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Durch die »Grüne Hölle«


KÜS Team75 Bernhard etabliert sich mit zwei blutjungen »Rookies«

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Nirgendwo sonst ist die Balance zwischen Amateuren und Rennprofis so ausglichen wie in dieser Serie: Die VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring ist Europas größte Motorsport-Breitenserie. In zehn Rennen über neunmal vier und einmal sechs Stunden treten Privatiers, die ihr Herz an den Motorsport verloren haben, gegen Werksfahrer und DTM-Profis in Boliden mit fast 600 PS an.

„Der Geist dieser Serie ist die Vielfalt an Fahrzeugen, es sind aber auch die großen Unterschiede an Leistungsdaten sowie der sportliche Wettbewerb unter Gleichgesinnten“, sagt der ehemalige Automobil-Manager Karl Mauer, jetzt Generalbevollmächtigter der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Meister wird nach Ende der zehn Rennen durch die »Grüne Hölle« nicht derjenige, der die meisten Gesamtsiege eingefahren hat, sondern derjenige, der in den am stärksten besetzten Gruppen die meisten Punkte im Lauf der Saison eingefahren hat.

»Vorteil Amateure« heißt es also in jedem Jahr. Denn während in den eher dünn besiedelten Top-Klassen sich die Werksfahrer von Porsche, Audi, BMW, Mercedes-Benz, Aston Martin und Ferrari um den Gesamtsieg streiten, tummeln sich in den PS-schwächeren Hubraumklassen die Fahrer(Innen) aus den Markencups. Dort sind, wie etwa beim BMW 235i Racing Cup, bis zu zwanzig Kombattanten am Steuer. Und bei viel Konkurrenz gibt es eben auch viele Punkte zu gewinnen.

In diesem Umfeld ist seit dem ersten Lauf Ende März dieses Jahres auch das KÜS Team75 Bernhard mit einem Porsche 911 GT3 Cup und zwei noch recht jungen, aber sehr talentierten Piloten vertreten. Der 26-jährige David Jahn aus Leipzig und der US-Boy Dennis Trebing bilden das Fahrer-Duo aufder wohl schönstenaber auch anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt über mehr als 22 Kilometer.

Und in der neuen Serie läuft es für die beiden »Rookies« bereits richtig gut: Zwei Rennen, zwei Podiumsplätze, einmal sogar die Pole-Position in der Klasse.

Teammanager Klaus Graf kann nach den beiden ersten Rennen mit seinen »jungen Hüpfern« sehr zufrieden sein. „Unsere erste Pole-Position auf der Nordschleife durch David war schonein guter Start am Morgen. Im Rennen hatten wir nicht ganz den Speed, um am Ende ganz oben zu stehen, aber mit Platz zwei in der Cup2-Klasse haben wir uns im VLN-Feld voll etabliert. Danke und ein dickes Lob an David und Dennis sowie ans Team für einen fehlerfreien und super Job.“

Und der nächste Hoffnungsträger wartet bereits im Hintergrund. Beim zweiten VLN-Saisonlauf Mitte April absolvierte der erst 20-jährige Marek Böckmann in einem Porsche Cayman seine Pflichtrunden in einer der stark besetzten leistungsschwächeren Klassen. Dies musste er tun, um sein sogenanntes »Permit«, eine Art Führerschein für die Nordschleife, zu bekommen. Mit dieser Lizenz ausgestattet, soll Marek in den nächsten Rennen der VLN-Saison 2017 seinen Stammplatz neben David Jahn einnehmen.

Dem KÜS Team75 Bernhard darf man also gute Aussichten für die Zukunft bescheinigen: Viel Erfahrung, Ruhe und Umsicht im Hintergrund bei der Stallregie. Dazu zwei junge hungrige Fahrer. Das ist eine viel versprechende Mischung, die passt.

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