Reifendruckkontrollsystem (RDKS): ab November 2014 für Neuwagen vorgeschrieben


Kontrolle „von Hand“ – worauf es ankommt: Tipps von der KÜS

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Seit November 2012 müssen alle Fahrzeughersteller ihre neu homologierten Fahrzeuge mit einem Reifenkontrollsystem ausstatten, ab November 2014 gilt dies auch für alle Neuwagen. Beim RDKS, so die gebräuchliche Abkürzung, übernimmt die Technik weitestgehend mit verschieden funktionierenden Systemen die Kontrolle des Reifendrucks. Alle anderen müssen – bei Sommer- und Winterreifen – weiterhin von Hand den Reifendruck prüfen.

Luftdruck

Den für das jeweilige Fahrzeug optimale Reifendruck teilt der Hersteller mit – per Aufkleber im Türholm, auf der Innenseite der Tankklappe oder in der Betriebsanleitung. Der Reifendruck sollte bei kaltem Reifen gemessen werden. Eine Erhöhung um bis etwa 0,3 bar (Maßeinheit) schadet nicht.

Zu hoch sollte der Luftdruck im Reifen aber auch nicht sein. So kann ein um 20 Prozent erhöhter Reifendruck die Lebensdauer eines Reifens um 10 Prozent mindern. Gleich mehrere Probleme kann ein dauerhaft zu niedriger Reifendruck mit sich bringen, etwa erhöhter Kraftstoffverbrauch, geringere Lebensdauer des Reifens – und vor allem das Risiko in puncto Verkehrssicherheit! Zu geringer Reifendruck kann beispielsweise die Spurtreue reduzieren und die Fahrsicherheit in Kurven verschlechtert sich dadurch merklich. Gleiches gilt für die Fahrstabilität. Ebenso verlängert sich der Bremsweg. Im schlimmsten Fall walkt der Reifen sehr stark, erhitzt sich und trägt Schäden davon. Diese Dinge geschehen in der Regel vom Fahrer unbemerkt und sind ohnehin nicht auf den ersten Blick hin sichtbar. Reifenplatzer können eine mögliche Folge sein. Was dabei, etwa auf einer vollen Autobahn bei hoher Geschwindigkeit, passieren kann, ist ohne viel Phantasie vorstellbar.

Die KÜS empfiehlt die Kontrolle des Reifendrucks bei kalten Reifen etwa alle 14 Tage. Bei längeren Fahrten mit Passagieren auf allen Plätzen oder dem Transport schwerer Gegenstände sollte der Reifendruck entsprechend den Herstellerangaben angepasst werden. Geachtet werden soll auch auf das Vorhandensein der Ventilkappen. Sie schützen das Ventil und verhindern auch geringen Luftverlust, der am Ventil selbst entstehen kann.

Erhöhte Aufmerksamkeit für Reifendruck und Reifensicherheit ist somit immer auch eine Investition in die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

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