Das Automobil im historischen Wandel


Vom Benzin aus der Apotheke zur komplexen Fahrzeugtechnik

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Fünf Liter Ligroin kaufte Bertha Benz in einer Apotheke: So hieß 1888 der Stoff, der dem Automobil die Kraft gab, sich fortzubewegen, Kraft-Stoff im wörtlichen Sinn. Damals war noch nicht abzusehen, wie selbstverständlich dieses Automobil einmal im Alltag werden sollte. Und wie faszinierend auf Rennstrecken.

Das Automobil hat Bertha Benz, der Ehefrau des Automobilerfinders Carl Benz, viel zu verdanken. Ihr zu Ehren lädt das Mercedes-Benz Museum zu den Bertha-Benz-Tagen.

Mit dem Ford Model T, der legendären “Tin Lizzie”, wurden in den USA ab 1908 erstmals Fahrzeuge am laufenden Band produziert  Von der “Tin Lizzie” wurden insgesamt rund 15,5 Millionen Exemplare gebaut.

Ihren Mann Carl hatte Bertha Benz gar nicht erst über ihr Vorhaben informiert: seine Erfindung, den Mercedes-Benz-Patentwagen, für eine Ausfahrt zu nutzen. Zur Motorkühlung wird bei jeder Gelegenheit Wasser geholt, notfalls auch aus dem Straßengraben. Zwei größere Reparaturen werden auf dem Weg von Mannheim nach Pforzheim notwendig. Die verstopfte Benzinleitung befreit Bertha Benz mit ihrer Hutnadel, die kaputte Zündung repariert sie mit ihrem Strumpfband. Und weil die Bremsklötze schnell verschleißen, lässt sie diese auf der Rückfahrt von einem Schuster mit Leder beschlagen – und erfindet so, wie nebenbei, den Bremsbelag.
Die Praxistauglichkeit des Automobils, seinerzeit oftmals angezweifelt, war auf rund 180 Kilometern Strecke demonstriert worden.
Rund 20 Jahre später zeigte Henry Ford mit dem Modell T, wie – vor allem durch die Nutzung des Fließbands – ein Auto in großer Stückzahl produziert und für viele Menschen erschwinglich werden kann. Aus dem Buchstaben als Modellbezeichnung wurde der Kosename »Tin Lizzie« (Blechliesel) – ein sicheres Zeichen für die Beliebtheit des Modells bei den Käufern.
Schon als der Pkw längst eine Selbstverständlichkeit für viele war, haben immer wieder neue Erfindungen die Sicherheit verbessert, den Kraftstoffverbrauch verringert, die Fahrleistungen verbessert, Komfort und Umweltfreundlichkeit erhöht. Sicherheitsgurt, Airbag, Katalysator, ABS, ESP und Klimaanlage sind nur einige Beispiele dafür.
Und längst wird der Kraftstoff nicht mehr in der Apotheke gekauft, immer mehr Autos werden auch nicht mehr an den klassischen Zapfsäulen betankt. Sie werden elektrisch betrieben, beziehen ihre Kraft aus Ladestationen, von einer Wallbox oder sogar von einer haushaltsüblichen Steckdose. Auch die Brennstoffzelle ist beim Antrieb heute im Einsatz.
Die Geschichte des Automobils ist immer auch eine Geschichte des Fortschritts. Diese Beispiele sind nur einige von vielen. Es sind aber Beispiele, die dies besonders gut verdeutlichen. Gerade in unserer Zeit erleben wir, wie sich die Fahrzeugtechnik in einem historischen Wandel befindet. Die modernen Antriebsstränge sind hier ebenso zu nennen wie die immer zahlreicheren Assistenzsysteme und die unterschiedlichen Levels autonomen Fahrens.
„All dies muss sicher und einwandfrei funktionieren. Das ist auch ein zentrales Anliegen der KÜS, insbesondere ihrer Stabsstelle Forschung und Entwicklung, – aktuell vor allem mit dem Forschungsprojekt KÜS DRIVE“, so KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler.

Ein gelber Peugeot e208 fährt in den Prüfstand ein

Fotos Autoren-Union Mobilität/ZF, Daimler AG, Ford Werke GmbH, KÜS, Lidl

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