1.000-km-Rennen wieder auf dem Nürburgring


Comeback für einen Motorsport-Mythos

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Das 1.000-km-Rennen auf dem Nürburgring steht seit Jahrzehnten für Triumphe ebenso wie für Tragödien – wie sonst höchstens das ebenfalls auf dem Nürburgring ausgetragene 24-Stunden-Rennen.

Echte Herausforderung an Piloten und Boliden

Von 1953 bis 1983 wurde das 1.000-km-Rennen auf der Nordschleife gefahren, dann erst gar nicht mehr und schließlich auf dem Grand-Prix-Kurs – als Remake und von vielen Fans als Notlösung empfunden. 2021 ging es – endlich – zurück in die »Grüne Hölle«.
Und da erwies sich das Rennen als echte Herausforderung an Piloten und Boliden aus vielen Dekaden des Motorsports, und hatte mit historischen Rennfahrzeugen vom kleinen Opel Kadett bis zum aufgemotzten Porsche RSR alles zu bieten, was die Faszination der Langstreckenrennen in der Eifel ausmachte. Das alles endlich wieder entlang der berühmten Streckenpunkte wie Brünnchen, Hatzenbach, Pflanzgarten, Galgenkopf und Co. Es war das erste Rennen, das vom »Corona-Schatten« weitgehend frei war und auch dadurch eine Reminiszenz an die besten Jahre und Jahrzehnte des größten Rennens auf einer der schönsten und schwierigsten Rennstrecken der Welt.
Das 1.000-Kilometer-Rennen übte seine Anziehungskraft in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts auf die ganz Großen des Rennsports aus. Im Le-Mans-Start (die Fahrer liefen zu ihren mit laufendem Motor auf der gegenüberliegenden Seite wartenden Autos) wurde es ausgetragen, von Größen wie Alberto Ascari, Sir Stirling Moss oder John Surtees, Phil Hill, Jo Siffert, Jacky Ickx, Arturo Merzario. Aus Deutschland stellten sich etwa Rolf Stommelen, Hans Heyer, »Strietzel« Stuck, Klaus Ludwig und Jochen Mass der Herausforderung von bis zu sieben Stunden für 26 Kilometer.
Das 1.000-km-Rennen war von Beginn an Bestandteil der seinerzeit neu ins Leben gerufenen Sportwagen-Weltmeisterschaft. Der Standort Deutschland, schon damals ein Schwerpunkt der Automobil-Industrie, wollte, nach den Wirren des unseligen Kriegsgeschehens, so schnell wie möglich wieder zurück auf die internationale Bühne. Und so beantragte der ADAC als Veranstalter beim Weltautomobilverband FIA ein Langstreckenrennen in Deutschland. In Frage kam dafür nur der Nürburgring. Das wurde genehmigt. So fiel am 30. August 1953 erstmals die Startflagge für das heute legendäre Rennen. Dessen »wahre Helden« waren freilich stets die Herzblut-Amateure.

Fotos ADAC, Oliver Kleinz

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