BEV: E-Autos mit einem Neupreis bis 40.000 Euro


Wie sehr geht der reine Stromer ins Geld?

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Die Reichweite von Elektroautos sind zwar immer noch geringer als die von Benzin- und Dieselfahrzeugen, aber die Entwicklung der E-Mobilität macht Fortschritte. Angesichts allgemein gestiegener und weiter steigenden Lebenshaltungskosten lohnt die Frage: Welche rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge werden am Markt für maximal 40.000 Euro angeboten?

Der Ora Funky Cat fährt in der Golf-Klasse elektrisch

Und dann ist da die Sache mit der Förderung: Der Umweltbonus für Elektromobilität ist in diesem Jahr kleiner geworden. Das Förderprogramm Elektromobilität wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum 1. Januar 2023 stärker auf den Klimaschutz ausgerichtet. Ab diesem Zeitpunkt entfällt die Förderung für Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid Antrieb und es gelten neue reduzierte Fördersätze. Der Bundesanteil der Förderung für batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge mit Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro erhalten statt bisher 6.000 Euro jetzt 4.500 Euro, mit Nettolistenpreis zwischen 40.000 Euro und bis zu 65.000 Euro statt 5.000 nur noch 3.000 Euro und ab dem 1. September 2023 wird die Förderung auf Privatpersonen beschränkt. Die hier genannten Preise (siehe Tabelle) sind Herstellerneupreise inklusive Mehrwertsteuer. Zu beachten ist, dass vom Herstellerneupreis noch die Umweltprämie abgezogen werden muss. Im vergangenen Jahr war fast jedes sechste neuzugelassene Fahrzeug ein Elektroauto. Insgesamt wurden 470.559 rein batteriebetriebenen Pkw in Deutschland neu zugelassen. Das Gros der BEV-Neuzulassungen konnten die Hersteller Tesla (69.963 Einheiten), VW (63.206 Einheiten) und Hyundai (32.877 Einheiten) für sich verbuchen.
Die Marktexperten von Jato Dynamics haben das Preissegment von Elektroautos von unter 40.000 Euro näher ins Visier genommen. Elektromobilität ist heutzutage meistens noch ein recht teures Vergnügen. Die Auswahl der Stromer mit einem Neupreis unter 30.000 Euro ist sehr überschaubar. Los geht es bei 21.900 Euro für den Zweisitzer Pio von Elaris, unter dessen Motorhaube ein 49-PS-E-Motor werkelt. Dicht dahinter ist der vollelektrische Zweitsitzer von smart angesiedelt. Das fortwo EQ Coupé mit seinem 45-PS-Antrieb wird ab 21.940 Euro angeboten. Etwas mehr Auto bietet Dacia mit dem Spring, der ab 22.750 Euro zu haben ist, an. Der Mini-SUV Essential Electric mit seinem 27-kWh-Akku bietet vier Sitze und laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 230 Kilometer. Ebenso für unter 30.000 Euro sind die beiden City-Flöhe Renault Twingo Techno Paket (28.000 Euro) und der Wolfsburger Up Edition (29.995 Euro) zu haben. Im Preissegment von 30.000 und bis unter 35.000 Euro sind lediglich vier Modelle, davon drei Asiaten, im Angebot. Für den kultigen Fiat 500 mit 95-PS-Elektromotor und einem 24-kWh-Akku sind mindestens 30.990 Euro fällig. Mehr Platz, Power und auch Reichweite bieten der Nissan Leaf Acenta (33.400 Euro) und die beiden Chinesen MG 4 EV Standard (31.990 Euro) sowie MGF ZS Comfort (33.990 Euro). MG gehört seit 2007 dem chinesischen Autobauer Shanghai Automotive Industry Corporation, jetzt SAIC Motor Corporation Limited an. Der kompakte 170 PS starke MG 4 EV – ein Wettbewerber des VW ID.3 – bietet laut Hersteller eine Reichweite von 350 Kilometer. Der 4,31 Meter lange SUV MG ZS Comfort mit 177-PS-Elektromotor schafft laut Hersteller 320 Kilometer ohne Ladesäule.
Bereits recht attraktiv ist das BEV-Angebot in der Preisspanne zwischen 35.000 und 38.000 Euro. Hier findet man unter anderem den Hyundai Ioniq und Kona, MG 5, Mazda MX-30, Opel Corsa, Renault Zoe, Jeep Avenger, Mini Cooper, Citroën e-C4 und e-C4X sowie den Proace City Verso Shuttle von Toyota. Mit Reichweiten von mehr als 350 Kilometer können in diesem Preissegment der Hyundai Ioniq (412 Kilometer), Opel Corsa (353 Kilometer), Renault Zoe (395 Kilometer) und der Citroën e-C4X (353 Kilometer) auftrumpfen. In der Preisklasse von 38.000 bis unter 40.000 Euro sind beispielsweise die Kompaktvans Citroën Berlingo (38.590 Euro), Renault Kangoo (39.300 Euro) und Fiat Doblo (39.990 Euro) mit Reichweiten zwischen 272 und 282 Kilometer angesiedelt. Cupra bietet den Born mit 204 PS und einer Reichweite von 427 Kilometer für 38.770 Euro an und das Basismodell des Newcomers Funky Cat von ORA steht ab 38.990 Euro in der Preisliste. Außerdem tummeln sich in diesem Preissegment noch der Peugeot e-208 (39.100 Euro), der Honda E Advance (39.990 Euro) und der Wolfsburger ID.3 Pro (39.995 Euro).

Fotos Dacia, Elaris, Honda, Hyundai, Ora, VW

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