Der moderne „Arbeitsplatz“ der Autofahrer


Cockpit-Couture

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Einfache Formensprache und Verzicht auf Dekorationselemente – das zeichnet Minimalismus in der Architektur aus. Beim Interieur-Designer im Automobilbau findet diese Formensprache immer mehr Anhänger. War es einst vor allem VW-Tochter Skoda, die – primär aus Kostengründen – mit nacktem Minimalismus im Cockpit auffiel, setzen heute auch Premium-Hersteller auf die Lehre von der Leere.

 

G-Klasse

Mercedes G-Klasse

 

Auffällige, aber wenige Akzente. Bestes Beispiel dafür ist die neue Generation des Audi A3. Optische Fixpunkte des Armaturenbretts sind wie im kleinen Bruder A1 vier große, runde Lüftungsdüsen mit Metalleinfassungen: eine links, eine rechts, zwei mittig. Darunter, dezent und funktional ins Armaturenbrett eingebettet, neun nahezu bündig gesetzte Schalter. Eine halbe Etage tiefer: die sehr übersichtliche Bedieneinheit für die Klimaanlage. Gut ist. Nächster Fixpunkt ist bereits der Schalknüppel mit optisch korrespondierenden Aluminium-Akzenten.

Audi A3/Innenraum

Audi A3

Konsequent auf Reduktion setzt auch der VW Up!. Der Kleinstwagen-Drilling des Volkswagen-Konzerns (baugleich mit Seat Mii und Skoda Citigo) besticht durch funktionale Anklänge an den VW Käfer. Der Ur-Wolfsburger hatte es einst vorgemacht: ein zentrales Instrument reicht. Im Internetzeitalter kommt diese Rolle zunehmend dem Bordmonitor zu. Der darbt nicht mehr in den Tiefen des Armaturenbretts, nein, frei schwebend und hochauflösend thront er auf dem Armaturenbrett. Ein Schmuckstück wie der Flachbildfernseher im heimischen Wohnzimmer. Und sogar bezahlbar (unter 400 Euro im Up!).

Der neue Volkswagen up!

VW Up!

Neuer Cockpit-Ansatz von Peugeot

Der Nachrüst-Look von einst ist heute klassenübergreifend salonfähig. Sogar die Mercedes-Benz G-Klasse trägt jetzt im frisch überarbeiteten Innenraum Bildschirm; Edel gerahmt und größer noch als die imposanten Außenspiegel des Gelände-Dinos von 1979. Der Sicherheit dient die prominente Platzierung obendrein: Der Touchscreen-Bildschirm befindet sich im Sichtfeld des Fahrers. Der muss den Blick also nicht mehr von der Straße abwenden, will er Navi-Infos erhaschen oder Musikdateien ansteuern.

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Peugeot 208

Im neuen Peugeot 208 führte dieser Sicherheits- und Komfortaspekt zu einer völlig neuen Fahrerplatzergonomie. Der Chauffeur des kleinen Franzosen schaut nicht durch den Lenkradkranz auf die Instrumente, sondern über das extrem kleine Volant (328 mm breit, 350 mm hoch) hinweg. Möglich macht das ein simpler Kniff: Instrumenteneinheit höher positionieren, Lenkrad tiefer. Die Sitzposition gleicht dadurch der in einem Autoscooter; Fahrspaß garantiert. Immer gut im Blick auch hier: das große Touchscreen-Farbdisplay auf dem Armaturenbrett.

Bei der neuen A-Klasse dient es sogar als „Zusatzbildschirm“ fürs iPhone, das beim Kompakt-Mercedes erstmals weitgehend ins Bordsystem integriert wurde. Über den Dreh-Drücksteller auf der Mittelkonsole kann des Deutschen liebstes Smartphone bedient werden und Kontakt zur Social-Media-Gemeinde halten. „Always on“ – das wird Autokäufern immer wichtiger. Hersteller wie Peugeot und Audi haben mit speziellen WLAN-Lösungen frühzeitig darauf reagiert. Bis zu acht Geräte können zeitgleich ins Internet gehen. Im Stand und während der Fahrt.

A-Klasse

Mercedes A-Klasse

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