Auto

Die Alpine bekommt einen Nachfolger


Flache Formen zaubern

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Es war einer jener magischen Momente der Sportwagengeschichte, wie sie sonst in Maranello oder auf italienischen Messen zelebriert wurden. Auf dem Pariser Salon 1962 ging es allerdings nicht um die Premiere eines PS-gewaltigen V12-Renners, sondern um ein winziges, 3,85 Meter langes und mit 1,13 Meter gerade einmal hüfthohes Heckmotor-Coupé des Renault-Händlers und Rallyepiloten Jean Rédélé aus Dieppe an der französischen Kanalküste.

Ausgerechnet diese kleine Kunststoffflunder vom Typ Alpine A110 Berlinette mit knausrigen 38 kW/51 PS aus einem Renault-Motor stahl allen Vmax-Boliden die Schau, als sie unter der französischen Flagge enthüllt wurde. Tatsächlich hatte Jean Rédélé schon mit seinem ersten Streetracer A106 durch Erfolge bei der Mille Miglia das Potential der Alpine-Sportler demonstriert. Dabei folgte er dem Beispiel von Porsche, robuste Großserientechnik in gerade noch bezahlbares Sportgerät zu implantieren. Hinzu kamen verführerisch schöne aerodynamische Formen – anfangs…

Mercedes Benz und die Kunst, Automobile zu verkaufen


Der Zar als Fan

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Zunächst begeistert sich Nikolaus II. (1868 bis 1918), der letzte russische Zar, überhaupt nicht für Automobile – doch plötzlich kann er gar nicht genug von ihnen bekommen: Nachdem sein Kanzleichef Fürst Wladimir Orloff (1869 bis 1927) ihn im Sommer 1905 in seinem Mercedes zu einer Spazierfahrt mitgenommen hat, zündet der Funke.

„Seine Majestät fängt an, Automobile zu lieben, und er will selbst welche besitzen“, hält Fürst Orloff wenig später in seinem Tagebuch fest. „Welche“ klingt im Nachhinein leicht untertrieben, denn bis 1916 wächst der kaiserliche Fuhrpark auf 56 Automobile an. Neben Mercedes und Benz (die Fusion zu Daimler-Benz erfolgte erst 1926) befinden sich darunter auch französische, britische, US-amerikanische und russische Exemplare. Übrigens lässt sich der letzte Zar stets chauffieren – Autos selbst zu fahren lernt er…

Hyundai Nexo: So fährt die Zukunft


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Dem abgasfreien Elektroauto gehört zwar die Zukunft, doch noch immer behindern stundenlange Ladezeiten der Batterie eine schnellere Verbreitung dieser Mobilität. Mit einer Brennstoffzelle an Bord kann man schon heute auch ohne den Ballast schwerer Akku-Pakete mit rein elektrischen Reichweiten von über 600 Kilometer kalkulieren und ein Elektroauto in nur wenigen Minuten wieder komplett auftanken.

Mit dieser Technik an Bord bringt Hyundai den Nexo als neues Flaggschiff seiner Elektroflotte im Sommer auch nach Deutschland. Dabei gilt der Einsatz einer Brennstoffzelle als die zur Zeit beste Technologie für ein Elektroauto mit großer Reichweite, das ohne Ausstoß von schädlichen Abgasen und Partikeln unterwegs ist. Der Unterschied zu einem Auto mit Verbrennungsmotor ist kaum noch spürbar. Ein solches Auto hat bisher kein anderer Hersteller im Programm. Der Basispreis für den Nexo dürfte bei…

Martkbetrachtung: Crossover-Modelle


Seat Arona und Opel Crossland X hitverdächtig

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2017 war ein wahres Feuerwerk an Neuvorstellungen in der Klasse der kleineren Crossover-Modelle. Viele Hersteller haben mehrere SUV und Crossover-Fahrzeuge im Portfolio, die extrem beliebt sind. Mehr als 480.200 SUV und Crossover-Modelle sowie knapp 277.000 Geländewagen wurden in den ersten elf Monaten 2017 in Deutschland neu zugelassen, das entspricht einem Plus von 23,5 beziehungsweise 4,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

— „Mischmasch wäre die deutsche Entsprechung und damit wohl der Marketing-Supergau“ — „Crossover – englisch klingt immer besser: Mischmasch wäre die deutsche Entsprechung und damit wohl der Marketing-Supergau. Tatsächlich boomt dieses Segment und wird im Laufe der kommenden Jahre den SUV als Hauptziel der Begierde ablösen“, so Dieter Fess, Mitinhaber der Bähr & Fess Forecasts GmbH in Völklingen. Diese Fahrzeuge folgen in ihrem Design dem fortschreitenden Wunsch nach Individualisierung und bilden erfolgreich eine Melange aus…

Hans A. Muth: Ein Leben für Form und Funktion


Werkzeugmacher und Industrie-Designer

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Der amerikanische Bildhauer Horatio Greenough machte 1852 das Postulat „form follows function“ zu seiner kreativen Arbeitsmaxime: Die Form hat der Funktion zu folgen. 83 Jahre später wurde Hans A. Muth in Preußen geboren. Er sollte im Laufe der Berufsjahre dieses Postulat dann gewissermaßen „verschärfen“ und auf einen bis heute geltenden neuen Nenner bringen: „Form IST Funktion“.

„Form ist Funktion“ Den Beginn seiner beruflichen Vita bildete eine Ausbildung zum Werkzeugmacher, anschließend zum Grafik- und Industrie-Designer. Seit 1958 arbeitet er nun innerhalb dieses kreativen Kaleidoskops, das unendlich viele Facetten aufweist. Bis 1965 war er als „Freelancer“, als Freiberufler also, schon für renommierte Unternehmen überwiegend aus der Automobilbranche tätig: Mercedes-Benz, NSU, Opel, Porsche und VW AG, zudem für die Motorpresse in Stuttgart. Hauptinhalte seiner Arbeit: Text-Illustrationen, Bildbände zu klassischen Fahrzeugen und Design-Entwürfe. Muths Ruf…

Beim Autoservice ist Geiz nicht geil!


Werkstattempfehlung für Autofahrer ausschlaggebend

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Der aktuelle KÜS Trend-Tacho beschäftigt sich mit der Einstellung der Autofahrer zu Autoservice, Ersatzteilqualität und Markenbedeutung. Die Deutschen wählen nicht die günstigsten Ersatzteile, sondern wollen Qualität, die sie insbesondere mit bekannten Marken verknüpfen.

Autofahrer lassen Wartungen und Reparaturen ihres Fahrzeugs zu 40 % in der Vertragswerkstatt und zu 51 % auf dem freien Markt erledigen. 9 % erledigen es selbst oder im Bekanntenkreis. Das Alter des Fahrzeugs spielt eine starke Rolle: Neufahrzeuge werden in den ersten 3 Jahren noch zu 67 % in der Vertragswerkstatt gewartet und repariert. Sind die Autos zwischen 4 und 7 Jahren alt, werden sie bereits zu 52 % am freien Markt gewartet. Fahrzeuge, die älter als 8 Jahre…

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