Knausernde Selbstzünder


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Der Spritkonsum spielt bei den heutigen Kraftstoffpreisen eine immer wichtigere Rolle beim Autokauf. Die preisgünstigsten Benziner aller Segmente hatten wir im KÜS Magazin 72 vorgestellt. Aber wie sieht es bei den Dieselfahrzeugen aus, genauer, bei den Selbstzündern ohne Plug-In-Hybrid? Diesen Markt haben die Experten von Jato Dynamics ins Visier genommen (siehe Tabelle).

Der XF ist dem XE fast wie aus dem Gesicht geschnitten

In Deutschland werden derzeit rund 1.300 Neuwagenversionen mit Dieselantrieb angeboten. Bei den Neuzulassungen beträgt der Marktanteil von Dieselfahrzeugen mittlerweile keine 20 Prozent mehr. Zum Vergleich im Jahr 2009 waren es noch rund 45 Prozent. Dieselfahrzeuge sind zwar sparsamer als gleich große Benziner, allerdings meist auch teurer in der Anschaffung. Neuerdings ist da noch der steigende Treibstoffpreis. Aktuell ist Diesel teurer als Benzin, Prognose unmöglich – das war über Jahrzehnte hinweg für Autofahrer*innen schlicht unvorstellbar: So kostete laut ADAC ein Liter Diesel im August 2022 im Schnitt 1,96 Euro (08/2021: 1,56 Euro) und für einen Liter E10 musste man im Schnitt 1,73 Euro (08/2021: 1,39 Euro) bezahlen. 

Das sparsamste Auto ist der Klassensieger bei den Kleinwagen, der Renault Clio Blue-HDI mit einem Normverbrauch von 3,6 Litern. Er liegt damit um einen guten halben Liter unter den Werten seiner Mittbewerber Citroën C3, Opel Corsa und Peugeot 208. Das Dieselangebot bei den Minicars ist gleich Null und im Kleinwagenbereich sind auch nur noch die genannten Modelle im Portfolio der Hersteller. Besser aufgestellt ist die Kompaktklasse mit ihren rund 270 Modellversionen – hier reichen die Werte von 4,1 bis
5,7 Liter. Škoda hat mit seinem Octavia (4,1 l) die Nase vorn. Geringfügig durstiger sind der Audi A3 35 TDI und der VW Golf mit jeweils 4,2 Litern. Dahinter reihen sich Seat Leon, Opel Astra und Citroën C4 in die Liste der Sparfüchse ein.

Die Diesel-Sparfüchse der Mittelklasse sind nur geringfügig schlechter als die der Kompaktklasse, allen voran der Mercedes C 200 D MHEV (4,4 l) mit dem 163-PS-Mildhybrid. Dahinter rangieren Audi A4 30 TDI, Opel Insignia 2.0 Diesel, Peugeot 508 1.5 BlueHDI mit einem Normverbrauch von je 4,6 Litern. Immerhin sind unter den rund 180 Mittelklasseversionen knapp 60 Modelle, darunter der BMW 320d MHEV, VW Passat 2.0 TDI (150 PS) und Jaguar XE D200 Mildhybrid, die weniger als fünf Liter konsumieren.

In der oberen Mittelklasse, hier seien der Audi A6, die BMW 5er-Reihe und die E-Klasse von Mercedes als Beispiele genannt, werden derzeit so gut wie keine reine Verbrenner mehr angeboten. Der Klassensieger XF D200 Mildhybrid von Jaguar mit 204 PS wird mit einem Normverbrauch von 4,7 Litern gelistet. Platz zwei teilen sich der 160 PS Mercedes E 200d und der 520d Mildhybrid von BMW mit einem Normverbrauch von je 4,8 Litern. Nur neun Modellversionen von insgesamt circa 90 Fahrzeugen in dieser Klasse verbrauchen weniger als fünf Liter Diesel. In der Luxusklasse müssen es mindestens 5,6 Liter sein. Hier steht BMW ganz oben auf dem Treppchen. Der 730d Mildhybrid (5,6 l) verbrennt fast einen Liter weniger Diesel als Mercedes S 350d (6,4 l). Für den Ingolstädter Mildhybrid A8 quattro werden sogar 7,2 Liter angegeben.

Bei den kompakten SUV geht Platz 1 an den Kia XCeed MHEV, gefolgt von Cupra Formentor mit 150-PS-Triebwerk (4,3 l), BMW X2 SDrive 18d und Opel Mokka 1.5 Diesel mit einem Normverbrauch von je 4,5 Litern.

Kia XCeed Facelift

Škoda Octavia

Mercedes-Benz C 200

Toyota Proace

Renault Clio

BMW 420

Fotos Jaguar, Kia, BMW, Toyota, Mercedes, Renault, Škoda

 

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