenabnahmen und Staatsempfängen. Noch immer ist Land Rover als einziger Automobilhersteller im Besitz aller drei »Royal Warrants« – sprich Hoflieferant für die Queen, den Herzog von Edinburgh und den…

60 Jahre Volvo PV 544


Bitte anschnallen!

0

Er war nicht wirklich neu, dieser zweitürige Fastback im Vorkriegsdesign und doch wurde plötzlich alles anders durch diesen Volvo. Dreipunkt-Sicherheitsgurte, mit dieser lebensrettenden Sicherheitsinnovation fuhr der vor 60 Jahren vorgestellte „Buckel-Volvo“ PV 544 als erstes Serienauto der Welt vor. Ein solches Rückhaltesystem kannten Autofahrer damals allenfalls aus Flugzeugen, aber dort nur in Zweipunktform. Tatsächlich verdankte auch Volvo die bahnbrechende Idee des mit einer Hand bedienbaren Dreipunktgurtes der Aeronautik. Arbeitete doch Nils Bohlin, der Entwickler des…

Salü, Bye-Bye und Tschüss


Auto-Abschiede im Film und TV

0

„Salü“ hieß die Serie, mit der Renault den R4 in Deutschland auslaufen ließ. Ein Name mit einem guten Schuss Sentimentalität, die der besonderen Rolle des Kleinwagens für den Hersteller Rechnung trägt. Zumeist verlaufen die Abschiede von einem Kleinwagen in der Realität, aber sogar in Film und Fernsehen weitaus weniger sentimental.

Bei Angelika »Angi« Schumann ist es schlicht die HU, der ihr geschätzter VW Käfer zum Opfer fällt. „Nur den Aschenbecher müssen wa nich erneuern“, berlinert der Kfz-Meister ihres Vertrauens bei einer Inspektion. Eine Szene, die auch 35 Jahre nach der Erstausstrahlung in den regelmäßigen Wiederholungen von „Ich heirate eine Familie“ für Lacher sorgt. Ehemann Werner nimmt den Abschied von seinem Porsche zugunsten eines Gebrauchten der oberen Mittelklasse schon schwerer, aber gelassen. So ist das –…

Klein und groß auf koreanisch


von der Kunst der Modellvielfalt

0

Wenn ein Automobilkonzern seine Modelle plant, herrscht Hochspannung bei den Verantwortlichen. Legt man ein großes SUV auf Kiel oder doch eher einen Kleinwagen? Bleibt man bei der Designlinie oder geht man völlig neue Wege? Oder dampft man die Modellpalette kräftig ein und konzentriert sich auf das Wesentliche? Besondere Würze bekommt die Aufgabe dadurch, dass man für drei, vier oder fünf Jahre im Voraus plant. Was dann wirklich State of the Art ist, kann ja niemand wirklich wissen. Klar ist jedoch für die meisten Hersteller, dass es einen Kleinwagen geben muss und auch ein sportliches, nach Möglichkeit hochmotorisiertes Auto – und sei es nur, um Kompetenz und Stärke zu demonstrieren.

Eine recht umfangreiche Vielfalt bei den Fahrzeugmodellen hat der koreanische Hersteller KIA am Markt. Peter Schreyer, die Design-Ikone, durfte sich hier richtig austoben – mit großem Erfolg, wie man weiß. Wenn man bei KIA, mit allem Respekt, unten anfängt, landet man beim Picanto. Der Stadtflitzer, wie er in der Kommunikation von KIA bezeichnet wird, hat sich kräftig gemausert. In der dritten Generation am Markt, macht eine Tour mit der Variante GT Line richtig Spaß. Wirklich…

1 2 3 43