Cognac: Ein edler Tropfen erobert die Welt


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Er muss aus der namensgleichen französischen Stadt Cognac und dem umliegenden Weinbaugebiet kommen, wo er aus Weißweinen gewonnen wird. Erst dann darf er sich Cognac nennen. Das begrenzte Anbaugebiet des Cognac liegt nördlich des Aquitanischen Beckens an der Atlantikküste. Es umfasst gegenwärtig rund 80.000 Hektar, rund 95 Prozent der Weinberge sind für die Cognac-Herstellung bestimmt.

Vignoble charentais

Bevor ein Cognac Flaschen füllt, vergehen Jahre und Jahrzehnte. Experten, ja Künstler sind es, die solche Kreationen entstehen lassen. Qualität ist das A und O. Und jährlich verdunsten rund 20 Millionen Flaschen Cognac während der Herstellung – etwa zwölf Prozent eines Jahresausstoßes. „Anteil der Engel“ nennen dies die Cognac-Experten.

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Im Weinkeller vom weltbekannten Handelshaus Hennessy lagern Fässer von 1900.

Cognac muss gepflegt und zelebriert werden, bevor er auf den Tisch kommt. Dazu gehört das Eichenfass, das selbstverständlich aus Frankreich sein muss. Jedes Cognac-Haus hat seine eigene Philosophie zur Konsistenz des Holzes und der Dauer des Fassreifens. Holz gibt dem Cognac erst seine Bernsteinfarbe und trägt zum Aroma bei.

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Die Entstehung des Cognacs in diesem Areal ist Kulturgeschichte. Wein wurde dort schon in römischer Zeit angebaut und in ferne Länder exportiert. Der aber war sauer (durch den langen Transport), wenn er am Zielort ankam. So entstand die Idee, ihn zu brennen, gleich zweimal. Die ersten Cognac-Destillerien öffneten bereits im 17. Jahrhundert. Martell, das älteste noch bestehende Haus, gibt es seit 1715.

 

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Je länger der Cognac reift, desto dunkler wird er.

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 168 Millionen Flaschen Cognac aus Frankreich weltweit verkauft, ein Plus von drei Prozent zu 2011. In Deutschland (7,7 Prozent) wird mehr Cognac verkonsumiert als in Frankreich (4,8 Prozent) – berechnet auf eine Jahresproduktion. Noch beeindruckender sind die Zahlen aus USA (48,4 Prozent), Singapur (27 Prozent) und China (22,4 Prozent).

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