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Pinsel, Spachtel und schnelle Autos: Die Kunst des Steffen Imhof – KÜS magazin

Pinsel, Spachtel und schnelle Autos: Die Kunst des Steffen Imhof


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Er verleiht automobilsportlichen Ikonen und Legenden ein zweites Leben. Seit nahezu 30 Jahren. „Bereits in der Schulzeit hatte ich den Wunsch, Industriedesign zu studieren. Der Gedanke, etwas Neues zu entwerfen, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, faszinierte mich.“ Im Hinterkopf natürlich immer das Thema »Auto«.

Noch vor dem Beginn des Studiums begann er als Autodidakt mit Pastellkreide Autos zu malen. Über einen befreundeten Ferrari-Händler kamen dann auch prompt die ersten Aufträge. So wurde aus einer Leidenschaft immer mehr, so dass er nach dem Studium dieser Liebe treu blieb.

Chronist und Künstler machten sich zusammen auf den Weg

Als freier Künstler und Designer hatte Imhof sich dann selbständig gemacht und 1995 seine Maltechnik neu entwickelt: hin zu Leinwand mit speziell vorbereiteten Untergründen und Acrylfarben. So führten seine ganz individuell gestalteten Bilder schnell zu hohem Bekanntheitsgrad und heute ist er der Einzige weltweit, der diese Malphilosophie auch entsprechend umsetzt.

Kunst und Design, Fläche und Detail, Farben und Linien gehen eine völlig neue Symbiose ein. Der Hintergrund der jeweiligen Szene wird zuerst mit kräftigen, dynamischen Flächen erarbeitet. Darauf malt Imhof dann das eigentliche Objekt nach detailgetreuen Fotos mit feinsten Pinseln. Jede Niete auf der Karosserie, jede Schraube, jeder Team- und Sponsorname wird an richtiger Stelle dokumentiert. Dabei nimmt sich der Künstler die Freiheit, die Dynamik der Aktion für den Betrachter noch dadurch zu erweitern, indem das Objekt oftmals gar nicht in Gänze widergegeben wird, sondern angeschnitten, also nur ein Teil, bildsprengend quasi, aus oder über den Bildrand hinaus.


Ob sich das Fahrzeug im Drift oder im Bereich der Highspeed befindet, da ist das Tempo eingefangen, der physikalische Grenzbereich in der Bewegung. Eines der vielen künstlerischen Acrylwerke zeigt den Siegerwagen von Le Mans 1970, einen Porsche 917, den damals Hans Herrmann gefahren hatte. Und so machten sich Chronist und Künstler zusammen auf den Weg, um den inzwischen 9o-jährigen weltbekannten Fahrer und vielfachen Rennsieger privat aufzusuchen und ihm Imhofs Original zur Signierung vorzulegen. Diese Begegnung mit einem quicklebendigen und souveränen Jubilar hat mit Sicherheit auch einmaligen historischen Charakter.

Aber auch Michael und Ralf Schumacher, Mattias Ekström, Nico Rosberg, Felipe Massa, Jacky Ickx und Bernd Schneider haben Imhofs Bilder mit ihren Unterschriften geadelt. Die aktuellste Entwicklung hat der Künstler selbst eingeleitet: ein vorübergehender Wechsel, mehr eine Ergänzung aber, von vier zu zwei Rädern: Ducatis Grand Prix 1-Rennmaschine hat da hohen Statuswert. Eine meiner aufwändigsten Arbeiten, da auf der – im Vergleich zu den Rennwagen – relativ kleinen Fläche unendlich viele Namen von Sponsoren und Technik-Partnern vermerkt sind. Da kommt die graphische Präzision von Imhofs Malerei schon nahe an fotographische Dokumentation heran.

Ausstellungen in ganz Europa und weltweite Kundschaft aus Motorsport-Technik und Herstellern gehören inzwischen zu seinen Beweismitteln einer hohen Kompetenz und einmaligen Maltechnik. Da wird noch so manche Überraschung in den nächsten Jahren kommen…

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