Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Reise

Luxushotel auf Fogo: Mit Zita Cobb kam die Zukunft


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Sanft gleiten die weißen Riesen vorüber, voller Glanz in der Morgensonne – Eisberge auf ihrer Reise von Grönland vor der Felsenküste von Fogo Island. „Vier Jahre sind sie auf der Eisberg-Allee unterwegs, von April bis Juni kommen die meisten zu uns“, erläutert Clemens Dywer. Der pensionierte Lehrer gehört zur Gruppe der Commmunity Hosts. Als Fremdenführer leiten sie Touristen über die 25 Kilometer breite und 14 Kilometer lange Insel mit ihren 2.500 Einwohnern. Das Eiland mit den elf Dörfern liegt selbst für kanadische Verhältnisse ziemlich am Ende der Welt – im Nirgendwo am Rand des Nordatlantiks.

Wie eine Multimillionärin ihre Heimatinsel Fogo mit einem gemeinnützigen Luxushotel zur Touristenattraktion macht Noch bis in die 1960er-Jahre lebten dort 6.000 Bewohner. Die Nachfahren englischer und irischer Fischer verdienten ihr Geld mit dem Kabeljaufang. Doch vor 50 Jahren war die See leer gefischt. Immer mehr Familien waren auf Sozialhilfe angewiesen, die Menschen auf Fogo verarmten. Von der Regierung gab es Umsiedlungsprämien. Auch die Cobbs mit ihren sieben Kindern zogen weg aus dem Dorf Joe…

Timmelsjoch-Museum: 230 historische Motorräder mit Alpenpanorama


Fahrt über die Höhenstraße jetzt noch attraktiver

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Bei „Flying Merkel“ muss man unweigerlich an unsere Bundeskanzlerin denken – auch wenn das so recht gar nicht zusammenpassen will und man den Schriftzug zudem in Österreich entdeckt. Hat es auch nicht! Flying Merkel ist ein Motorrad aus den frühen Jahren des vorigen Jahrhunderts. Es ist eines von 230 Exponaten eines neuen Motorradmuseums, das sowohl durch die Architektur, das Ambiente als auch von den teilweise sehr exklusiven Ausstellungsstücken besticht.

Zufällig vorbei kommt man an diesem Museum wohl nicht. Es wurde komplett neu errichtet am Timmelsjoch, einer etwas abgelegenen Passstraße, die das österreichische Ötztal mit dem italienischen Meran verbindet. Übrigens eine schöne Alternative, wenn auf dem Brenner mal wieder gar nichts geht. Passstraße, da leuchten die Augen eines jeden Motorradfahrers. Nirgendwo sonst machen Kurven soviel Spaß. Da bietet sich ein Motorradmuseum als Pause förmlich an. Dachten sich auch Alban und Attila Scheiber aus Hochgurgl. Die…

Worscht, Weck und Woi


Goldener Herbst in der Südpfalz

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Der Wein ist die Seele der Pfalz. Und die wird sichtbar, wenn man durch das schier endlose, sanft geschwungene Rebenmeer am Rande des Haardtgebirges radelt. Im Westen eingerahmt von den Bergen und Burgen des Pfälzerwaldes und im Osten vom schemenhaften Dunst der rheinischen Tiefebene prägt sich das Landschaftsbild unwideruflich ein.

Von hellgelb bis tiefrot leuchtet das Weinlaub in der milden Herbstsonne. Der Duft nach süßem Traubenmost liegt in der Luft. „Die Herbstzeit ist bei uns in der Pfalz eine königliche Zeit“, sagt Norbert Arend. Seit mehreren Jahren begleitet der drahtige E-Bike-Experte Ausflugsgruppen entlang der Weinstraße. „Ein Paradies für Genießer“, schwärmt er. Vom Sattel der Pedelecs fällt der Blick über die Rebstöcke hinweg auf das Haardgebirge. Schemenhaft erkennt man das Hambacher Schloss, das untrennbar mit dem…

Die Retro-Tankstelle


Sprit zapfen im Stil der 1960er-Jahre

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Es war einmal eine kleine Tankstelle, die zu einer Zeit gebaut wurde, als der Automobilverkehr sich in Deutschland verbreitete. Der 2. große Krieg war vorbei und die Menschen wollten nicht nur in Uniform und Panzern in der Welt herumkommen. Private Pkw brummten bis auf die Höhen des Schwarzwalds hinauf, etwa auf einen 971 Meter hohen Bergrücken, der Kniebis hieß. Nach ihm hatte sich auch die Streusiedlung benannt, die sich hier erstreckt.

Klugerweise legte man die Tankstelle an der Bundesstraße 28 an, die von Freudenstadt her übers Gebirge führt, Richtung Westen in die Rheinebene hinunter bis nach Kehl und Straßburg. Die Baulichkeiten sahen so aus, wie man sie in den 1950er- und 1960er-Jahren errichtete: außen überdachte Zapfsäulen, innen neben dem Kassen- und Büroraum eine kleine Werkstatt, in der Reifen und Zündkerzen gewechselt wurden. Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeit, und diese änderte sich. Der Benzin- und…

Eine Seefahrt ist …


…nicht nur lustig

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Im August starb Gerd, mein Mann, und auf einmal war ich Witwe. Es dauerte ziemlich lange, bis ich das begriffen hatte. Und nun war bald Weihnachten. Im Prinzip ein wunderschönes Familienfest. Ich entschied mich für das Karibik-Kreuzfahrtschiff „Seven Seas Navigator“ – Bloß weg von zu Hause.

Das Schiff hatte ich sorgfältig ausgesucht, es sollte auf gar keinen Fall so ein Riesenschiff sein. Die Seven Seas Navigator hat 252 Suiten, fast alle mit eigenem Balkon und an Bord 330 Gäste. Vom Flughafen Frankfurt ging es zuerst nach New York und dann nach Puerto Rico. Den ersten Schock bekam ich am Gepäckband in San Juan: Mein Koffer war nicht da. Zum Glück war eine Dame des Veranstalters am Airport und beruhigte mich: „Keine…

Durch die Alpen mit einem Geländewagen – Auf Hannibals Spuren


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Jede Geschichte hat eine Vor-Geschichte. Es ist sicher komfortabler und weniger verlustreich, die jahrelange, hochstrapaziöse Durchquerung der Westalpen des karthagischen Feldherren Hannibal (ca. 247–183 v. Chr.) mit etwa 50.000 Soldaten und 37 Elefanten vor etwa 2.200 Jahren auf einem Teil der Strecke mit einem geländegängigen Fahrzeug nachzufahren. Wir unternahmen es trotz des äußerst anspruchsvollen Terrains.

Hannibal war damals von Spanien aus aufgebrochen, um die verhassten Römer an ihrer empfindlichsten Stelle zu bekriegen und zu besiegen: in deren eigenem Land. Durch das Rhône-Tal, dann ins enge Tal der Durance wechselnd, suchte sich der ideenreiche und besessene Feldherr trickreich seine Pfade, die nicht nur bis an die 3.000 Höhenmeter reichten, sondern auch mit Eis und Schnee bedeckt waren. Etwa bei Briançon, einer ehemaligen Garnisonstadt in den letzten beiden Weltkriegen, überquerte der Tross…

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