Marktbetrachtung: Kleine SUV / Crossover


Peugeot 2008 und VW T-Cross stürmen die Wertstabilitäts-Hitliste

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Jahrzehnte nach der Vorstellung des Suzuki LJ-80, das Fahrzeug wurde ursprünglich für die australische Armee entwickelt, boomen die kleinen SUV auf hohem Niveau. So wurden beispielsweise im vergangenen Jahr über 31.550 Hyundai Kona und rund 27.350 VW T-Cross in Deutschland neu zugelassen. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Fahrzeuge kaum noch Allradler sind. Dennoch versprühen diese Fahrzeuge einen Hauch von Abenteuer mit ihrem Outdoor-Look, die Insassen sitzen hoch und die Fahrzeuge sind sehr freizeitorientiert einsetzbar, „Restwerttechnisch macht man in dieser Klasse mit der überwiegenden Zahl der Angebote keinen Fehler“, so Dieter Fess Mitinhaber der Bähr & Fess Forecasts GmbH in Saarbrücken.

PEUGEOT 2008

Den zu erwartenden Restwert ausgewählter City-Kraxler haben die Prognose-Experten von Bähr & Fess Forecasts näher durchleuchtet (siehe auch Tabelle). Die aktuelle Wertstabilitäts-Hitliste der kleinen ausgewählten SUV führt der Wolfsburger T-Cross an. „Der VW-Käufer kann sich vor konzerninternen und ähnlich eingepreisten Alternativen kaum retten. Ein Beweis, wie eng gestaffelt und clever die Produktpalette des Weltkonzerns ist. Der T-Cross befindet sich erstaunlich nah am größeren Bruder, dem T-Roc. Dies gilt sowohl preislich als auch für seine Abmessungen. Der T-Cross ist fast unmerklich kleiner und im direkten Vergleich das agilere Auto. Es steht im Hinblick auf die Innenraumkapazitäten dem größeren VW-SUV T-Roc kaum nach. So verhält es sich auch bei den prognostizierten Wiederverkaufswerten. Diese gehören zweifelsfrei zu den restwertstärksten und -stabilsten seines Segments“, so Dieter Fess. Der 95 PS starke VW T-Cross beansprucht in vier Jahren mit einem Restwert von 49,5 Prozent seines ehemaligen Neupreises den Goldplatz. Dies bedeutet, dass der Wolfsburger bei einem ehemaligen Neupreis von 19.300 Euro in vier Jahren nur knapp 9.750 Euro an Wert verliert. Rang zwei kann sich der Peugeot 2008 1,2 PureTech 100 (49,0 Prozent) sichern. Allerdings ist der Franzose (Neupreis: 21.500 Euro) auch um 2.200 Euro teurer als der T-Cross und weist einen Wertverlust in vier Jahren von 10.965 Euro auf. Damit ist der Peugeot prozentual nur einen halben Prozent-Punkt schlechter als der T-Cross, aber noch um 1,5 Prozentpunkte besser als sein Diesel-Pendant 2008 1,5 BlueHDI (47,5 Prozent) mit 110 PS-Motorisierung.
Mit Restwerten von 46,0 bis 47 Prozent beanspruchen der Mazda CX-30 Sky-activ-D und CX-30 Skyactiv-G Hybrid, der Opel Mokka 1,5 Diesel sowie der Kona 1,6 CRDI Hybrid einen Mittelplatz in der Hitliste. „Kunden, die den ersten Mokka kauften, werden sich verwundert die Augen gerieben haben. Der Nachfolger hat praktisch nichts mehr mit seinem erfolgreichen Vorgänger gemein. Der eine Biedermeier und der nächste schon eher Brandstifter – zumindest aber in einem sehr zeitgeistigen Design. Deutlich kürzer, deutlich niedriger und ein wenig breiter wurde der Mokka, was ihm auch sehr gut steht. Die Seitenlinie gleicht eher einem erhöhten Adam als der des Mokka der ersten Generation. Ob der Neue dessen sehr gute Restwerte erreichen kann, wird man sehen“, so Dieter Fess.

Die neue Formensprache bei Ford
sowie die Umstellung vieler Segmentmodelle auf SUV oder Crossover,
tun augenscheinlich dem Konzern sehr gut

Danach geht es in 0,5-Prozent-Punkt-Schritten weiter an das untere Ende der Skala in Sachen Restwerte. Mit Restwerten von jeweils 45,5 Prozent nach dem genannten Zeitraum können sich der Hyundai Kona 1,0 T-GDI und der Puma 1,0 EcoBoost noch leicht vor die Schlusslichter der Hitliste setzen. So liegen die Prognosen für den Opel Mokka 1,2 Direct Injection Turbo mit 100 PS und dem Ford Puma 1,5 EcoDiesel bei einem Restwert von jeweils 45,0 Prozent. „Die neue Formensprache bei Ford sowie die mittelfristige Umstellung vieler klassischer Segmentmodelle auf SUV oder Crossover, tun augenscheinlich dem Konzern sehr gut; positioniert der Puma sich doch damit statt wie bislang am eher langweiligeren Rand des Automobilmarktes, sondern gekonnt in dessen hipper Mitte. Im Vergleich zum Vorgänger, der ja bekanntlich ein Coupé war, sieht der aktuelle Puma nicht weniger sportlich aus, aber wirkt dazu noch deutlich erwachsener. Auch der Fiesta wird die Attraktivität des Puma zu spüren bekommen“, so Dieter Fess.

Mazda CX-30

Opel Mokka

Hyundai Kona

 

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