Im Schatten der Ente: »Die« Dyane


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Ein Geschwister bekam der Citroën 2CV, als er mit großem Erfolg schon fast 20 Jahre unterwegs war. Vor genau 50 Jahren, im Sommer 1967, startete die Produktion des Citroën Dyane im französischen Rennes. In Deutschland debütierte der Nachzügler zur IAA in Frankfurt am 14. September 1967.

Dabei sollte er keineswegs als lediglich ein wenig anders geformter Citroën 2CV Interesse wecken, sondern wurde zwischen  „der Ente“ und dem damals ebenfalls populären Ami 6 positioniert. Zugute kommen sollte den Passagieren eine größere Heckklappe, eine höhere Frontscheibe und mehr Platz im Innenraum. Der Citroën Dyane übernahm zwar die Fahrgestell-Mechanik des 2CV, seine Karosserie war jedoch neu. Sollte der 2CV ein
reiner Personenwagen sein („quatre roues sous un parapluie“), kam dem Dyane die Rolle einer Kombilimousine mit hinterer umlegbaren Sitzbank zu. Auch die quadratischen Scheinwerfer waren keineswegs nur ein Design-Gimmick, sondern zur Verbesserung des Luftwiderstandes in die Karosserie integriert.

Der ursprüngliche Zweizylinder-Motor des Citroën Dyane mit 425 cm3 leistete 18 PS (13 kW), der ab 1970 angebotene Motor der Dyane 6 mit 602 cm3 erreichte 24 PS (18 kW). Der Citroën Dyane wurde ab 1969 als Dyane 4, mit der größeren Motorisierung als Dyane 6 und als Lieferwagen unter dem Namen Acadiane angeboten.

Seien wir ganz ehrlich: Den Kultstatus der großen Schwester hat der Nachzügler nicht erreicht.

Die Verkaufszahlen sind dennoch beachtlich: Von 1.444.583 produzierten Autos wurden in Deutschland über 20.000  Exemplaren abgesetzt. Die Produktion des Citroën Dyane bzw. „der Dyane“ endete 1984, der Lieferwagen Acadiane lief noch drei weitere Jahre vom Band.

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