Technik

Gottlob Espenlaub


Verrückt, verpönt, vergessen.

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1945 – Kriegsende. Es keimt Hoffnung im zerstörten Deutschland. Die Menschen sehnen sich nach Freiheit, nach Mobilität. Es schlägt die Stunde von Technikern, Ingenieuren, oft kommen sie aus der Flugtechnik. Sie grübeln, wie man mit möglichst geringen Mitteln Fortbewegungsapparate auf die Räder stellen kann. Für viele ist es pure Not. Nach Ende des Krieges wollen sie Fuß fassen, auf einem jungen, kaum eroberten Markt.

Eifrig tüfteln sie am ehrgeizigen Ziel, in die durch den Krieg klaffende Lücke der brach liegenden Automobilproduktion zu stoßen. Jeder von ihnen will Automobilproduzent werden, von Rang und Ruhm. Nur wenigen gelingt es am Ende. Als die Großen der Branche Anfang der 50er-Jahre den Automarkt wieder beherrschen, müssen die Außenseiter aufgeben. Ihre Verdienste allerdings sind für die Ewigkeit. Ohne jeden Plan, lediglich dem Instinkt folgend Verrückt, verpönt, vergessen – das gilt in besonderer Weise für…

Alt Opel IG feierte 50. Geburtstag der K-A-D B-Modelle


»Anspruch ohne Übertreibung«

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Die letzten »Großen Opel« mit den Traditionsnamen Kapitän, Admiral und Diplomat wurden ab 1969 als B-Generation produziert. Eckart Bartels, Referent für Produkt und Firmengeschichte in der Alt-Opel Interessengemeinschaft e. V. lud für die Typgruppe K-A-D B zum 50. Geburtstag der letzten Evolutionsstufe dieser Klassiker nach Marienbad ein. Mit 43 Oldtimern feierten 85 Gäste aus sieben Nationen fünf Tage lang in der Tschechischen Republik unter dem legendären Motto »Anspruch ohne Übertreibung«.

— Sitzen wie ein Kaiser – steuern wie ein Rennfahrer. — Ursprünglich war für die Jubiläumsveranstaltung an Nizza gedacht, weil dort im Frühjahr 1969 die Pressevorstellung stattfand. Weite Anreise, hohe Hotelkosten und keine sichere Unterbringung der wertvollen Fahrzeuge sprachen aber schnell dagegen. In Marienbad dagegen bestach das Grand Hotel Falkensteiner nicht nur durch ausreichende Zimmerzahl, Wellnessbereich mit eigener Heilquelle und abwechslungsreiche Küche, sondern vor allem auch durch die einzige Hotelgarage des Kurortes mit 80 Stellplätzen.…

Die Porsche-Akademie in Poznań


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Als Karosse bezeichnen Experten den kompletten Aufbau eines Fahrzeugs. Selbsttragende Karosserien sind zugleich das Grundgerüst eines Autos. Das weiß auch Porsche und schult seine Experten im polnischen Poznań.

Autobauer setzen viel Energie und Investitionen in den Karosseriebau. Selbstverständlich auch Porsche. In seinem Zentrum im polnischen Poznań werden Karosserie-Experten systematisch auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Universitätsstadt, auf halber Strecke zwischen Berlin und Warschau gelegen, ist Metropole von Industrie, Handel und Forschung.  In diesem Umfeld fühlt sich Porsche wohl und gründete eine Schulungsakademie von Volkswagen in Poznań. Und nicht nur für Polen, sondern für sämtliche Länder Ost- und Mitteleuropas. Porsche Poznań musste…

Mehr Sicherheit der Mobilität durch moderne Technik?


