Technik

Auto-Recycling: Ein Blick hinter die Kulissen


Der Wert des zweiten Lebens

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Nahezu alles ist endlich. Gleich, welche Schätze wir der Erde entreißen, ob Metalle, flüssige Substanzen oder seltene Erden, irgendwann ist Schluss, Ende. Die andere Seite: die Welt verlangt nach Mobilität: jeder will jedes Ziel zu jeder Zeit möglichst schnell, sicher, preiswert und komfortabel erreichen. Da tun sich schnell Versorgungsengpässe auf. Verbrauchte Fahrzeuge, vor allem Automobile, müssen deshalb in einen Kreislauf der Wiederverwertbarkeit integriert werden.

Meist mittelständische Unternehmen, wie „Fröhlich Recycling“ sind darauf spezialisiert. Allein in Deutschland sind es derzeit etwa 500.000 Autos pro Jahr, deren aktiven ersten Lebenszeit abläuft. Da stecken kostbare Wertstoffe drin, die in etwa 1.300 nach Bundesgesetzen zertifizierten Spezialbetrieben (§5, Abs. 3 Altfahrzeug-Verordnung) entkernt und nach Basismaterialien sortiert, wieder gewonnen werden. Stahl, Kupfer, Leicht- und Edelmetalle zum einen, Glas, Reifen und Kunststoffe zum anderen fallen an. Aber auch Öle und Fette, Flüssigkeiten für Klimaanlagen, Scheiben- und…

Flüssiger Strom: Elektrisch geht auch anders


Die Brennstoffzelle als größte Hoffnung für eine emissionsfreie Mobilität

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Der Antrieb mit Brennstoffzelle und Wasserstoff bietet neue Chancen für ein wirklich umweltfreundliches Automobil. Alle großen Hersteller setzen inzwischen auf flüssigen Strom, denn etwas anderes ist Wasserstoff in der Nutzung nicht. Wasserstoff macht elektrischen Strom speicherbar und das wesentlich besser, als es mit der heute verfügbaren Batterietechnik möglich ist.

Statt Strom in die Batterie kommt Wasserstoff in den Tank und die Brennstoffzelle macht an Bord daraus dann wieder Strom für den Elektromotor. Und statt zum Aufladen der Batterie stundenlang an der Steckdose zu hängen, ist ein Auto mit Wasserstoffantrieb nach wenigen Minuten an der Tankstelle wieder startklar. Und das für Strecken von 600 Kilometer und mehr mit nur einer Tankfüllung. Zudem entfallen die umweltschädlichen Abgase, denn als Abfallprodukt der chemischen Reaktion kommt nur noch…

Mild Hybrid für 17 Prozent Kraftstoffersparnis


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

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Die Automobilzulieferer Continental und Schaeffler zeigten jüngst mit ihrem Gemeinschaftsprojekt Gasoline Technology Car (GTC), wie integrierte und konsequent vernetzte Mild-Hybrid-Technologien einen bereits sehr effizienten Pkw mit Dreizylinder-Ottomotor noch verbessern können: Der optimierte Ford Focus 1.0 l EcoBoost spart 17 Prozent an Kraftstoff, emittiert statt 114 g/km nur 95 g/km CO2 und erfüllt bereits die ab 2017/18 gültige Abgasnorm Euro 6c.

Beim Demonstrationsfahrzeug GTC ersetzen Einspritzung und Motorsteuerung von Continental das von Ford verwendete (Bosch-)System. Eine Schlüsselrolle spielen das 48-Volt-Eco-Drive-System von Continental, die elektrifizierte Kupplung (E-Clutch) zur Kraftübertragung und das Thermomanagement von Schaeffler. Hinzu kommen Maßnahmen zur Reduktion der Reibungsverluste im Motor und ein elektrisch heizbarer Katalysator (Emitec). Das 48-V-Eco-Drive-System hilft als zweite Antriebseinheit, den Einliter-Dreizylinder-Benziner trotz zündwinkeloptimierter Betriebsstrategie fahrbar zu machen und zusätzliche Hybrid-Fahrstrategien zu nutzen. Dabei ist der elektrische Traktionsmotor/Generator über einen Riementrieb mit…

