Opel Olympia – 75 Jahre Innovation bis in die Neuzeit


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Vor 75 Jahren, 1935, ein Jahr bevor in Berlin in Deutschland die Olympischen Spiele gefeiert wurden, nannte Opel sein neu konstruiertes Modell mit 1,3 Liter Hubraum – Olympia. Dieses Modell präsentierte der Rüsselsheimer Automobil-Hersteller auf dem Berliner Automobilsalon 1935.

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Revolutionär war zusätzlich die Zeppelinaktion, das 500.000ste Modell der Opel Automobil-Produktion in einem Luftschiff nach Rio de Janeiro zu transportieren. Wie es der «Zufall» wollte, war es ein Olympia-Modell. Der erste in Deutschland in Großserie gebaute Wagen mit selbsttragender Ganzstahl-Karosserie. Erstmalig ein außergewöhnliches Transportmittel. Das Luftschiff «Hindenburg» LZ 129 wurde auserkoren und von Friedrichshafen/Bodensee aus gestartet. Am 31. März 1936 wurde der Opel, in einer speziell für diesen Anlass angefertigten «Auto-Garage», im Inneren des LZ 129 nach Rio de Janeiro überführt. In der riesigen Menge neugieriger Zuschauer wartete bei der Ankunft und zur Übernahme des Fahrzeuges der brasilianische Verkehrsminister, Marquis dos Reis, und andere honorige Persönlichkeiten der brasilianischen Regierung.

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Produktionsbeginn war bereits im April des Jahres 1935. Was zeichnete dieses Opel-Modell im Speziellen aus? Es war die Karosserie-Struktur. Eine aus dem Flugzeugbau bekannte und übernommene Bauweise. Das Metallgerippe der selbsttragenden Karosserie bestand aus miteinander verbundenen Profilträgern. Daraus resultierte eine sehr steife Karosserie-Struktur, die heute im Wesentlichen noch so angewandt wird und im Besonderen den Insassen zugutekommt. Weiterer wichtiger Konstruktionsvorteil war und ist das geringere Gewicht bei unveränderter 26-PS-Motorleistung. Etwa 80 kg wurden beim Olympia gegenüber dem Opel 1,3-Liter-Vorgängermodell eingespart. Damit war das Beschleunigen nicht nur gefühlt besser als im alten Modell, auch die Höchstgeschwindigkeit konnte gesteigert und dabei der Verbrauch reduziert werden.

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Opel ließ somit bewährte Technik eines vorherigen Modelles unter einem neuen attraktiven Blechkleid innovativ erscheinen. Bauartbedingt erlebte die Modellreihe des Olympia eine weitere einschneidende Neuerung. Es gab nur noch zwei Karosserie-Varianten. Erstens eine Limousine und zweitens die Kabriolett-Limousine. Der aufkommenden deutschen Reisefreudigkeit ist die Komfort-Ausstattung entsprechend angepasst. Die Polstersitze sind mit Cordstoff bezogen und die Sitzlehnen der Vordersitze sinderstmalig vorklappbar. Bequemer Einstieg in den Fond ist somit gewährleistet und die Sitzmaße erlauben eine großzügige Bewegungsfreiheit. Einziger Wermutstropfen ist ein nur von innen erreichbarer Kofferraum. Am Heck fehlte noch der Kofferraumdeckel, dort war, dem Zeitgeschmack entsprechend, ein Reserverad angebracht. Durch viel Chromzierrat wertete Opel das neue äußere Erscheinungsbild auf. Charakterbildend thronte ein Zeppelin auf der Kühlermaske. In der zweitobersten Reihe des Kühlergrills, von vorne betrachtet links, erweckte eine Plakette die Aufmerksamkeit. Auf dieser ist die Darstellung eines Diskuswerfers zu sehen, zusätzlich mit der Typenbezeichnung Olympia als Schriftwort. So wollte Opel unverwechselbar den Bezug zu Olympia herstellen. In den Testberichten der verschiedenen Fachmagazine ist das Gesamtbild dieses neuen Modelles im Jahre 1935 positiv bewertet. Somit ein gelungener Entwurf und Erfolg für Opel, der Zuverlässige.

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