Kinder beeinflussen elterlichen Autokauf


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Für die zehnjährige Annika* aus dem Großraum Köln stand schon vor fünf Jahren fest: »Ich kaufe mir einen Porsche 911!« Nun, bis es soweit ist, werden noch einige Jahre vergehen. Ihre Eltern wollten sich ein Cabrio kaufen. Aber nicht mit Annika! Sie machte ihren Eltern klar: Der neue Wagen müsse »super hoch« sein, dem Familienhund ebenso Platz lassen wie der Tennistasche. Und selbstverständlich sollten lange Autofahrten sehr bequem sein. Letztlich kauften Annikas Eltern einen SUV. Familie und Hund sind zufrieden.
Etwas anders verlief der Autokauf in der Familie von Mia* aus Mecklenburg-Vorpommern. Das fast vierjährige Mädchen bat die Eltern, ein schönes Auto zu kaufen und war beim Autokauf dabei. Eltern und Kind waren sich bei einem bestimmten Modell sofort einig. Der Kauf war dann beschlossene Sache.
Familie Bräuer* aus dem Raum Braunschweig braucht gar ein »fahrendes Wohnzimmer«, denn der Haushalt ist im doppelten Sinne groß. Nicht nur, weil er fünf Personen umfasst: Mutter Monika misst 178 cm und ist in ihrer Familie die Kleinste; ihre Zwillinge bringen es je auf 180 cm, Ehemann auf 196 cm und der Sohn kommt gar auf 207 cm. Die gemeinsam getroffene Kaufentscheidung fiel zugunsten eines Audi Q8 aus.
Kinder und Autokauf gehören zusammen. Konsumforscher der Universität Wien beobachteten 200 Mütter und Väter mit Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren beim Einkaufen.


Nur die Hälfte der von Kindern beeinflussten Spontankäufe
sind den
kaufenden Eltern überhaupt bewusst.

Ähnlich ist es beim Autokauf, auch wenn der in der Regel kein Spontankauf ist.
Ein besonderes Autoerlebnis hatte schließlich Manfred* aus dem Bundesland Brandenburg: Als kleiner Junge kannte er schon (fast) alle Automarken. Als seine Eltern dann ihr Auto nach langer Wartezeit bekamen, war er etwas enttäuscht – ein Trabant. Das war vor der Wende, 1990. Heute hat Manfreds eigener Sohn bei Autoanschaffungen ganz selbstverständlich Mitspracherecht.

 

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