7. Symposium des Deutschen Instituts für Qualitätsförderung e. V. (DIQ)

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„Mehr Sicherheit durch moderne Technik? Die Auswirkungen moderner Technologien auf das Unfallgeschehen unserer Straßen“: Der Titel des 7. DIQ-Symposiums, das am 29. September 2017 in Frankenthal/Pfalz stattfand, barg Zündstoff. „Gerade was dieses hochaktuelle Thema betrifft, müssen wir Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und die richtigen Lösungsansätze aufzeigen“, umriss Prof. Dr.-Ing. Peter König von der Hochschule Trier, der Leiter des DIQ-Symposiums, die Tücken der Thematik.

Einig waren sich alle Experten, dass sich die Fahrzeugtechnik in einer Umbruchphase befindet. Elektrifizierung und Leichtbau, aber auch komplexe Fahrassistenzsysteme und autonomes Fahren bewirken Umwälzungen, deren Folgen zurzeit noch schwer abschätzbar sind. Wo liegen zum Beispiel die Grenzen moderner Fahrassistenzsysteme? Bringen sie tatsächlich ein Plus an Sicherheit in die mobile Welt? Wie verhalten sich die Batterien von Elektroautos bei einem Verkehrsunfall? Und welche Auswirkungen auf unser Mobilitätsverhalten haben neue Assistenzsysteme, Antriebstechnologien und Fahrzeugkonzepte überhaupt? „Wie…

Wie tickt Ihr Motor?


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In den 80er-Jahren war die Motorenwelt noch in Ordnung. Wer sich für einen konservativen Mercedes 200 (Modell W124) entschied, bekam einen Benziner mit Steuerkette. Die sorgte dafür, dass die Nockenwelle mit der Kurbelwelle verbunden ist und so ein Leben lang die Ventile zum rechten Zeitpunkt öffnet und schließt. Das muss sein, um das Benzin-Luftgemisch ordnungsgemäß zu veratmen. Ein Fiat Panda aus dem gleichen Jahr hatte ebenfalls eine Steuerkette. Die leierte über die Jahre aus und rasselte fröhlich vor sich hin. Kein Problem, der Italiener lief trotzdem weiter.

Kostenintensiver ist es damals, einen BMW 520i (Modell E28) zu chauffieren. Dessen Reihensechszylindermotor wird über einen Zahnriemen angetrieben. Zahnriemen oder auch Steuerriemen sind meist aus Kautschuk. In den Zähnen sind Gummi, Chloropren-Kautschuk, Hydrierter Acrylnitrilbutadien-Kautschuk (HNBR) oder Kunststoff (Polyurethan) verarbeitet. Logisch, dass so ein Ding irgendwann ausleiert oder reißt. Nach maximal 120.000 Kilometern muss der Zahnriemen gewechselt werden. Wenn er reißt, schlagen die Ventile auf die Kolbenböden. Ein kapitaler Motorschaden ist fast immer die Folge. Gut…

ZF: Unfälle vermeiden, statt ihre Folgen zu mindern


Digitaler Schutzengel

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An dieser hehren Vorgabe arbeiten seit vielen Jahren nicht nur Hersteller von Automobilen, sondern auch renommierte Zulieferer. Mal im technisch-wissenschaftlichen Verbund mit der Autoindustrie, oft aber auch mit eigener Forschung und Entwicklung. Besonders hervorgetan hat sich auf diesem Gebiet der Friedrichshafener ZF-Konzern mit einem eigens entwickelten System.

„X2Safe“– so nennt sich der digitale Schutzengel – ist ein selbst lernendes Sicherheitssystem. Eines, das in der Lage ist, Fußgänger oder Radfahrer in unmittelbarer Nähe eines herannahenden Fahrzeugs zu erkennen, dessen Fahrer aber gar nicht ahnt, was auf beide Parteien in kürzester Zeit zukommen wird. Ein ziemlich heftiger Crash nämlich, der böse enden kann. Wie funktioniert so etwas? Wie kann man die so unterschiedlich agierenden Verkehrsteilnehmer nicht nur digital miteinander vernetzen, sondern sogar deren denken…

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