Technik

Das Automobil im historischen Wandel


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Fünf Liter Ligroin kaufte Bertha Benz in einer Apotheke: So hieß 1888 der Stoff, der dem Automobil die Kraft gab, sich fortzubewegen, Kraft-Stoff im wörtlichen Sinn. Damals war noch nicht abzusehen, wie selbstverständlich dieses Automobil einmal im Alltag werden sollte. Und wie faszinierend auf Rennstrecken.

Ihren Mann Carl hatte Bertha Benz gar nicht erst über ihr Vorhaben informiert: seine Erfindung, den Mercedes-Benz-Patentwagen, für eine Ausfahrt zu nutzen. Zur Motorkühlung wird bei jeder Gelegenheit Wasser geholt, notfalls auch aus dem Straßengraben. Zwei größere Reparaturen werden auf dem Weg von Mannheim nach Pforzheim notwendig. Die verstopfte Benzinleitung befreit Bertha Benz mit ihrer Hutnadel, die kaputte Zündung repariert sie mit ihrem Strumpfband. Und weil die Bremsklötze schnell verschleißen, lässt sie diese auf der…

Suzuki und SkyDrive: Fliegende Taxis für 2025


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Drei Personen können auf rund 15 Kilometern in der Luft befördert werden. Ermöglichen soll dies der Multikopter des auf »fliegende Autos« spezialisierten Unternehmens SkyDrive.

Solche »fliegende Autos« sind eines der am schnellsten wachsenden Segmente im ohnehin vielfältigen Mobilitätsangebot unserer Zeit. Im Rahmen einer Kooperation von Suzuki und SkyDrive sollen sie im Suzuki-Werk in Shizuoka gebaut und bei der Weltausstellung im japanischen Osaka bereits 2025 für viele Passagiere eingesetzt werden. Ein bemannter Multikopter wurde bereits in der Stadt auf der Insel Honshu getestet. Mit dem Bau der Flugtaxis soll im Frühjahr 2024 begonnen werden, ein dreisitziges, elektrisch angetriebenes Leichtflugzeug, das…

Aktiv in die richtige Sitzposition


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In den wichtigen Sekundenbruchteilen vor einem Unfall noch einen Sicherheitsnutzen bieten: Das verspricht ZF für einen neuen, vernetzten Sicherheitsgurt. Dann bringt er die Fahrzeuginsassen aktiv in die richtige Sitzposition und fixiert sie dort so gut wie möglich.

Die wesentliche Neuerung dabei ist der elektromechanische Gurtstraffer ACR. Er kann, so verspricht ZF, auch Gurtlose aufnehmen (also den nicht anliegenden Teil des Sicherheitsgurts), durch Vibrationen am Gurtband den Fahrer alarmieren und auf diese Weise bis zu einer Sekunde Reaktionszeit herausholen. Der neue Ansatz sieht die Sicherheitssysteme Gurt und Airbag Hand in Hand arbeitend. Der Sicherheitsgurt hält den Körper zunächst zurück, gibt ihn aber in den Sekundenbruchteilen nach einem Aufprall frei, bis das Luftkissen den…

High-Tech für den Transport von Kolossen


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Enge Metropolen, Wüsten oder eisige Kälte: Schwerlasttransporter bewegen weltweit Kolosse wie Baumaschinen, Schiffe oder Space Shuttle. Um Verschleißrisiken des Materials und Installationsaufwand vor Ort zu reduzieren, ist eine extrem robuste Verbindungstechnik nötig. Kamerasysteme helfen beim Überwachen.

Das Space Shuttle »Endeavour« Nach 25 Missionen im Orbit war für das US-amerikanische Space Shuttle „Endeavour“ Schluss: Das »Wunder der Technik« wurde in das California Science Center im Süden von Los Angeles gebracht. 68 Tonnen schwer, 24 Meter breit und 38 Meter lang waren vom Airport L.A. zum Zielhangar zu bewegen. Beinahe 20 Kilometer durch die dichtbesiedelte Weltstadt. Der ungewöhnliche Transport dorthin war nur möglich mit einer speziellen Logistiklösung. Die TII Group (Transporter Industry International)…

Gesichtserkennung und Fingerabdruck statt Autoschlüssel


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Keyless Entry: So heißen die Systeme, mit denen man ins Auto gelangt und die den herkömmlichen Autoschlüssel abgelöst haben. Noch weiter geht der japanische Autohersteller Genesis. Er setzt im neuen GV60 dafür eine Technologie ein, die beim Smartphone schon selbstverständlich ist: „Face Connect“ – Gesichtserkennung und Fingerabdruck.

Die einmalige Anmeldung läuft mittels Benutzerprofilaufnahme. Dafür sind tatsächlich noch zwei Schlüssel nötig. Aber diese Smart Keys braucht man nur einmal. Man klickt sich in ein paar einfachen Schritten durchs Einstellungsmenü auf dem Bildschirm, steigt aus, um sein Gesicht von der Kamera aufnehmen zu lassen und gibt dann – wieder zurück auf dem Fahrerplatz – den Fingerabdruck ein. Diese Gesichts- und Fingerabdruckerkennung ist für zwei Personen pro Fahrzeug möglich. Danach sind die Daten einzig im…

Knicklenker: Gute Wendigkeit auf kleinem Raum


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Knicklenkung? Damit bieten land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge optimale Wendigkeit auf kleinem Raum und ermöglichen effizientes Arbeiten, auch am Steilhang. In Kleinserien wurden allerdings ausschließlich Geräteträger von Fendt und Unimog von Mercedes-Benz zu Knicklenkern umgebaut und zwei dieser extrem seltenen Maschinen – ein Fendt GT 360/S und ein Uniknick UK 60 – fahren heute in der Oberpfalz.

Fendt baute 1984 die Geräteträger Baureihe GT/GTA 300 und entwickelte dafür eine Knicklenkung – der Umbau wurde allerdings der Spezialmaschinenfirma Tünnißen & Stocks im westfälischen Neukirchen-Vluyn überlassen. Auf fünf komplett angelieferte Kommunalfahrzeuge 360 GT mit luftgekühltem, 44 kW/60 PS starkem Deutz-Dreizylinder und Hinterradantrieb wurden 1991 nach Kundenwünschen von Werner Tünnißen selbst gefertigte oder Original-Fendt-Neuteile montiert. Das 21/6 Getriebe bekam einen Nebenantrieb und die elektrisch zuschaltbare Vorderachse stammte vom Allrad-Modell 365 GT. Für die Knicklenkung wurde…

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