Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Kultur

Die Walt Grace Gallery in Miami: Cars & Guitars


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Geld allein macht auch nicht glücklich. Zumindest nicht, wenn man dafür sich selbst und seine Ideale an die Werbeindustrie verkaufen muss. Das jedenfalls ist eine Erkenntnis, die den Amerikaner Bill Goldstein irgendwann beschlichen hat, nachdem er Million um Million scheffelte und trotzdem immer weniger Spaß am Leben hatte, weil ihm die Zeit für die Dinge fehlte, die ihm wirklich wichtig waren: Seine Familie, seine alten Gitarren und seine Oldtimer. Deshalb brauchte es nur noch einen…

50 Jahre »Aktenzeichen xy … ungelöst«


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Eine Studentin, Mitte 20, verschwand 1984. Es wurde von einem Tötungsdelikt ausgegangen, es gab sogar ein Geständnis. 2015 klärte sich durch eine Verkettung von Ereignissen das Ganze auf: Die junge Frau war untergetaucht, hatte ein neues Leben begonnen und achtete sorgfältig darauf, dass ihre Spur nicht verfolgt werden konnte. Inzwischen Mitte 50, gab sie zu, ihr Verschwinden seinerzeit so geplant zu haben, dass alles auf ihre Tötung hindeutete. Warum sie diesen extremen Lebensweg wählte und…

40 Jahre Saragossa Band


Von Big Bamboo bis Zabadak

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Kennen Sie Papamiento? Ok, mit drei oder vier Antworten zur Auswahl wäre das eine ideale Quizfrage. Aber auch wenn Sie dieses Wort jetzt zum ersten Mal lesen, kennen Sie höchstwahrscheinlich ein Lied, das damit eng verbunden ist. „Big Bamboo“, der erste große Hit der Saragossa Band, war in Papamiento, dem karibischen Dialekt, verfasst. Aus den Radios tönte es 1977 so lange, bis man es – seien wir ehrlich – eine Zeitlang nicht mehr hören mochte.…

Claus Theo Gärtner


Ein Mann mit vielen Facetten

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Mit Peter Sattmann hat er Theater gespielt. Mit Nick Mason von Pink Floyd ist er Rennen gefahren. Ach ja, ganz bürgerliche Berufe hat er auch ausgeübt, z. B. eine Lehre als Klempner begonnen. Mögen alle Eltern, die ihren Kindern zu Recht sagen müssen „Bring zu Ende, was Du anfängst“, mal eben diesen Satz überlesen: Wäre Claus Theo Gärtner dabei geblieben, es hätte ein großes Publikum um Jahrzehnte spannender Fernsehabende gebracht.

Denn: Seine bekannteste Rolle, als Privatdetektiv Josef Matula, ist schließlich quasi sein alter ego geworden. Kein Wunder, dass er seine jüngst erschienene Autobiographie mit „Matula, hau mich raus“ überschreibt. Ein herrlich doppeldeutiger Titel: Denn ein Haudrauf im wörtlichen Sinn war er ja. Aber einen Unschuldigen aus einem Mord- oder anderem Verdacht raushauen, das kann man nur metaphorisch, durch den Beweis seiner Unschuld. Dafür war Josef Matula prädestiniert, der raubeinige, selten um einen Spruch verlegene, chronisch…

Der King ist zurück


… oder zumindest sein Auto

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Na gut, es ist nicht wirklich so, dass Elvis wieder unter uns weilt. Aber das Auto, das er als GI bei seinem Militärdienst in Deutschland fuhr, wurde gefunden und restauriert. An sich hört sich das erstmal wenig spektakulär an. Doch das Auto ist ein BMW 507, also ein Fahrzeug, das mit nur etwa 250 produzierten Exemplaren eh schon so selten und begehrt wie eine blaue Mauritius ist.

Doch zurück auf Anfang. Elvis leistete seinen Wehrdienst 1958/59 in Bad Nauheim ab. Um es auf den deutschen Straßen stilecht krachen zu lassen, kaufte er sich eines der sehr teuren Roadster Cabrios des Typs 507, die BMW gerade auf den Markt brachte. Sein Exemplar mit der Fahrgestellnummer 70079 war perlweiß lackiert. Jedoch verblieb diese Farbe nicht lange auf dem Fahrzeug, denn der King hatte ein handfestes Problem. Seine immense Beliebtheit insbesondere bei den „deutschen Fräuleins“…

In memoriam Kommissar Schimanski


Rohe Eier zum Frühstück – und andere Spleens

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Wenn man 15 ist, fangen die Eltern an, schwierig zu werden. Mein 15. war nur noch Monate entfernt, als zur besten Sendezeit im Fernsehen ein Kommissar debütierte, über den sich damals nicht nur Eltern entrüsteten. 1981: Im Hintergrund die Shangri-Las mit „Leader Of The Pack“, im Bild ein zottelig aussehender Mittvierziger, dessen Wohnung peu à peu sichtbar wurde und Zuschauer zur Sagrotanflasche greifen ließ. Denn was man da sah, würde man später „Messiebude“ nennen. Zwei rohe Eier zum Frühstück – mehr gaben die Vorräte nicht her. Und dann die Sprache dieses Horst Schimanski. Okay, es mochte ja in „Duisburg-Ruhrort“ – so hieß die „Tatort“-Premiere des Neuen – handfest zugehen. Aber musste deshalb jenes Four-Letter-Word, das mit Sch… anfängt, derart inflationär verwendet werden?

Es musste. Horst Schmimanski (eine maßgeschneiderte Rolle für Götz George) eroberte die Zuschauer am Bildschirm wie im Film die Frauen. Wie sagte die eine im charmantesten französischen Akzent? „Schimanski, je t’aime – Kotzbrocken!“ Weil er war, wie er war. Rau, ungezügelt und dabei, vor Irrtümern keineswegs gefeit, in seinem Beruf doch nicht zu toppen. Ein alter Citroën CX war vielleicht das Wertvollste, was er besaß. In Sachen, denn Schimanskis Grips als Reichtum zählt ja nicht…

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