VIP-Chauffeure müssen absolut „top“ sein


Das härteste Fahrtraining der Welt

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VIP-Chauffeure von Top-Persönlichkeiten, wie etwa Konzern­managern, Staats­präsi­denten oder Regierungs­chefs, benötigen eine Top-Sicherheits­ausbildung. Die Kursteilnehmer lernen, einem Kugelhagel zu entkommen oder eine vier Tonnen schwere gepanzerte Limousine schnell zu wenden. Zum Programm gehört, Rammversuche zu parieren oder mit der Karosse noch einen Fluchtweg zu finden. Bis zu 4.000 Euro kostet ein mehrtägiger Kurs.

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Starke Nerven gefragt: Auch diese brenzlige Situation ist zu meistern

Das Procedere am Beispiel BMW: Hier werden jährlich rund 1.000 VIP-Fahrer weltweit für einen Job geschult, bei dem im Bruchteil einer Sekunde aus der täglichen Routine eine lebensgefährliche Situation werden kann. Das BMW Security Intensive Training for Professionals hilft, Ausnahmesituationen mit kühlem Kopf und sicherer Hand zu meistern. Es gilt, das eigene Auto stabil in der Spur zu halten sowie Rettungs- und Fluchtwege zu erkennen und obendrein noch den Blick für andere Fahrzeuge zu haben. Zur Spezialausbildung gehören schnelle Spurwechsel, Ausweichen vor Hindernissen in der Kurve oder auf den befestigten Seitenstreifen. Wichtig ist, dass die Sicherheit der Fahrgäste stets gewährleistet und das Vertrauen zum VIP-Fahrer gerechtfertigt ist.

Die Chauffeure müssen ohne Zögern eine richtige Entscheidung treffen, im Ernstfall darf es keine Kompromisse geben. Die VIP-Fahrer müssen rasch reagieren, den Wagen jederzeit beherrschen und Notsituationen optimal lösen. Denn eines ist klar, ein sicheres Auto alleine reicht für den Schutz nicht aus. Nur wenn der Lenker auch damit umzugehen versteht, kann sich der Insasse wirklich sicher fühlen. Für einen ausgewählten Kundenkreis werden regelmäßig sogenannte High-Security-Übungen veranstaltet, vor allem für die Fahrer potentiell gefährdeter Personen. Dazu zählen Käufer schusssicherer Modelle, Konzern-Bosse, Botschaften oder Ministerien.

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Im Dunkeln ist diese Übung noch schwieriger.

Die meiste Zeit rasen die Chauffeure mit gepanzerten Limousinen über den Übungs-Parcours. Sie lernen, die Schlachtschiffe unter Kontrolle zu halten. Schon bei Tag sind die Übungen nicht leicht. Noch schwieriger wird es im Dunkeln. Die Chauffeure müssen dann meterlangen Stichflammen ausweichen, im dünnen Lichtschein des Vordermanns über improvisierte Rennstrecken jagen und dabei stets auf alles gefasst sein. In Gefahrensituationen sollen sich die Kandidaten richtig und vor allem sicher verhalten. „Wir wollen die Kursteilnehmer in Paniksituationen versetzen“, sagt ein BMW-Instruktor. Ziel sei es, schnell und überlegt zu handeln. Die Sicherheit der Schutzperson stehe über allem. Die Aspiranten werden theoretisch und praktisch geschult, sich voraus­schauend zu verhalten. Zudem gibt es einen Schnellkurs in Waffen- und Sprengstoffkunde.

Das BMW Fahrer-Training steht für systematisches Lernen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und individuelle Begleitung durch mehr als 80 kompetente Instruktoren. Unter ihnen befinden sich routinierte Testfahrer, erfahrene Ingenieure und Fahrzeugentwickler, die neben ihren technischen und didaktischen Fähigkeiten oft langjährige Motorsporterfahrung mitbringen.

Andere Automobilhersteller bieten vergleichbare Sicherheitstrainings an.

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