Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Auto

Die Reste aus der alten Reisekasse


Wohin mit Peseten, Schilling, Gulden, Franc, Lire und Tolarjev?

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Mit dem Euro in der Brieftasche wurden Reisen in Europa zur Jahrtausendwende noch bequemer, entfiel damit doch gleich für 12 europäische Länder der ebenso lästige wie oft kostspielige Umtausch von Bargeld in die jeweilige Landeswährung. Was aber tun, wenn jetzt noch monetäre Reste früherer Urlaubs- oder Dienstreisen durch die inzwischen 19 Länder des währungsgeeinten Europa auftauchen? Wohin mit dem Wechselgeld aus Restaurants und Taxen oder den letzten Scheinen aus der Urlaubskasse, die man damals wegen oft horrender Gebühren der Wechselstuben an Grenzen und auf Flughäfen nicht in Mark, Pfennig oder später in Euro zurückgetauscht hat?

Eigentlich wollte man ja Franc, Schilling, Peseten und die anderen Währungssouvenirs bei der nächsten Reise wieder mitnehmen und dort ausgeben, wo sie herkamen. Dann aber ging die nächste Reise woanders hin, der gute Vorsatz fiel der Hektik am Abreisetag zum Opfer oder das fremde Bare war im entscheidenden Moment einfach nicht auffindbar. Was da teilweise sortiert in Gläsern und Zigarrenkisten lagert oder vergessen in der Schreibtischschublade schlummert summiert sich manchmal zu einem stattlichen Betrag, denn…

Aller guten Dinge sind Drei


Elektroroller aus dem Erzgebirge wieder am Markt

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Nun soll es endlich klappen. Der Elektroroller Charly aus dem Erzgebirge will sich beim dritten Anlauf langfristig am Markt behaupten. Die Chancen dafür stehen gut.

Eineinhalb Jahre haben Lutz Groß und sein Team für die Überarbeitung des Elektrorollers Charly gebraucht, um ihn zur Marktreife zu bringen. Der Roller werde im erzgebirgischen Schneeberg in der eigenen Manufaktur zusammengebaut, sagt der Geschäftsführer der MuZ Vertriebs GmbH. Der Ort liegt keine 20 Kilometer von Zwickau entfernt. In dem Unternehmen sind gegenwärtig sechs Fachkräfte beschäftigt. Charly wiegt 40 Kilogramm, lässt sich zusammengeklappt fast in jedem Kofferraum unterbringen. „Elektroantriebe sind momentan in aller Munde, da…

Grundmann-Sammlung: Ein Museum für drei Auto-Modelle auf Käfer-Basis


Hessischer Sammler bewahrt das Erbe des Berliner Karosseriebauers Rometsch

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Von rund 80 Karosseriebaufirmen, die es im Großraum Berlin bis zum II. Weltkrieg gab, blieben danach kaum eine Hand voll übrig und nur die Firma Friedrich Rometsch in Berlin-Halensee fertigte von 1949 bis 1961 noch einige hundert Spezialkarosserien. Neben viertürigen Käfer-Taxis entstanden auf VW-Plattformen jeweils als Coupé oder Cabriolet die Sportwagen Beeskow und Lawrence. Diesen drei Modellreihen und der Nachkriegs-Geschichte der Marke Rometsch ist innerhalb der privaten Grundmann-Sammlung in Hessisch-Oldendorf seit 2015 ein eigenes, kleines Museum gewidmet.

Friedrich Rometsch arbeitete zuerst beim Edel-Karosseriebauer Erdmann & Rossi und baute ab 1924 in einer eigenen Werkstatt vornehmlich Opel-Modelle zu Kraftdroschken um. Nach dem Krieg beschränkte er sich zunächst auf Fahrzeug-Reparaturen. An den Um- oder Neubau von kompletten Karosserien dachte der Firmengründer zusammen mit seinem Sohn Fritz erst wieder, nachdem 1949 als technischer Leiter Johannes Beeskow angestellt wurde. Der war ab 1933 bei Erdmann & Rossi für den Bau von Luxus- Karosserien verantwortlich gewesen. Seine…

