Praxis

Ursachen für den Knall


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Wer zu schnell ist, mit Alkohol oder Drogen am Lenkrad erwischt wird, den erwartet nicht nur eine saftige Strafe, sondern auch ein Eintrag ins Zentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes, kurz KBA. Während Geschwindigkeitsdelikte sich im letzten Jahr auf hohem Niveau «stabil» zeigten und Alkoholauffälligkeiten leicht abnahmen, stiegen die Drogenverstöße an.

Nach Flensburg kommt man schnell – vor allem, wenn man zu schnell unterwegs ist. Dann nämlich landet man im Zentralregister des KBA. Von insgesamt geschätzten 53,5 Millionen Führerscheininhabern, so die Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), sind im Flensburger Zentralregister gut 8,8 Millionen Personen registriert. Geschlechterspezifische Unterschiede sind deutlich zu erkennen: Männer (78,3 %) übertreten deutlich häufiger das Gesetz als Frauen (21,7 %). Das vermeintlich «starke Geschlecht» nimmt es auch mit dem Zählen bereits getrunkener…

Weltenbummler – Car-Sharing mal anders


100 Freunde teilen sich im fliegenden Wechsel drei Mercedes Vario und bereisen die Welt von Argentinien bis Vietnam oder Nepal.

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Auf Neudeutsch bedeutet Car-Sharing die Möglichkeit, ein Auto zwar nicht zu besitzen, wohl aber zu benutzen. So gesehen, betreiben die 100 Freunde um den Bremer Gestalttherapeuten Uwe Richter nichts anderes – nur liegen die Übergabeorte in Buenos Aires, Damaskus oder auch Ho-Chi-Minh-Stadt.

Denn jedes Mitglied dieser ungewöhnlichen Clique bucht im fliegenden Wechsel Abenteuer auf Zeit, einen Reiseabschnitt auf Touren rund um die Welt, was, nebenbei bemerkt, schon so manchen Zöllner an der Grenze zur Verzweiflung getrieben hat. Vor allem, wenn Fahrzeuge in den Pässen eingetragen waren. Drei Mercedes Vario umfasst der Treck. Sie wurden seit 1997 immer wieder aus- und umgebaut und befinden sich praktisch in einem permanenten Prozess der Wandlung hin zum Optimum. Innen sind jeweils…

Edelstahl für mehr Sicherheit: Neue EU-Richtlinien für Frontbügel


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Als in den frühen Achtzigern der Geländewagen-Boom in Deutschland begann, dauerte es nicht lange, bis auch die Zubehör-Industrie auf den Plan trat. Das Motto lautete damals: Erst die Frontbügel machen aus einem Geländegänger einen «richtigen» Geländewagen. Auch die ersten Spötter ließen nicht lange auf sich warten und titulierten die eisernen Rohrkonstruktionen mit Begriffen wie «Kuhfänger» oder «Elefantenbremse».

Übernommen wurden diese Frontbügel aus Australien, Neuseeland, Nord- und Südamerika, wo Ranger und Farmer ihre Allradler, Trucks und Pick-ups aus beruflichen Gründen für den harten Alltag damit ausstatteten. Hierzulande formierten sich prompt auch Gegner dieser Gebilde, nachdem eine wissenschaftlich abgesicherte Feldstudie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) das hohe Unfall-Verletzungsrisiko im Kollisionsfalle mit Fußgängern und Radfahrern belegt hatte. Dennoch wurden in Deutschland zunächst keinerlei gesetzliche Maßnahmen ergriffen, um Beschränkungen einzuführen. Ende der Neunzigerjahre kamen…

Wohin soll es denn gehen?


Navigation mit digitalen Straßenkarten

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Ein «Navi» hat heute fast jeder, der viel unterwegs ist. Satelliten umkreisen den Erdball, ausgestattet mit Hochtechnologie und dienen als «Korrespondenten» zu den Navigationsgeräten in den Autos. Es findet also ständig ein virtuelles «Gespräch» statt zwischen Boden und Satellitenbahn. Wer topaktuelles, digitalisiertes Kartenmaterial an Bord hat, kann auf wenige Meter genau zu seinem Ziel finden.

