Marktbetrachtung: Restwertprognose Minivans


Opel Meriva in Poleposition

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Klein, aber pfiffig sind die Kleinen der Großraumautos – die Minivans. Relativ preisgünstig, kompakt in den äußeren Abmessungen und wendig, das sind die Kernattribute dieser Fahrzeugklasse.

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Skoda Roomster

Alle arrivierten Automobilhersteller versuchen ins Minivan-Segment vorzudringen. Zum Teil mit großem Erfolg. Die Restwerte dieser Autos verhalten sich in der Regel leicht besser als jene der Kleinwagenklasse. Im Segment der Minivans findet man Fahrzeuge wie beispielsweise Nissan Note, Opel Meriva und Renault Modus, aber auch die Klassen-Newcomer Hyundai ix20 sowie die baugleichen Knirpse Toyota Verso S und Subaru Trezia.

Neuzulassungsstar unter den kleinen Raumwundern ist der Rüsselsheimer Meriva mit mehr als 14.300 Zulassungen in den ersten vier Monaten dieses Jahres.

Die Prognose-Spezialisten der Bähr & Fess Forecasts haben ausgewählte Fahrzeuge dieser Klasse näher analysiert und dabei entpuppt sich der Meriva als Wertstabilitätsstar (siehe auch Tabelle). «Auch mit der zweiten Generation des kleinen Vans aus Rüsselsheim haben die Hessen ein Erfolgsmodell auf die Räder gestellt. Nicht nur die Optik, mit den beiden gegenläufig angeschlagenen Türen, sondern auch das Preis-Leistungs-Verhältnis und die gute Qualität tragen zum Erfolg des aktuellen Meriva bei. Die Restwertzukunft für den Meriva sieht demnach sehr rosig aus», so Dieter Fess, Mitinhaber der Bähr & Fess Forecasts GmbH in Völklingen.

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Kia Venga

In Prozent ausgedrückt setzt sich der Meriva – sowohl mit dem 100-PS-Benzinmotor, als auch mit dem 95 PS starken Selbstzünder – in vier Jahren ganz oben auf’s Treppchen. Bei den benzinangetriebenen Minivans attestieren die Saarländer dem Meriva Selection 1.4 gemeinsam mit dem Newcomer Verso S von Toyota, unter dessen Motorhaube ein 99-PS-Motor werkelt, einen Restwert von 54,5 Prozent in vier Jahren. Das ergibt bei einem heutigen Neupreis von 15.900 Euro für den Opel und 16.200 Euro für den Japaner einen Wertverlust von rund 7.230 Euro beziehungsweise 7.370 Euro. «In Japan ist der Verso S – unter anderem Namen – schon seit Jahren ein alter Bekannter. Unverständlicherweise hat sich Toyota eine fünfjährige Auszeit vom Minivan-Segment gegönnt, das durch den Vorgänger quasi mitbegründet wurde. Der Verso S hat dennoch das Zeug, zum Branchenprimus aufzuschließen und zu einem der restwertstärksten Modelle seiner Klasse zu werden», so Dieter Fess.

Hyundai ix20

Hyundai ix20

Den Bronze-Platz unter den Vierjährigen belegt der Skoda Roomster 1.2 TSI. Der Tscheche verliert lediglich einen Prozentpunkt weniger als die Erstplatzierten. Bedingt durch den geringeren Neupreis (14.450 Euro) liegt sein Wertverlust von rund 6.720 Euro auch unter dem des Opel und Toyota. In Sachen Wertbeständigkeit kann sich der Renault Modus 1.2 16V hinter dem Tschechen einreihen. Der Franzose weist nach vier Jahren noch einen Restwert von 52,0 Prozent auf. Im Restwertniveau fast ebenbürtig ist der Nissan Note 1.4. Dem Note, der übrigens mit 13.910 Euro den geringsten Neupreis unter den ausgewählten Modellen hat, attestieren die Experten in vier Jahren noch einen Restwert von 51,5 Prozent. Dem Ende letzten Jahres eingeführten Koreaner ix20 von Hyundai bescheinigen die Prognose-Experten einen Restwert von 50,0 Prozent in vier Jahren und seinen Konzernbruder Venga von Kia 49,5 Prozent. «Ein fünfjähriges Sorglos-Paket und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis machen den Hyundai zu einem sehr guten Alternativangebot im Minivan-Segment. Dass er motorenseitig nicht ganz auf der Höhe von Meriva und Verso S liegt, ist dadurch auf jeden Fall verschmerzbar. Auch der Hyundai ix20 unterstreicht den positiven Trend in den Restwerten der Gesamtmarke Hyundai», so Dieter Fess.

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Opel Meriva

Bei den Selbstzündern verschiebt sich die Rangfolge der Restwert-Hitliste etwas: Platz eins bleibt dem Meriva 1.3 CDTi mit einem Restwert von 56,0 Prozent in vier Jahren vorbehalten. Dicht dahinter rangiert der Roomster 1.6 TDI (55,0 Prozent) und der Toyota Verso S beansprucht mit einem Restwert von 53,5 Prozent den Bronzeplatz. Betrachtet man die monetäre Seite bei den Selbstzündern, so klafft die Wertverlustschere von rund 7.310 Euro für den Roomster bis hin zu circa 8.970 Euro in vier Jahren für den Kia Venga 1.4 CRDi auseinander.

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Renault Modus

Restwert-Prognosen Minivans

Benziner

Marke/Modell kW/PS Neupreis
in Euro
Restwert nach
4 Jahren in %
Wertverlust nach
4 Jahren in €
Hyundai ix20 1.4 blue Classic 66/90 15.090 50,0 7.545
Kia Venga Vision 1.4 CVVT 66/90 16.005 49,5 8.083
Nissan Note Visia 1.4 65/88 13.910 51,5 6.746
Opel Meriva Selection 1.4 74/100 15.900 54,5 7.235
Renault Modus Dynamique 1.2 16V TCE 76/103 15.000 52,0 7.200
Skoda Roomster 1.2 TSI 63/86 14.450 53,5 6.719
Toyota Verso S 1.33 Dual VVT-l Cool 73/99 16.200 54,5 7.371

Diesel

Marke/Modell kW/PS Neupreis
in Euro
Restwert nach
4 Jahren in %
Wertverlust nach
4 Jahren in €
Hyundai ix20 1.4 CRDI blue Classic 66/90 16.890 51,0 8.276
Kia Venga 1.4 CRDI Vision 66/90 17.765 49,5 8.971
Nissan Note 1.5 dCi DPF Visia 66/90 15.410 50,5 7.628
Opel Meriva 1.3 CDTI ecoFlex Selection 70/95 18.750 56,0 8.250
Renault Modus 1.5 dCi FAP Dynamique 65/88 17.000 50,5 8.415
Skoda Roomster 1.6 TDI DPF 66/90 16.250 55,0 7.312
Toyota Verso S 1.4 D-4D Cool 66/90 18.550 53,5 8.625

Quelle: Bähr & Fess Forecasts / Stand Juni 2011 / Händler-Verkaufspreise / Basislaufleistung

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