Auf allen Vieren


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Wenn im Winter der Schnee richtig dick auf der Straße liegt und der Streudienst mal wieder gerade woanders ist, gehen meine Blicke neidisch zum grinsenden Nachbarn. Er rollt mit seinem allradgetriebenen kleinen Offroader locker daher, als sei die Fahrbahn blank. Aber nicht nur im Winter hat das vierradgetriebene Fahrzeug Vorteile in Sachen Fahrdynamik und Sicherheit. Fast jeder Hersteller hat einen Allradantrieb im Angebot, so auch Opel. Die Rüsselsheimer haben mit dem Insignia 4x4 ein echtes Hightech-Produkt am Markt.

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Natürlich sieht man nichts von außen, lediglich ein klitzekleines Schild am Heck zeigt, dass das Auto auch auf allen Vieren spurten kann. Die Limousinenvariante des Insignia macht ja auch so was daher – modernes Design und ein gut ausgestattetes Interieur. Dazu der Zweiliter-Diesel mit 160 munteren Pferdchen unter der Haube, also alles im Lot für die Testtour.

Schon auf den ersten Metern lauert man auf die Magie des Allradantriebs. Und bemerkt … nichts. Also, rauf mit dem Tempo und rein in die Kurve. Ah, das geht schon runder und geschmeidiger, man merkt, dass man an der Straße klebt und der Drang zum Kurvenrand gebremst wird. Die vielen Helferlein aus der Elektronikkiste des Insignia werkeln für die Fahrdynamik. Sie regeln den Antrieb zwischen den Vorder- und Hinterrädern und zusätzlich noch die Kraftverteilung zwischen den Rädern an der Hinterachse. Natürlich im Millisekundenbereich. Das ist so etwas wie ein Frühwarnsystem für kritische Fahrsituationen – sagen die Leute von Opel.

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Die Informationen kommen von vielen Sensoren, die von der Gierrate über Beschleunigung, Lenkwinkel, Raddrehzahl, Gaspedalstellung, Motordrehzahl und Drehmoment die aktuelle Fahrsituation erfassen. Das Auto wird beschleunigt oder abgebremst – etwa bei rutschiger steiler Bergabfahrt. Gaswegnahme und das dadurch vom Motor verursachte Bremsmoment geschehen schnell und oft sogar unbemerkt. Ebenso unbemerkt spart die Elektronik Treibstoff, wenn auf langen Autobahntouren der Hinterradantrieb abgeschaltet wird. Kommt dann der Wolkenbruch, merkt man doch plötzlich sehr schnell die kleinen Helferlein, das Auto hat Spurtreue und das gut abgestimmte Fahrwerk des Insignia tut ein Übriges für den guten Kontakt zur Fahrbahn. Damit hier kein Irrtum entsteht: Fahren und die Situation auf der Straße beurteilen, muss man immer noch selbst. Aber wenn die zugegeben hochkomplexe Antriebstechnik des Opel Insignia in kritischen Fahrsituationen gebraucht wird, ist sie da – bevor der Schweiß aus den Poren drängt.

Und eines muss noch erwähnt werden. Das lange Gesicht des Nachbarn, als ich mit dem Insignia die zugeschneite, steile Garagenauffahrt hochfahre und zügig weiterrolle auf dem strammen Anstieg unserer Straße!

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