KÜS: Fahrsicherheitstraining mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen


Auf dem neuesten Stand der Technik

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Der technische Fortschritt ist schon längst in den landwirtschaftlichen Fahrzeugen angekommen. Nur die Fahrer und Fahrerinnen, erfahrene und in der Ausbildung befindliche Landwirte, Forstwirte und Lohnunternehmer, müssen noch auf den neuesten Stand der Fahrsicherheitstechnik gebracht werden. Diesem Vorsatz haben sich im Verbund die KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V.), SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau), der ADAC, Maschinen- und Betriebshilfsring Saarland e. V. (MBR Saar e. V.), das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes erneut verschrieben und auf dem ADAC Fahrsicherheitszentrum, Gründau (Hessen), ein Training für Landwirte, Forstwirte und Lohnunternehmer angeboten.

Nach der Begrüßung durch Roland Krämer, Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes, erhielten die Teilnehmer von zwei versierten Trainern eine theoretische Einführung in das Thema. Danach ging es zu den praktischen Übungen mit verschiedenen landwirtschaftlichen Fahrzeugen, mit angehängtem Arbeitsgerät oder Transportanhänger. Diese unterscheiden sich technisch in Antrieb, Getriebe, Bremsen. So konnte jeder der Teilnehmer über den Tag verteilt jedes dieser verschiedenen Fahrzeuge testen und seine eigenen Erfahrungen sammeln. Die verschiedenen Module des Fahrsicherheitsgeländes simulieren…

Stahl statt Aluminium


Traditionsreicher Werkstoff – wieder entdeckt

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Lange Zeit hängte Aluminium den Stahl im Segment der Motorenteile ab. Der Trend dreht sich gerade. Der traditionsreiche Werkstoff bietet gegenüber dem Leichtmetall erhebliche Vorteile: ein sparsamer Spritverbrauch und somit weniger CO2-Emissionen. Bei aktuellen Dieselmotoren macht das rund drei Prozent aus.

„Der Trend geht eindeutig in Richtung Stahl“, sagt Horst Binnig. Der Vorstandsvorsitzende vom Automobilzulieferer KSPG aus Neckarsulm und sein Team erkannten ziemlich früh die Richtungsänderung und entwickelten Motorkolben mit einer enormen Typenvielfalt und Menge. Im süddeutschen KSPG-Werk werden Kolben für Lkw und Pkw produziert. Hohe Leistungsdichte, Zünddruckerhöhung, Emissionsreduzierung und Laufleistungsanforderungen an moderne Lkw-Motoren von bis zu zwei Millionen Kilometern weisen klar in Richtung Kolben aus Stahl. Da sich die Menge auch bei kleineren Dieselmotoren kontinuierlich…

Die Brücke vom Acker zur Straße: Überlader


Biomasse kann dank Überlader per Lkw transportiert werden

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Bald rollen sie wieder. Dicke Ackerschlepper mit Anhänger. Vergleichsweise langsam und nur schwer zu überholen. Gefühlt sind es Tausende, die mit gehäckseltem Mais den Hunger von immer mehr Biogas-Anlagen befriedigen. Im ländlichen Raum hat dadurch schon vielerorts die Akzeptanz von CO2-neutraler Strom- und Gas-Erzeugung – zusätzlich zur Tank-Teller-Problematik – empfindlich gelitten. Abhilfe kann hier sogenannte Überladetechnik am Feldrand schaffen.

Letztendlich sind das große Förderbänder, die Material von einem Transportfahrzeug auf ein anderes bewegen. Ein Hersteller solcher Überlader ist das Maschinenbauunternehmen Becklönne aus dem Kreis Warendorf im Münsterland. Auf einer Ackerfläche bei Nienburg/Weser demonstriert Geschäftsführer Dirk Becklönne zusammen mit dem Lohnunternehmen Biostrom GbR und dem Gesellschafter einer Biogasanlage, Dirk Gutt, die Funktionsweise und die Vorteile seiner Entwicklung. An diesem Morgen wird Grünroggen geerntet. Also Roggen, der noch keine vollständigen Ähren ausgebildet hat und aufgrund seiner…

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