Ein Besuch auf Schloss Langenburg


Der Fürst und seine automobilen Kostbarkeiten

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Seit dem 13. Jahrhundert befindet sich Schloss Langenburg im Besitz der Fürstenfamilie zu Hohenlohe-Langenburg. In der Folgezeit wurde die damalige Burganlage zu einem Residenzschloss mit bedeutendem Renaissance-Innenhof ausgebaut. Im 18. Jahrhundert folgten teilweise Umbauten im Barockstil mit klassizistisch anmutender Fassade. Ein Großbrand zerstörte 1963 weite Teile. Der Wiederaufbau wurde 1966 abgeschlossen. Dieses Prunkstück hat natürlich auch einen Marstall, der heute nebst modernem Anbau ein nobles Automobilmuseum beherbergt. Entstanden war die Idee dazu aus der engen Freundschaft zwischen dem Rennfahrer und Sportredakteur Richard von Frankenberg und dem Autoliebhaber und Schlossherren Fürst Kraft zu Hohenlohe-Langenburg.

Der Verein Deutsches Automuseum Heidelberg nahm 1969 den Fürsten als Mitglied auf und beschloss 1970, den Sitz nach Langenburg zu verlegen. Das anfängliche Potenzial bestand aus 18 Oldtimern unterschiedlichster Herkunft, die in den folgenden Jahren laufend ergänzt wurden. Nach dem Tod Richard von Frankenbergs wurde die doppelstöckige neue Halle mit umlaufender Galerie nach ihm benannt. Fürst Kraft starb 2004. Sein Sohn, Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, selbst versierter Sammler und kenntnisreicher Autoexperte, übernahm das Erbe und…

20 Jahre A-Klasse


...und dann kam der Elch

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Kaum zu glauben, dass seither fast 20 Jahre vergangen sind. Kaum zu glauben auch, dass der Name eines Tieresden Ruf der A-Klasse zunächst so gründlich ruiniert, dass das Rauschen im Blätterwald auf Orkanstärke anschwillt. Kurz nach Redaktionsschluss der genannten KÜSmagazin-Ausgabe, am 21. Oktober 1997, legt nämlich ein gewisser Robert Collin, Autotester bei der schwedischen Zeitschrift „Teknikens Värld“, ein vollbesetztes und mit zusätzlichem Ballast beschwertes Exemplar des neuen Baby-Benz mit der internen Typenbezeichnung W 168 bei einem Ausweichmanöver aufs Kreuz. Die Fotos der arg zerknitterten dunkelblauen A-Klasse gehen um die Welt. Und Robert Collin, damals 48, sieht sich über Nacht mit den Kameras, Mikrofonen und Schreibblöcken der Weltpresse konfrontiert. Bald ist er so bekannt, dass er auf der Straße erkannt und um Autogramme gebeten wird.

Den Namen „Elchtest“ erhält das Ausweichmanöver, das damals weder zum Standard-Testprogramm von Mercedes noch von deutschen Fachmagazinen zählt und mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 80 km/h gefahren wird, erst im Nachhinein. Collin bedient sich des Bilds vom Riesen-Hirsch, um einem deutschen Journalisten den Sinn dieses Tests zu verdeutlichen: Schließlich könnte auf einer einsamen schwedischen Straße doch plötzlich mal ein solches Huftier mitten auf der Straße stehen, und was dann? Der Begriff macht in der deutschen…

Die Geschichte von Erdmann & Rossi


Eine Marke mit Lizenzpflicht

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Erdmann & Rossi ist bis zum Jahr 2011 nur der Name und das bekannte Logo. Jedoch keine Marke. Nach der Beantragung des Markenschutzes 2011 durch Dr. Arthur Waldenberger und seiner Automobile Erdmann & Rossi Licensing Services KG besteht jetzt in vielen wichtigen Märkten in Ländern dieser Erde Lizenzpflicht für die Nutzung der Marke Erdmann & Rossi. In der Oldtimersammler-Szene kursierten seitdem die unterschiedlichsten Gerüchte. Um Antworten einiger wichtiger Fragen zu erlangen führten wir ein Interview mit Dr. Arthur Waldenberger.

Herr Dr. Waldenberger, Sie kommen mit dem klangvollen Namen Erdmann & Rossi/Berlin nach mehr als 60 Jahren zurück. Ihre Automobile Erdmann & Rossi KG ist jedoch ein reines Lizenzunternehmen. Produziert werden die Nachbauten der berühmten Karosserien jedoch nicht bei Ihnen. Können Sie diesen Sachverhalt bitte detaillierter erklären?Die Automobile Erdmann & Rossi Licensing Services KG lizenziert die in großen Teilen der Welt registrierte Marke „Erdmann & Rossi“an ausgewählte Karosseriebauer. Diese können das Recht erwerben, auf historische…

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