Man gibt per Fingerdruck («Touchscreen») sein Ziel auf dem Display des Gerätes im Auto oder per Fern- oder Sprachsteuerung ein und schon beginnt der kleine Hochleistungsrechner im Navigerät den Abgleich: Wo befindet sich das Auto zurzeit und wohin soll es geführt werden? Bereits nach wenigen Sekunden ist die kürzeste oder schnellste Route – die nicht immer identisch ist – berechnet und die optische und akustische Führung zum Ziel beginnt. Mehr als eintausend Geoanalysten sind permanent…

Schadengutachten erfordern vielschichtiges Hintergrundwissen


KÜS: Weiterbildung zum Kfz-Sachverständigen durch kompetente Referenten

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Zweigleisig fährt man besser: Immer mehr Prüfingenieure bieten zusätzlich zu den amtlichen Fahrzeuguntersuchungen (HU/AU/Änderungsabnahmen) die klassischen Sachverständigen-Serviceleistungen an, zu denen auch die Schadengutachten gehören. Das hierfür nötige Wissen vermittelt die KÜS in Seminaren mit zwei diplomierten Ingenieuren, die ihr Wissen weitergeben: Der in Coburg ansässige KÜS-Partner Andreas Stirner wird von Thomas Firmery (Leiter des KÜS-Fachbereichs Vertrieb) unterstützt.

Schadenaufnahme, Ermittlung des Umfangs, Reparatur und fertig? Weit gefehlt – das Hintergrundwissen zum Thema ist ebenso vielschichtig wie umfangreich. Entsprechend gehören die rechtlichen Grundlagen ebenso zu den Seminarinhalten wie die Fahrzeugtechnik. Das Niveau der Seminare ist naturgemäß hoch, da das Wissen der Teilnehmer aus ihrer täglichen Prüftätigkeit vorausgesetzt wird. Der Blockunterricht an den Seminar-Wochenenden verbindet überdies Theorie und Praxis: Hier bewährt sich, dass Andreas Stirner stets auf verschiedene Unfallfahrzeuge zurückgreifen kann. Die Mustergutachten werden mit…

Generation 50 plus, (k)ein Verkehrsrisiko?


Senioren als Autofahrer kein «Risikofaktor»

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Der Schock kommt meist dann, wenn er nicht erwartet wird. Wahrscheinlich heißt er deswegen auch Schock. So wie an diesem – eigentlich recht heiteren – Morgen bei einem Blick in die Tageszeitung. Dort wurde in der umfangreichen Beilage zum Thema «Beruf und Alltag» eine Ausbildung zum «Seniorenberater» angeboten. Für Mitmenschen im Alter von «50+». Dass der geistige Vater dieses zukunftsträchtigen Ausbildungsfeldes just in diesem Moment nicht neben mir saß, hat ihm wahrscheinlich das Leben gerettet. Seniorenberater 50+: Habe ich da bei mir etwa in den vergangenen Jahren eine Entwicklung verschlafen, einmal abgesehen davon, dass mir allmählich «die Kniescheibe durch den Kopf wächst?»

Dabei habe ich doch neulich noch dieses Seminar über «Ältere Verkehrsteilnehmer» eines großen deutschen Versicherers besucht. Immerhin wurde dort schamhaft verschwiegen, dem Wort «Senioren» eine bestimmte Alters-Pflichtgrenze zuzuordnen. Verbreiten doch 50-Jährige für mich mittlerweile einen leicht juvenilen Charme, der umso aufdringlicher wird, je eher der eigenen Erscheinung ein Schuss morbider Anmutung nicht mehr abzusprechen ist. Immerhin habe ich bei selbigem Seminar gelernt, dass über «Senioren am Steuer» meist sehr negativ berichtet wird, und dass auch…

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