Auto

Taxi!


Personenbeförderung: Geschichte und Jubiläen

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Für die Entstehung und Entwicklung des Taxis waren wirtschaftliche Interessen grundlegend. Zuerst war nur der Gedanke Personen zu transportieren, sogenannte Portechaisen – von Personen getragene Sänften. Seit 1617 in Paris zur Anwendung gekommen. Am 1. Januar 1668, vor 350 Jahren, mussten solche Portechaisen, 12 an der Zahl, auf Geheiß des Berliner Kurfürsten Friedrich Wilhelm als Personen-Transportlösung in seiner Residenz zur Verfügung gestellt werden. Zu dieser Zeit suchten Hugenotten, aufgrund ihrer Auswanderung, bzw. Vertreibung, in großer Zahl, in Berlin Asyl und eine Bleibe. Von offizieller Seite wurde ihnen somit eine Erwerbsmöglichkeit geboten. Dies erzielte andererseits das öffentliche Interesse. Insbesondere zur Zeit Napoleons stieg die Nachfrage nach einem Transportgewerbe, als das Wege- und Straßennetz immer besser wurde. Die Geburtsstunde des Taxis.

Am Anfang war es schwerlich nachzuvollziehen, welche Wegstrecke zu welchen Konditionen der Personen- oder Güterbeförderer geleistet hat. Es gab die radumlaufgebundene Berechnung, welche sich nach der Wegstrecke orientierte. Eine zeitliche Berechnung anstatt der Entfernungspauschale konnte sich nicht durchsetzen. Daher gab es unzählige Versuche das optimale System zu entwickeln. Einen regelrechten Wettstreit der Taxameter-Entwickler und Hersteller erlebte die Weltausstellung 1889 in Paris. Verschiedene Länder präsentierten vor Ort bisherige Versuche eines optimalen Taxameters (zusammengesetztes französisches Wort aus…

70 Jahre Citroën 2 CV


Zwei Pferde, die Geschichte schrieben

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„Die Frau hat ja einen enormen Linksdrall beim Fahren“, stellte mein Klassenkamerad nach dem Aussteigen fest. Mir war er nicht aufgefallen: Mit der Referendarin, die uns beiden freundlicherweise ein Stück Schulweg zu Fuß erspart hatte, war ich in eine heftige Diskussion geraten: Über unseren Deutsch-Leistungskurs, über den bescheuert-spießigen Innstetten in Theodor Fontanes „Effi Briest“ und über das ganze Notengedöns sowieso. Das war 1984 und der Citroën 2 CV der Referendarin ein damals für ihren Berufsstand…

30 Jahre BMW Z1


Z wie Zukunft

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Punta Ala, Italien, Herbst 1988: Die angereisten Journalisten glauben es erst, als sie den neuen Z1 vor dem Hotel sehen, in das BMW die Weltpresse zur Premiere geladen hat. Denn dass die Münchener einen solchen Sportroadster tatsächlich bauen würden, hatte niemand für möglich gehalten.

Das erste Projekt der BMW Technik GmbH, die firmenintern das Kürzel ZT trägt, hebt sich von allem ab, was die Autowelt bis dato gesehen hat. Der Z1 soll nach dem Willen der Marketingstrategen nicht nur jung und frech sein, sondern auch »eine neue Dimension des Fahrerlebnisses« einleiten. Die am Z1-Projekt beteiligten Entwickler haben Freiheiten genossen, wie sie Ingenieuren nur selten eingeräumt werden. Der Clou: Die seitlichen Schiebetüren sind elektrisch in den riesigen Schwellern versenkbar und…

45 Jahre Bitter CD


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Bitter GmbH & Co. KG steht als Hersteller im Fahrzeugbrief des Bitter CD. Es ist wie ein „Ritterschlag“ für Erich Bitter, Geschäftsführer einer Firma, die seinen Namen an jedem der Automobile nach außen sichtbar trägt. Ein großes B – bei späteren Bitter-Modellen im Kühlergrill – wird zum Erkennungsmerkmal. Der CD trägt das B noch klein aber fein, fast schon dezent, als Emblem an der unteren Kante der flachen Motorhaube.

Vor 45 Jahren, September 1973, präsentiert Erich Bitter, auf der IAA in Frankfurt am Main, ein Automobil mit seinem Namen. Den Bitter CD, eigentlich das Bitter Diplomat Coupé. Das Besondere an dieser Präsentation ist der Standort. Es ist der Opel-Stand auf dem der Bitter CD eine große Anzahl von Journalisten und Besucher begeistert. CD-Coupé Diplomat lautet bereits 1969 die Bezeichnung einer GM/Opel Designstudie, die auf der Frankfurter IAA gezeigt wird. Das spätere Aussehen des Bitter…

Verbrauchswerte Transporter und Kombi-Derivate


Importmodelle haben die sparsamsten Antriebe

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Vito, Vivaro, Traffic, Transit und VW Transporter: Die „Nutzis“ sind allgemein bekannt. Sie gehören einfach zu unserem Straßenbild, fast wie die Luft zum Atmen. Mehr als 1,7 Millionen Utility-Fahrzeuge rollen derzeit über Deutschlands Straßen. Angeführt wird die Bestandsliste vom Wolfsburger-Modell Transporter, vom dem alleine mehr als 513.000 Exemplare heute noch zugelassen sind.

Die Variantenvielfalt der angebotenen Versionen ist genauso vielfältig wie unterschiedlich die Konsumwerte für die Kombi-Derivate sind. In der Klasse vom Schlage des VW Transporters stehen laut den Experten von Jato Dynamic rund 330 verschiedene Kombi-Modellversionen von zehn Herstellern zur Auswahl, davon wird lediglich der Wolfsburger Transporter auch mit Benzinmotor angeboten. Die Preisliste beginnt bei 23.788 Euro für einen Mercedes Vito mit 88 PS und endet beim 177 PS starken Proace Verso. Jato Dynamics hat die…

Elektroantrieb beflügelt die gute alte Ente


Kfz-Meister aus dem hessischen Langgöns rüstet den Oldtimer um

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Es gibt sie noch zahlreich, die Fans der guten alten „Ente“, die ja eigentlich Citroën 2CV hieß. Dank Christoph Frisch aus dem nordhessischen Langgöns fliegt der Oldtimer jetzt ins 21. Jahrhundert. Der Inhaber einer freien Kfz-Werkstatt rüstet den Klassiker nämlich auf Elektroantrieb um.

Als sich Christoph Frisch 1982 selbstständig machte und seine Firma mit dem bezeichnenden Namen »Entenfrisch« gründete, war die Ente noch reichlich im Straßenbild zu finden. Obwohl: Die ersten Exemplare waren nach heutigem Verständnis schon damals Oldtimer – schließlich wurde das französische Kultauto mit der irren Straßenlage bereits seit 1949 produziert. Bis zur Produktionseinstellung 1990 wurden gut 5 Millionen Limousinen und Kastenwagen gebaut. Inzwischen liegt der Schwerpunkt bei Entenfrisch nicht mehr nur bei Reparaturen, sondern Umbauten…

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