London-Taxi neu durchdacht


nur außen nostalgisch

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Nostalgie trifft auf Moderne: Wer schon einmal in London war, erkennt den Klassiker sofort. 2013 schienen die Tage des schwarzen Riesen gezählt zu sein, dann aber übernahm der chinesische Automobilkonzern Geely die London Taxi Company (LTC), um sie zur neuen Blüte zu führen. Auf den Markt kam der TX Ende des Jahres 2017 in Großbritannien. Mittlerweile ist der Nachfolger des London-Taxi auch in Deutschland angekommen.

Sechs Fahrgäste können im Fond des TX eCity Vista über die gegenläufig zu öffnenden Türen Platz nehmen und genießen reichlich Kopf- und Beinfreiheit. Die drei Sitze in Fahrtrichtung sind sehr bequem, die Sitze gegen die Fahrtrichtung müssen bei Bedarf mit einem Handgriff herunter geklappt werden. Auf der rechten Seite können Rollstuhlfahrer über eine integrierte Rampe, die sich aus dem Boden herausziehen lässt, bequem in den TX eCity Vista fahren und sich festschnallen. Der Fahrgastraum ist dank eines großen Glasdachs lichtdurchflutet und der Fahrer durch eine Plastikscheibe getrennt. Mittels einer gut funktionierenden Gegensprechanlage – die per Knopfdruck aktivierbar ist – kann mit dem Fahrer kommuniziert werden. Das Kofferräumchen im Heck ist mit seinen rund 440 Litern Ladevolumen zwar recht knapp bemessen, aber typisches Reisegepäck wie Taschen, Koffer und Co. finden auf der Beifahrerseite (ohne Sitz) reichlich Platz.
Das 4,85 Meter lange und 1,88 Meter breite Shuttle-Fahrzeug mit seinem Wendekreis von lediglich 8,45 Metern kommt zwar äußerlich nostalgisch daher, ist aber auf dem neuesten Stand der Technologie. Die Karosserie des TX eCity Vista besteht aus Aluminium. Herzstück des London-Taxi ist sein Antriebssystem, das aus einer 31-kWh-Batterie, einem Elektromotor mit 110 kW und Stromgenerator sowie einem 90 PS (67 kW) starken 1,5-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor, der als Reichweitenverlängerer fungiert. Der Elektromotor mit Range Extender hat eine Gesamtsystemleistung von 150 PS (110 kW). Sein maximales Drehmoment von 260 Newtonmeter erreicht er bereits bei der ersten Umdrehung. Ist der Akku leer, schaltet sich – quasi wie von Geisterhand – der Range Extender hinzu. Nach dem Druck auf den Startknopf hört man erst einmal – nichts. Der Fahrer kann zwischen drei Fahrmodi wählen: Pure Electric, Smart und Save. Bei der Smart-Einstellung entscheidet der TX eCity selbstständig und bei »Save« wird die Stromladung in der Batterie für Fahrten wie beispielsweise in Umweltzonen aufgehoben. Die rein elektrische und damit emissionsfreie Reichweite beträgt je nach Fahrweise knapp 100 Kilometer und die Spitzengeschwindigkeit ist auf 128 km/h limitiert. Aufgeladen wird der Wagen unter anderem in rund 30 Minuten mittels Gleichstrom bis zu 50 kW, dann ist die Batterie wieder voll.
In Deutschland wird der TX eCity Vista mit Volvo-Technik von sieben Händlern vertrieben. Wir waren unterwegs mit einem 63.288 Euro teuren Exemplar, zuzüglich Mehrwertsteuer, abzüglich Umweltprämie.
Im Frühjahr 2021 bringt LECV eine Lieferwagen-Variante des TX eCity Vista auf den deutschen Markt. Optisch und technisch orientiert sich der Lieferwagen an dem Shuttle-Fahrzeug. Statt einer Passagierkabine findet sich im 5,32 Meter langen Lastenfahrzeug ein Laderaum mit einem Volumen von rund 5.500 Litern im hinteren Teil des Fahrzeugs.

de.levc.com (deutschsprachiger Webauftritt mit Händlerverzeichnis)

Fotos Levc

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