Hybriden contra konventionelle Motorisierungen


Wertstabilität

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Erst in den ausgehenden 70er-Jahren wurden die großen Automobilfirmen wie BMW und Mercedes, General Motors und Ford auf Energieträger wie Wasserstoff, Methanol, Elektrizität, Sonnenenergie oder Gas aufmerksam. Längst sind diese Fahrzeuge den Science-Fiction-Tagen entwachsen und auch käuflich. Heute spricht fast jedermann von Hybridfahrzeugen. Ob Benzin, Diesel, Elektro, Gas, Wasserstoff oder Hybrid, die Automobilindustrie hat mittlerweile vieles für ihre Kunden im Angebot.

Hybriden um bis zu fünf Prozentpunkte schlechter

Im vergangenen Jahr wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt insgesamt mehr als 3,3 Millionen Personenwagen neu zugelassen, darunter waren nur knapp 48.000 Fahrzeuge mit einem Hybridantrieb und rund 11.400 Elektrofahrzeuge.

Das Problem der aktuellen Elektrofahrzeuge – und auch der Hybriden – liegt unter anderem derzeit noch in der recht hohen finanziellen Hürde, die für die Anschaffung genommen werden muss. Auch wenn die Subventionen zu etwas erschwinglicheren Anschaffungspreisen führen, sind die grundsätzlichen Unterschiede noch immer groß. Selbst der Hausbesitzer ist nicht immer in der Lage sein E-Mobil oder Plug-In-Hybriden in einer hausnahen Garage aufladen zu können. Ein wirklich ähnlich schnelles betanken und ein dichtes E-Tankstellennetz, wie man es heute für fossile Brennstoffe kennt, ist auch noch nicht gegeben.

Für diejenigen, denen die Reichweite der aktuellen Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb noch zu gering ist, stellt ein Hybridauto eine umweltfreundliche Alternative dar. Solche Fahrzeuge verfügen neben einem konventionellen Verbrennungsmotor sowie einen zusätzlichen Elektromotor und Akkumulatoren zur Generierung beziehungsweise Speicherung des Stroms.

Die Angebotspalette für Hybriden ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen.

So hat Audi beispielsweise neben dem A3 Sportback e-tron auch den 373 PS starken Q7 e-tron im Portfolio. BMW bietet unter anderem den i8 mit Range-Extender, den 330e und den 225xe Active Tourer an. Bei der Stuttgarter Marke mit dem Stern stehen der C350e, der GLE 500e und das Flaggschiff S500 Plug-In-Hybrid zum Verkauf parat. Bei Mitsubishi ist das SUV-Modell Outlander und bei der Sportwagenschmiede Porsche kann unter anderem der Cayenne mit einem Plug-In-Antrieb gewählt werden. Die Schweden-Marke Volvo kommt mit dem V60 und XC90 mit dem sogenannten Twin Engine daher und VW bietet den Golf GTE und Passat GTE als Teilzeitstromer an.

Wie erfolgreich sind aber Hybridfahrzeuge am Markt in Sachen

Wertstabilität gegenüber ihren konventionell angetriebenen Pendants? Das Völklinger Forecasts-Institut hat ausgewählte Fahrzeuge näher ins Visier genommen und das Resultat fiel mit bis zu fünf Prozentpunkten zugunsten der konventionellen Varianten aus.

So attestieren die Prognostiker den Volvo XC90 T6 mit Allradantrieb beispielsweise in vier Jahren einen Restwert von 48 Prozent, der Schwede mit dem Twin Engine-Motor dagegen hat nur noch einen prognostizierten Restwert von 43 Prozent. Jeweils drei Prozentpunkte besser sind die Restwerte beim Mitsubishi Outlander und Toyota RAV4 zugunsten der konventionellen Antriebsversionen.Fairerweise muss aber auch gesagt werden, dass die Doppelherz-Varianten um einige tausend Euro teurer in der Anschaffung sind als die Fahrzeuge mit konventionellem Motor.

Lediglich beim Audi Q7 und beim Toyota Auris attestierten die Prognostiker den Hybridmodellen einen besseren Restwert in vier Jahren. So bescheinigten die Experten dem Audi Q7 3,0 TDI e-tron (50 Prozent) in diesem Zeitraum ein um 0,5 Prozentpunkte besseres Wertverlusten als dem SQ7. Bei den Doppelherzantrieben von Toyota wird dem Auris 1,8 Hybrid (45,5 Prozent) ein um 1,5 Prozentpunkte besseres Wertverhalten bescheinigt als dem Auris 1,2-Liter (44 Prozent).

Die prognostizierten Restwerte zeigen einen Trend zugunsten der Modelle mit konventionellem Antrieb.

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