Enzo Ferrari zum 25. Todestag


Erst Konstrukteur und dann Rennfahrer

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Offiziell und amtlich kam am 20. Februar 1898, vor 115 Jahren, Enzo Ferrari (abgeleitet von Vincenzo) in Modena zur Welt. Sein eigentlicher Geburtstag ist jedoch zwei Tage vorher, am 18. Februar. Eine amtliche Anmeldung verschob sich durch außergewöhnlich hohen Schnee, der seinen Vater an einer rechtzeitigen Geburtsbeurkundung hinderte. 90 Jahre später, am 14. August 1988, verlässt Enzo Ferrari diese Welt für immer. Er prägte die Rennsportwelt wie kein anderer. Viele Ferraristi (Anhänger, Bewunderer und Fans der Fahrzeuge aus Maranello) verehren den Commendatore Ferrari heute noch immer.

Enzo Ferrari nach seinem letzten Rennen 09. August 1931

Enzo Ferrari nach seinem letzten Rennen 09. August 1931

Im Alter von 10 Jahren darf Enzo seinen Vater zu einem Rennen in Bologna begleiten. Sie sind dort nur Zuschauer. Dieses Erlebnis prägt von nun an Ferrari. Sein Namensvetter Vincenzo Lancia fährt während des Rennens die schnellste Runde, Felice Nazzaro (* 04. Dezember 1884 – † 21. März 1940) wird als Sieger mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von annähernd 120 km/h abgewinkt.

Nach dem ersten Weltkrieg bekommt Ferrari eine Anstellung bei CMN (Mailand) – Costruzioni Meccaniche Nazionali – als Testfahrer. Dort erkennt man das Potential von Ferrari und lässt ihn als Rennfahrer für CMN fahren. Der Direktor dieser Firma ist der spätere Konstrukteur des Vespa-Rollers – Ing. Piero Combi. Den Beruf des Rennfahrers, so sagt Ferrari selbst, habe er nur zweitrangig anstrebt.

Enzo Ferrari und der Besuch des MG-Team 1933 Mille Miglia 2.v.l. Earl How und 2.v.r. Georg Eyston

Enzo Ferrari und der Besuch des MG-Team 1933 Mille Miglia 2.v.l. Earl How und 2.v.r. Georg Eyston

Seine eigentliche Berufung ist die des Konstrukteurs.

1920 fährt er bei der Targa Florio als Zweiter über die Ziellinie. Nur kurze Zeit später begann seine Zusammenarbeit mit Alfa Romeo. Er fühlte sich erst nach dem Sieg der Coppa Acerbo in Pescara 1924, im Alfa Romeo RL, als richtiger Rennfahrer. Dort besiegte er die Mercedes-Benz Rennwagen, die Sieger der zuvor ausgetragenen Targa Florio. Bis 1931 betätigt sich Ferrari als Rennfahrer. Die Geburt seines Sohnes Dino veranlasst Enzo zur Aufgabe dieses gefährlichen Lebensabschnitts. Seine eigene Scuderia gründet er am 16. November 1929. Zu einer Zeit, als er noch unter Vertrag von Alfa Romeo als Konstrukteur arbeitet. Ferrari bleibt bis 1939 bei Alfa Romeo. Erstmalig besiegt Ferrari Alfa Romeo mit dem Ferrari Tipo 158 im Juli 1951.

Zum Weiterlesen (in englischer Sprache) Richard Williams: Enzo Ferrari. A Life. Yellow Jersey Press (auch als e-Book)

Zum Weiterlesen (in englischer Sprache) Richard Williams: Enzo Ferrari. A Life. Yellow Jersey Press (auch als e-Book)

Im Motorsport erlebt Ferrari eine große Anzahl grandioser Siege. Seit der Gründung der Formel 1, im Jahr 1950, verzeichnet die Scuderia Ferrari 16 Konstrukteurs- und 15 Fahrer-Weltmeister-Titel und 200 Grand-Prix-Siege. In der Erfolgsbilanz zählen ebenfalls Siege bei der Mille Miglia, in Le Mans und in den Weltmeisterschaftsläufen der Rennsport- und Prototypen-Serien hinzu. Noch heute fasziniert der Name Ferrari über den Tod von Enzo Ferrari hinaus.

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1 Kommentar

  1. Es gibt ein Fehler im Text: Zuerst diese Photo würde im Laufe der Mille Miglia in Januar 1933.
    Das MG Team hatte an der Scuderia Ferrari in Modena gestoppt.
    Tx: 2.v.l. Earl How / 3.v.l. Tazio Nuvolari, Enzo Ferrari und /FEHLER: 2.v.r. Georg Eyston
    Richtig wäre: … und 1.v.r. Capt. George Eyston, 2.v.r. Count J. Lurani (siehe Buch: Racing… Round the World (1920-1935) von Count Giovanni Lurani).

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