Von gestern – und längst nicht vergessen: Jaguar E-Type und BMW 02


(Halb)runde Auto-Geburtstage

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+ + 50 Jahre Jaguar E-Type + +

Es begann im Dezember 1956: Damals beauftragte Jaguar-Chef William Lyons den Designer Malcolm Sayer mit der Entwicklung eines Nachfolgers für die alternden XK-Sportwagen. Bereits im Mai 1957 begannen die Testfahrten mit dem ersten Prototypen des nun offiziell E-Type genannten Sportwagens. Am 15. März 1961 traf auf dem Genfer Automobilsalon Testfahrer Bob Berry in letzter Minute mit einem auf eigener Achse überführten metallicgrauen Coupé zur Premiere ein. Mehr als bisher sollte die stärkste und schnellste Katze ein tourentauglicher Rennwagen für die Straße sein und deshalb wesentliche Technikkomponenten des mit motorsportlichem Lorbeer verwöhnten D-Type übernehmen. So positionierte Designer Sayer Motor und Vorderachse in einem Gitterrohrrahmen, der vom D-Type übernommen und mit der A-Säule eines Stahlblech-Monocoques verschraubt wurde. Einzigartig war die nicht enden wollende Motorhaube, oft kopiert von Konkurrenten und Nachfolgern, in dieser Dominanz und schönen Schärfe aber nie mehr erreicht.

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Jaguar E-Type 1961

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Jaguar E-Type 1961 Produktion und Final Polish

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+ + 45 Jahre BMW 02 + +

Eigentlich sollte er nur das Einstiegsmodell ins neu geordnete BMW-Programm sein, aber dann entwickelte sich der anlässlich des 50. Unternehmensjubiläums präsentierte Typ 1600 zum Vorbild aller zweitürigen Sportlimousinen und Ahnherrnder 3er-Reihe. Zunächst als 1600 mit intern angehängter «2», ab 1968 dann als legendärer «02». Die gerne in zeitgeistigen Farben wie «Inka-Orange» oder «Golf-Gelb» lackierten 1602 bis 2002 tii wurden zum Inbegriff sportlicher Dynamik und begeisterten erstmals auch die Amerikaner für die weißblaue Marke. Die Krönung erlebten die 02-Modelle mit dem 125 kW/170 PS starken 2002 turbo von 1973, dem ersten europäischen Serienauto mit Abgasturbolader. Ihrer Zeit zu weit voraus fuhren dagegen die 1600- bis 2002-touring-Modelle als zweitürige Schräghecklimousinen. Mit den viersitzigen Cabriolets 1600 und 2002 brachte Blechdachöffner Baur dafür eine frische Brise ins Segment der kompakten Leistungssportler, die – mit Normaldach – auf Rundstrecken und Rallyes dank Abgasturbine mit bis zu 206 kW/280 PS Triumphe und Trophäen einfuhren.

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BMW 16-02 von 1972

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