Kultur

Dr. med. Yael Adler informiert


– anschaulich, humorvoll und seriös

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Die Angst vor krank machenden Keimen verschont bisweilen noch nicht mal Mediziner. So zu sehen in der »Praxis mit Meerblick«, in loser Folge ausgestrahlt im Ersten. Vor lauter Schrubben, Desinfizieren und Wischen verliert der Allgemeinarzt Richard Freese zwar nicht den Blick für die Patienten, aber den auf seine eigene Lebensqualität. Eine fiktive Figur, sicher, aber wohl auch keine jenseits aller Wirklichkeit.

Wer viel unterwegs ist, riskiert auch seine Gesundheit. Ausdrücklich zitiert Dr. med. Yael Adler einen Bekannten mit einer ausgesprochenen Aversion gegen Hotelzimmer. Ein Beispiel aus der Realität, nicht aus einem Film.  Dr. Adler, Hautärztin mit eigener Praxis in Berlin, hat schon mit ihrem Erstling »Haut nah« bewiesen, wie man seriös, anschaulich und mit (bisweilen krachendem) Humor über Medizin schreiben kann. Gerade dieser Humor, ihre Freude am Wortspiel und die Zuhilfenahme von Illustrationen (kongenial mit von…

HalbfettzeitTetje Mierendorf: Ein »Pfundskerl« halbiert sein Gewicht


Halbfettzeit

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Unzählige Ratgeber gibt es zu den Themen Ernährung und Gewichtsmanagement. Einer, der es wirklich wissen muss, ist Tetje Mierendorf. Der lange als »Pfundskerl« bekannte Komiker hat sich sprichwörtlich um 70 Kilo erleichtert und seine Erfahrungen in ein Buch gepackt. KÜSmagazin verriet er ein wenig über den langen – und letztlich erfolgreichen – Weg dahin.

Herr Mierendorf, Ihr Buch „Halbfettzeit. Mein Leben ohne Rettungsringe“ erzählt von einem der größten Erfolge Ihres Lebens. Was war Ihre Motivation, andere daran teilhaben zu lassen? Meine Motivation, die Leserinnen und Leser mit auf meine Reise zu nehmen, ist, dass ich einfach andere Menschen motivieren möchte, ihr Leben in die Hand zu nehmen, denn es lohnt sich, Verantwortung zu übernehmen! Es lohnt sich, etwas in seinem Leben zu verändern, weil man so viel mehr zurückbekommt…

120 Jahre Renault


Patisserie mit PS – aber kalorienfrei

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„Das ist ein Cremeschnittchen!“ So erklärte meine Mutter mir ein Auto, das zur Vorderseite einer Postkarte in den späten Sechzigern gehörte. Das Auto an der Straße sah man zwar sofort, um das Modell zu erkennen, musste man dagegen schon sehr genau hinsehen.

Nun fand ich damals eine bestimmte Süßspeise extrem lecker: Blätterteig mit angedickten Kirschen und süßer Creme, obendrauf noch eine Teigschicht, und die mit dickem Zuckerguss. Das nannte sich „Holländer Kirsch“, war qua Natur ein echtes Cremeschnittchen und hatte so gar nichts gemeinsam mit dem Auto auf dem Papier. Des Rätsels Lösung erfuhr ich erst, als ich den Kinderschuhen längst entwachsen war. Aus der Not des Nachkriegsjahres 1946 heraus wurden die ersten Exemplare des Renault 4…

50 Jahre Volkswagen 411/412


Des Käfers gröẞte Kleider

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Volkswagen hat viel zu feiern in diesem Jahr, doch ein Jubiläum lassen die Wolfsburger fast still vergehen.

Fotos Volkswagen/SP-X Vielleicht weil frühere Witze über das 1968 vorgestellte Flaggschiffmodell noch heute weh tun: „Wie kommt der VW 411 zu seinem Namen? Endlich ein Käfer mit vier Türen, aber er kommt elf Jahre zu spät!“ Tatsächlich hatten die intern Typ 4 genannten zwei- oder viertürigen Limousinen und der Kombi Variant das Vorkriegskonzept des Käfers mit luftgekühltem Heckmotor in die obere Mittelklasse transferiert. Technisch von gestern war der VW 411 nicht. Im Gegenteil, unter dem…

Andreas Gabalier. Einer, der polarisiert


Heimatklang trifft Rock’n’Roll

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Volksmusik: Für mich, Jahrgang 1966, in der Schulzeit bis weit in die Ausbildungsjahre hinein ein NoGo. Das Wort allein hatte was von Altherrengedöns, und die Musik des Genres klang schon vor dem Hintergrund der Bezeichnung genauso. Naja, Hannes Wader hatte schon in den Siebzigern gezeigt, dass das auch anders funktioniert, trotzdem: Cool war nur Rock in allen Spielarten, und weitgehend galt, was der kürzlich verstorbene Hamburger Songwriter Wolfgang Michels im Interview mit KÜS magazin gesagt hatte: Wer cool und lässig sein wollte als Musiker, sang in Englisch. Gerne berief sich Wolfgang im Gespräch dabei auf John Lennon, die Beatles und die Rolling Stones.

Heute, 2018, fühlt man sich an die Beatles und die Rolling Stones erinnert, guckt man bei einem Konzert von Andreas Gabalier ins Publikum: Da wird mitgesungen, geklatscht, die gesprochenen Überleitungen zwischen den Liedern produzieren Lacher. Und was da aus dem Publikum so alles auf die Bühne fliegt, um der Begeisterung noch mehr Nachdruck zu verleihen, stellen wir uns lieber nicht vor. Altherrengedöns? Nee, der Kerl begeistert generations- und geschlechterübergreifend. Ungewöhnlich dabei; Andreas Gabalier gehört zu…

Sasha meldet sich zurück – erstmals auf Deutsch


Schlüsselkinder und die Dankbarkeit für das Gute im Leben

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Vielleicht würde er ja als One-Hit-Wonder in der Versenkung verschwinden. Dachte manche(r), als Sasha, 18 Jahre jung, mit „If You Believe“ die Charts stürmte und dauerhaft die Titelseite eines sehr bekannten Jugendmagazins schmückte. Denn oft genug läuft es ja genau so: Nach einem Riesenerfolg kommt vielleicht noch ein mäßig verkäuflicher Nachfolger – und dann nichts mehr.

Sasha, bürgerlich Sascha Schmitz und seit seiner Heirat Sascha Röntgen-Schmitz, hat aus dem ersten Hit eine fulminante Karriere gemacht. Das liegt unter anderem daran, dass er echte Entertainer-Qualitäten hat. Unvergessen sein launiger Auftritt bei „Wetten, dass…?“, als er auf Gottschalks Couch locker darüber plauderte, wie er selbst als Junge diese Sendung erlebte: Samstags wird gebadet, dann gibt’s Kartoffelsalat und Würstchen, ja, und eben den damaligen Straßenfeger im Zweiten. So redet keiner, der im Erfolg die…

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