Technik

Vorsicht, Ermüdung!


Elektronische Helfer gegen eine unterschätzte Gefahr

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Ab 2022 pflicht in allen in der EU zugelassenen Neuwagen Der Fahrer wird gleich zweifach gewarnt: Neben einem akustischen Signal weist ihn eine Kaffeetasse im Display darauf hin, dass eine Pause dringend erforderlich ist. Zuvor haben über 70 Parameter den Zustand des Fahrers überwacht und ausgewertet. Gewarnt wird, wenn das System drohende Müdigkeit erkennt, der Ernstfall aber noch nicht eingetreten ist. Der Aufmerksamkeitsassistent, hier am Beispiel des ATTENTION ASSIST von Daimler, soll gegen eine immer…

100 Jahre Opel-Werksbahn


Von der Dampflok zur knallgelben Flotte

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AUF ÖFFENTLICHEN GLEISEN WERDEN DIE WAGGONS VON DER DB ÜBERNOMMEN 1920 waren es schwarze Dampfloks, die ihren Weg über die Gleise fanden. 100 Jahre später besteht die Flotte der Opel-Werksbahn aus zwei Henschel DHG 500 C, zwei MaK G 321 B und einer O&K MB 10 N. In Kaiserslautern sind drei weitere O&K-Loks stationiert. Die Anfänge der Werksbahn reichen bis 1918 zurück. Damals nahm Carl von Opel 1918 mit der »Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen…

»Car2X« für mehr Sicherheit


Das Auto kommuniziert

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Zahlreiche Studien haben es schon belegt: Vielen Autofahrern ist das Alleinsein während der Fahrt wichtig – das Auto als abgekapselter Raum, ein in sich geschlossenes System. Zumindest fühlt es sich so an. Denn inzwischen ist das Auto eng mit seiner Umwelt vernetzt. Nicht nur, weil es dank Online-Zugang ständig mit neuen Informationen und Daten gefüttert wird. Sondern auch, weil es langsam anfängt, mit anderen Autos und der gesamten Infrastruktur zu kommunizieren.

Das Schlagwort heißt Car2X-Kommunikation, gesprochen Car-to-X – also »Auto-zu-X«. Wobei X für die gesamte Infrastruktur steht – also andere Autos, aber auch Ampeln, Baustellen und ähnliches. Womit wir schon mitten im Thema sind. Zukünftig, so die Idee der Entwickler, sollen sich Autos zum einen untereinander unterhalten können. So können zum Beispiel sicherheitsrelevante Informationen ausgetauscht werden: Wenn ein Fahrzeug mithilfe seiner ESP-Sensoren Glatteis erkennt, kann es andere Autos direkt warnen. Es kann aber den anderen…

Autos, Kaffeemühlen und Schuhsohlen


Wenig bekannt: Die weiteren Produkte von Autoherstellern

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Autohersteller und auch Zulieferer können oft auf eine lange Geschichte zurückblicken. Nicht immer waren Autos die ersten Produkte, die hergestellt wurden. So fing etwa Opel mit Nähmaschinen an, Mazda mit Kork, und ŠKODA wurde zunächst mit Fahrrädern bekannt. Nicht alle Hersteller konzentrierten sich über die Jahre hinweg auf die Automobilproduktion.

Flugzeuge von Honda So stellt Honda Autos und Motorräder ebenso her wie Rasenmäher und – Flugzeuge! Deren Bau ist ein recht neues Geschäftsfeld für Honda. Aus Anfängen in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich seit den 2000er-Jahren die Produktion von Business Jets für bis zu sieben Personen entwickelt. Nach Verzögerungen bedingt durch Probleme bei der Triebwerksanordnung erfolgte die Zulassung des Honda Jets durch die amerikanische Luftfahrtbehörde Ende 2015. Drei Jahre später stellte Honda eine…

Weitgereiste Douglas Blue Chief


Das Motorrad von 1934 stand lange Jahre in Südafrika im Museum

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Vorkriegsmotorräder sind technisch hochinteressant – dokumentieren sie oft interessante Details, die man zu jenem Zeitraum noch nicht vermutet hätte. So baute zum Beispiel die belgische Firma FN vor über 100 Jahren Motorräder mit Kardanwelle, und ab 1914 konnte man Indian aus den USA mit elektrischem Starter und elektrischer Beleuchtung kaufen.

Doch auch die persönliche Geschichte der meisten Motorräder ist richtig spannend. Wie die der Douglas Blue Chief, Baujahr 1934, von Wolfgang Döppner. Die hat er erst im November vergangenen Jahres gekauft. Und zwar in Dänemark. Doch sie war nicht etwa direkt aus Bristol/England in das skandinavische Land gekommen. Vielmehr stand die Douglas Blue Chief 500 bis zum Ende der Apartheid in Südafrika in einem Museum. Wie und wann sie dahin kam, ist nicht bekannt. „Nach…

Autopioniere im Südwesten


verrückt, verpönt, vergessen:

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1945 – Kriegsende. Es keimt Hoffnung im zerstörten Deutschland. Die Menschen sehnen sich nach Freiheit, nach Mobilität. Es schlägt die Stunde von Technikern, Ingenieuren, oft kommen sie aus der Flugtechnik. Als die Großen der Branche Anfang der Fünfziger den Automarkt wieder beherrschen, müssen die Außenseiter aufgeben. Ihre Verdienste allerdings sind für die Ewigkeit

  Verrückt, verpönt, vergessen – das gilt nicht nur für Gottlob Espenlaub (KÜS Magazin 62), sondern auch für eine der vielseitigsten und schillerndsten Persönlichkeiten der württembergischen Automobilgeschichte: Egon Brütsch, kein Automobilkonstrukteur, kein gelernter Ingenieur. Brütsch ist Sprössling eines reichen Textilfabrikanten aus Stuttgart. Man kennt ihn, als Rennfahrer, der mit seinem Maserati für wichtige Wettbewerbe trainiert, mitten in der Stadt, oft mitten in der Nacht. Um das Hobby zu finanzieren, tauscht Brütsch Damenstrümpfe aus der väterlichen…

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