Von der A19 in die Wildnis – in wenigen Minuten


Der Wildpark von Güstrow

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Güstrow ist ein beliebtes Reiseziel. Die Stadt in der Mecklenburgischen Schweiz war z. B. lange Jahre Lebensort des Künstlers Ernst Barlach, dessen Atelier- und Wohnhaus am Inselsee besichtigt werden kann. Davon zeugt Barlachs Kunstwerk des »Schwebenden« im Dom. Auch für Naturliebhaber ist Güstrow eine Reise wert, nämlich zum Wildpark-MV. Nahezu einen Wildkatzensprung von der Ostsee und der Mecklenburgischen Seenplatte entfernt. In wenigen Fahrminuten von der Autobahn zu erreichen. Ebenso gut ist die Anbindung mit Bus, Bahn und dem Rad.

Wer mutig ist,
kann eine
Wolfhütte über Nacht buchen

Zu empfehlen ist es, einen ganzen Tag für den Besuch einzuplanen, denn der Wildpark ist so abwechslungsreich und vielfältig gestaltet, dass man leicht die Zeit vergisst.
Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen begeistert, wenn sie zu allen Jahreszeiten das Leben der unterschiedlichsten Tiere beobachten können. Durch das Jahr hindurch lassen sich Wölfe, Luchse, Wildkatzen, Eulen, Rinder, Wildschweine, Damwild und noch viel mehr Tiere beobachten, die alle im Wildpark leben – und im Winter kann man Bären sogar beim Winterschlaf zuschauen (dank der Webcam und der Sehschlitze).
Im Eingangsgebäude geht’s als erstes zum Aquatunnel. Wer mag, holt sich für die Erkundung des 200 Hektar großen Geländes einen Bollerwagen, den die Kinder lieben, aber auch Erwachsene gerne als Transportmittel für allerlei Verpflegung nutzen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte unbedingt den Spielplatz am Streichelzoo besuchen, was etwas Zeit beansprucht. Aufsehenerregend ist fraglos das Wolfsgehege, das über eine geschlängelte Holzbrücke gut zu erschließen ist. Wenn man von oben hinunter zu den grazilen Wölfen blickt, fühlt man sich diesen Lebewesen, die einem aus den Märchen so vertraut und zugleich Furcht einflößend erscheinen, plötzlich sehr nahe. Auf Wolfswanderungen in der Dämmerung lässt sich viel über diese Tiere erfahren, die uns Menschen schon so lange begleiten. Wer mutig ist, kann eine Wolfhütte (natürlich hinterm Zaun) über Nacht buchen, um den scheuen Tieren nah zu sein und den Klängen des Waldes zu lauschen.
Der Wildpark lässt sich auch durch die Nebel erreichen, einen knapp sechzig Kilometer langen Nebenfluss der Warnow, auf der man wunderbar kleine Kanutouren unternehmen kann. Links und rechts des Ufers können Paddler und Kanuten Biber, Eisvögel und Co. beobachten. In einem Altarm der Nebel kann man direkt bis in den Wildpark vordringen und dann zu Fuß weiter bis zu den Gehegen und Freigeländen spazieren. Im Park-Gelände kann man Pedal-Gokarts für max. 4 Personen sowie Fahrräder mieten, um dem Naturerlebnis noch einen Schuss „Abenteuer“ hinzuzufügen.

www.wildpark-mv.de

Fotos Editha Weber, Wildpark-MV

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