Kultur

Ein Bulli als Weltenbummler


„blos so a alter Bus“

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Das ist wirklich eine ungewöhnliche Begegnung: Heiko P. Wacker, Historiker, Philosoph und »Hobby-Schrauber« mit Faible für Fahrzeuge mit Geschichte, trifft auf einen VW Transporter. Über den will er unbedingt mehr erfahren. Daraus entstehen eine Männerfreundschaft – und schließlich ein Buch, gewidmet dem »Bulli« und seinem Besitzer. Über die Entstehung des spannenden Werks sprach Autor Dr. Heiko P. Wacker mit KÜSmagazin.

Herr Wacker, wie kam der Kontakt zu Herrn Schultz, über dessen Abenteuer Sie berichten? Ich war im Frühling 2013 im Hymer-Museum, um mir dort einen alten »Hippie-Bus« anzusehen, von dem ich gehört hatte. Dieser parkte noch in den Werkstätten, staubig und vollgestopft mit Ersatzteilen. Und vor allem voller gelebter Geschichte, was mich von der ersten Sekunde an faszinierte. Da war schon klar, dass man diese Leihgabe nicht würde restaurieren können, ohne die besondere Patina ein…

Ostner: Himmelblauer Hingucker


Rarität aus Dresden

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Insidern reicht die Buchstabenkombination OD. Doch wer kein eingefleischter Oldtimerfreund ist, wird selbst mit dem vollen Namen »Ostner Dresden« nichts anfangen können. Willy Ostner war einer von Hunderten wagemutiger Unternehmer, die sich im Vorkriegsdeutschland im Bau von Motorrädern versuchten. 1921 gründete er eine Fahrzeugfabrik in Dresden, bis 1936 baute er O.D.-Motorräder.  „Es gibt keine verlässlichen Angaben, wie viele OD insgesamt gebaut worden sind“, erläutert Jens Weißleder aus Crimmitschau bei Zwickau. „Aber Schätzungen haben ergeben, dass…

Wenn prominente Testimonials Rätsel aufgeben


„Die kenn‘ ich doch!“

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Prominente, die als Testimonials fungieren, sind längst eine Selbstverständlichkeit. Auch dass sie außerhalb ihrer eigentlichen Tätigkeit in der Öffentlichkeit unterwegs sind, ist nicht ungewöhnlich. Das erhöht, logisch, den Wiedererkennungswert des Beworbenen.

Manchmal aber geben sie – bei allem Wiedererkennungswert – Rätsel auf: „Die kenn ich doch! – Aber woher?“ Zu vielfältig sind dann die Aktivitäten, um den Promi gleich irgendwo einzuordnen. So geht es vielen bei Peter Lohmeyer und Roman Knižka. Bei der Hessen Thüringen Rallye hatten beide jeweils viel Freude an einem Original Corsa GSi. Die 30 Jahre alte, extra sportliche Version des Corsa A wusste in zwei Exemplaren zu beeindrucken. Das können die durchweg…

Das blutrünstigste Auto der Kinogeschichte


Begegnung mit »Christine«

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Es scheint so, als gingen die Leute in Deckung, wenn Bill Gibson mit »Christine« bedächtig durch die Wohngebiete von Pensacola in Florida streift. Die Bürgersteige sind wie leer gefegt. Ob Christine das so witzig findet, wenn wir mitfahren, erkundigen wir uns skeptisch. „Keine Sorge“, erklärt Bill gelassen, „ich bin ja dabei, passiert schon nichts.“

Bill trägt einen ungewöhnlichen Ring am Finger mit dem Antlitz des 58er-Fury, der gerade durch die Straßen schleicht, als sei er auf Opfersuche. Was der zu bedeuten habe, wollen wir wissen. „Wir haben vor 13 Jahren geheiratet“, sagt Bill mit reichlich Stolz, „in Bangor, Maine, direkt vor dem Haus von Stephen King“. Jetzt bloß nicht falsch reagieren. Christine könnte verärgert sein. Was das bedeutet, kennen wir aus dem Kino und hat für schlaflose Nächte gesorgt.…

30 Jahre Mauerfall


in Kino und Fernsehen

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Ach, Schorsch! Was muss er nicht alles aushalten auf seinem Weg nach Rom: Genau dahin führt den Deutschlehrer Udo Struutz samt Familie – zu der auch die blaue »Rennpappe« mit dem Männernamen gehört. Die erste große Tour, nachdem die ersehnte Reisefreiheit Realität wurde. Der Rest ist bekannt, »Go Trabi Go« ein Klassiker des Films, ein Kassenschlager dazu, und für Wolfgang Stumph wie Marie Gruber der Durchbruch beim Publikum. Beide würden später die Krimiwelt bereichern –…

Auf den Spuren der Maginot-Linie


Als die Panzer schlafen gingen

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Bereits nach dem ersten Weltkrieg befasste sich Frankreich mit der Idee, eine militärische »Schutzlinie« nach Osten und Nordosten zu entwickeln und zu bauen. Man hatte im Land der Gallier damals so seine Erfahrungen mit den östlichen Nachbarn gemacht.  Man hatte im Land der Gallier so seine Erfahrungen mit den östlichen Nachbarn gemacht.  1919 war das, als das Hauptquartier der französischen Streitkräfte erste Planungen und Berechnungen ins Auge fasste. Und es vergingen mehr als 10 Jahre, bis man zur…

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