«Energiearbeit fördert Gesundheit im ganzheitlichen Sinne»


Atemtherapeutin Anna Terwesten im Interview

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Frau Terwesten, wie lässt sich «Energie» definieren?
Energie leitet sich vom griechischen Wort «energia» ab und bedeutet übersetzt: «wirkende Kraft». Energie schwingt in Wellen. Sie kommt überall in der Atmosphäre vor. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, ja sogar Mineralien oder der Mond schwingen.Bei Menschen und Tieren ist es einfacher, ihre Schwingung wahrzunehmen. Jeder von uns reagiert auf diese Schwingungen, ob bewusst oder unbewusst. Energiearbeit nennt man die Therapieformen, die mit den unsichtbaren Energien in und um uns herum arbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob hier «nur» allgemein von Energie, von Chi oder einer anderen Benennung geredet wird. Das Ziel bei Energiearbeit ist, die ganzheitliche Gesundheit zu fördern und zu erhalten. TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Akupunktur, Atemtherapeutische Übungen und Bewegung, Tai Chi, Shiatsu, Klangmassage, Qigong, Meditation sind solche Therapieformen.

Was lässt sich mit solcher Arbeit erreichen?
Das Ziel dabei ist es, mit unterschiedlichsten Techniken und Wissen, die Energieströme im Körper zu reinigen, ins Gleichgewicht zu bringen und zu harmonisieren. Zum Beispiel sind physische Verspannungen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Energielosigkeit ebenfalls im feinstofflichen Bereich als Informationen gespeichert. Diese Informationen können verändert werden. Entspannung, Energie und Kraft können übertragen werden.

Woran erkenne ich einen guten Therapeuten?
Er nimmt sich Zeit zu beobachten, zu fragen und zu erkennen, ist mitfühlend, feinfühlig und kreativ, erklärt Übungen gut verständlich und genau. Und: Er kann begleitende Bedingungen schaffen, in denen Sie sich wohlfühlen. Das heißt eine Verbesserung der Lebensqualität.

Akupunktur

Wie zeitaufwendig sind solche Übungen?
In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit ist es sehr schwierig, unsere innere Balance zu behalten. Wichtig ist die Regelmäßigkeit der Übung. 15 bis 30 Minuten sind ausreichend, damit sie integrierbar in einem Alltagsablauf bleiben. Unser Körper braucht 3 Wochen, um eine neue Übung einzuspeichern, das heißt, dass die Informationen in unseren Muskeln, Bewusstsein als gewohnt erkannt werden.

Gibt es Menschen, die für solche Übungen nicht geeignet sind?
Mit 20-jähriger Erfahrung kann ich eher bestätigen, dass die meisten Menschen solche Übungen machen können. Entscheidend ist die Motivation, etwas zu verändern, und das Vertrauen zum gewählten Therapeuten. Außer die Menschen , die wirklich nicht an einer Verbesserung und/oder Auflösung glauben. Wenn Sie die Motivation haben, sollte Sie nichts daran hindern. Achten Sie auf das Mittelmaß, damit Sie verständnisvoll mit den Veränderungen umgehen und sie integrieren können.

Anna Terwesten, geboren 1965, ist Therapeutische Atemlehrerin, Wendo-Trainerin und Ausbilderin. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Atmung, Entspannung, Bewegung, Stressabbau, Motivationstraining, Angst- und Trauerbewältigung, Personaltraining. Sie hat 14 Jahre in Korsika gelebt und gearbeitet. Ihre Partner waren u. a. Universitäten, Schulen und Altenwohnstätten.

Weitere Informationen:

www.buddhasweg.eu

Übung: Überkreuzbewegung

Die Überkreuzbewegung ist eine sehr einfache Übung: Gehen Sie einfach auf der Stelle, ziehen Sie jeweils das eine Knie hoch und bringen Sie das Bein mit dem Ellenbogen des angewinkelten Arms der anderen Seite zusammen: also das linke Bein mit dem rechten Ellenbogen und umgekehrt. Versuchen Sie, diese Bewegung möglichst langsam und bewusst auszuführen.
Wirkung der Übung: Mit dieser Übung stimulieren Sie die Funktionen Ihres gesamten Gehirns und der Stirnlappen. Das hat umfassende positive Auswirkungen auf sowohl geistige als auch körperliche Aktivitäten.

Übung: Elefant

Sie stehen aufrecht mit entspannten Knien. Legen Sie das linke Ohr auf Ihre linke Schulter. Sie sollten das Ohr so dicht an die Schulter bringen, dass Sie so ein Stück Papier festhalten könnten. Ihr Arm ist gestreckt. Nun malen Sie mit ausgestrecktem Zeigefinger vor sich eine große liegende Acht in den Raum, indem Sie Ihren Oberkörper von der Taille an dazu einsetzen. Beginnen Sie vom Körper aus mit der Bewegung nach links oben. Verfolgen Sie über die gesamte Acht hinweg Ihre Fingerspitze mit den Augen. Machen Sie diese Übung drei- bis fünfmal mit jeder Seite.
Wirkung der Übung: Mit der Übung werden alle Bereiche Ihres Geist-Körper-Systems aktiviert. Außerdem lösen Sie damit Verspannungen im Nackenbereich.

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