Kultur

Das Henry Ford Museum in Dearborn/USA


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Dearborn liegt mit rund 100.000 Einwohnern im Wayne County/Michigan, südwestlich von Detroit. Die Stadt ist die Heimat von Henry Ford und heute Sitz des Welthauptquartiers der Ford Motor Company. Hier wurden von Ford seit dem frühen 20. Jahrhundert Objekte von unschätzbarem Wert zusammengetragen und werden heute von einer unabhängigen Non-Profit-Organisation präsentiert.

Zehn Ausstellungsbereiche zeigen große und kleine Dinge, die unsere Welt veränderten. DRIVING AMERICA ist die weltweit erste Automobilausstellung mit einzigartigen Fahrzeugen wie dem Ford Quadricycle, einem Autokino oder einem Bugatti Royale von 1931. Die Eisenbahnsammlung RAILROADS reicht von frühen britischen Entwicklungen bis zum Höhepunkt der Dampflok-Ära in der Mitte des 20. Jahrhunderts in Amerika. Unter den PRESIDENTIAL VEHICLES sind viele Fahrzeuge früherer US-Präsidenten und sogar die Limousine, in der John F. Kennedy erschossen wurde. HEROES…

Trikont – Das eigensinnige Musik-Label wird 50


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„Das ist Volksmusik, aber verschärft!“ sagte Achim Bergmann auf Nachfrage zu mir. Das war zur Frankfurter Buchmesse 1991, am TRIKONT-Stand lief „most“ von Attwenger, gerade frisch erschienen. Ein echter Hinhörer, fand ich, und erwarb die CD direkt vor Ort. Für einen Betrag, der sich im damals noch knappen Student-auf-derZielgeraden-Budget durchaus bemerkbar machte. Egal, das musste sein. Und im Gesicht von TRIKONT-Verleger Bergmann glaubte ich, spontanen Gefallen über meine Freude an der Musik zu erkennen. Die…

Basel im Fasnachtsfieber


Die drey scheenste Dääg des Jahres ...

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… beginnen in der Stadt am Rheinknie am Montag nach Aschermittwoch mit dem „Morgenstraich“.

Sonntag Abend ist die Stimmung im Schnabel angespannt. Im Stammlokal der Seibi-Clique trifft Lukas Minder die letzten Vorbereitungen für den Auftakt der drei Fasnachtstage am nächsten Morgen. Das ganze Wochenende hat es geregnet, doch der Cliquenchef ist zuversichtlich: „Petrus ist ein Basler“, sagt er schmunzelnd. In den letzten zehn Jahren sei das Wetter immer gut gewesen. „Nur einmal hat´s den ganzen Tag vor dem Morgenstraich geschneit“, erzählt der 32-jährige Cliquenobmann, der sonst als Projektmanager eines…

Mama Soul und ein unsung hero


Joy Fleming und Wolfgang Michels zwei Nachrufe

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Am 14. September 2017 starb 66-jährig der Hamburger Singer/Songwriter und Consultant Wolfgang Michels, am 27. September 2017 die Mannheimer Sängerin Joy Fleming (72). Beide haben dem Team von KÜSmagazin zu unterschiedlichen Anlässen gerne Rede und Antwort gestanden. Ein Nachruf auf zwei Ausnahmekünstler.

„Consultant“ – ein Anglizismus, der oft genug als Gummiphrase daherkommt. Auf Wolfgang Michels traf er im guten Sinne zu. Wir lernten uns kennen, als er Ende der 90er für East West Music das Schallplattenlabel Telefunken reaktivierte, lang vergriffene Schallplatten u. a. von Manuela, José Feliciano und Jürgen Marcus in der Originalversion auf CD brachte. Mit informativen und sorgfältig erstellten Booklets, versteht sich. 2003 kamen dann seine eigenen Originale aus der Vinylzeit auf CD zurück. Einen…

Nichts für Anfänger


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Selbst wenn Sie seinen Namen nie gehört haben, ist Ihnen ein Zitat von ihm vermutlich doch geläufig: „Uschi, mach kein‘ Quatsch, Uschi, komm sei lieb zu mir…“ Die Rede ist von Stephan Sulke, der mit seinem Lied über eine charakterlich nicht ganz einfache Dame 1982 einen Hit wider Willen landete und damit sogar den Sprung in die ZDF-Hitparade schaffte.

Ehm, bitte – ein Hit wider willen? Tatsächlich: Stephan Sulke hatte einen Vertrag über 30 Minuten Musik zu erfüllen. Aber alles, was ihm an vorliegendem Material gefiel, füllte nur 28. So schaffte dann „Uschi“ den Sprung aufs Album, und die knapp zwei Minuten Songlänge reichten aus für einen Rundumschlag in Sachen gleichberechtigter Partnerschaft. Wobei der weibliche Anteil ruckzuck in jene Dominanz verfiel, die er doch dem männlichen Gegenüber so gerne vorwarf. Die Rollenverteilung der Geschlechter…

Diesel im Blut


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„Ehrlich gesagt, ich find ihn blöd!“ Sprach eine meiner Tanten anlässlich eines Fernsehauftritts von Gunter Gabriel. Das war 1976, da hatte der damals 34-Jährige gerade mal wieder die Shows und Charts aufgemischt: „Komm unter meine Decke“ – das passte so überhaupt nicht in den öligen Wohlklang, den zuhauf gelockte Sänger wie Ideal(schwieger)-söhne verbreiteten, in Anzügen, die bunter und enger kaum sein konnten. Ich war gerade 10 Jahre alt geworden und fand Gunter Gabriel richtig lässig und cool.

Freilich: Die Tante stand nicht allein mit ihrer Meinung. Gunter Gabriel hat polarisiert. Man mochte ihn oder konnte ihn nicht ab, dazwischen gab’s nichts. Egal, wie man ihn fand, einige große Verdienste des „deutschen Johnny Cash“ kann niemand leugnen. Erstens: In der erwähnten heilen Show-Welt hat er Lieder über die gar nicht heile Wirklichkeit gesungen. „Er ist ein Kerl, ein ganzer Mann, und sein Zuhause ist die Autobahn.“ Der Typ klang, als habe er Diesel…

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