Kurz und knackig – Nachrichten nicht nur ums Auto


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Schwimmen für einen guten Zweck

Sie ist immer noch verbreitet – dabei reicht zur Vorbeugung der von Moskitos übertragenen Malaria ein entsprechendes Netz. Kosten pro Exemplar: vier Euro. Im Rahmen der Initiative «World Swim Against Malaria» engagierte sich KÜS-Partner Ralf Brunnenmeister bei einer Benefizaktion, veranstaltet von Jens Nagel und Engel Matthias Koch. Teilnehmen konnten Einzelschwimmer sowie Mannschaften von drei Personen, denen ein Sponsor zur Seite stand. Ziel war es, in zwölf Stunden so viele Bahnen wie möglich zu ziehen; pro geschwommener Bahn gab es vom Sponsor einen zuvor festgelegten Geldbetrag. Ralf Brunnenmeister wusste die KÜS als Sponsor hinter sich und schaffte stolze zehn Kilometer in der vorgeschriebenen Zeit. Pausen durften natürlich eingelegt werden – von den Einzelschwimmern frei wählbar, bei den Mannschaften galt, dass eine von drei Personen immer im Wasser sein musste. Der Gesamterlös der Aktion (allein für die Leistung von Ralf Brunnenmeister gab es vom Sponsor KÜS 100 Euro; Ralf Brunnenmeister fungierte seinerseits mit 105 Euro als Sponsor von Stefanie Brunnenmeister) kommt in voller Höhe dem Erwerb von Moskitonetzen für eine effektive, wirksame Malaria-Vorbeugung zugute.

brunnenmeister

Der Skorpion sticht wieder

Jahrelang in der Konzernzentrale schmählich behandelt, hat Fiat die legendäre Tuning- und Rennsportmarke Abarth im Sommer wieder zu neuem Leben erweckt. 1971 hatte Fiat diese 1949 vom gleichnamigen Gründer «Squadra Carlo Abarth» übernommen. Jetzt wollen die Italiener mit Hilfe des Namens Abarth, einem italienischen Tuningspezialist für kleine, bezahlbare Fahrzeuge, in die GTI- und GSI-Faktion einbrechen. Gespickt mit den bekannten Tugenden wie Rennsport-Leidenschaft und Emotionen aber auch mit zusätzlich vielen Lifestyle-Elementen soll der Skorpion im Grande Punto Abarth und im 500 Abarth wieder beißen.

Im 500 klettert die Leistung des 1,4-Liter-Turbomotors von 100 in der Topversion des Cinquecento auf 135 PS beim Abarth. Eine serienmäßige Sporttaste im getunten Dreitürer ermöglicht ein maximales Drehmoment von 206 Newtonmeter bei 3000 Umdrehungen pro Minute. Außerdem sorgt ein Knopfdruck im Armaturenbrett mit viel «Schumi-Design» für eine direktere Lenkung und ein besseres Ansprechverhalten des Gaspedals. Optische Veränderungen wie die rot lackierten Bremssättel, ein in verschiedenen Farben erhältliches kariertes Dach, Spoiler, Schweller und verbreiterte Kotflügel lassen aus dem niedlichen 500 einen richtigen Macho werden. Ab 18.100 Euro gibt es den rassigen Italiener, der 205 km/h schnell ist.

Der Grande Punto Abarth kommt zum gleichen Preis ins Straßenbild. Auch er glänzt mit den gleichen Vorgaben wie der 500. Der dynamische Fronttriebler basiert auf dem 95 PS starken Fiat Grande Punto 1.4 16V und mobilisiert durch Turbo-Aufladung eine Leistung von 155 PS. Die Höchstgeschwindigkeit in der «Normalversion» liegt bei 208 km/h und der Spurt von 0 auf 100 km/h ist in 8,2 Sekunden vorbei. (jcb)

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KÜS goes Lanzarote

Die KÜS unter der Sonne des Südens: Mit diesem Outfit macht man die KÜS auf Lanzarote bekannt. In der Freizeit, wohlgemerkt. Denn beruflich ist der begeisterte Triathlet Bernhard Riedel bei KÜS-Partner Kruft in Oberhausen aktiv. Für den Hinweis auf dieses nicht alltägliche Motiv bedanken wir uns herzlich bei Fritz Riedel.

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100 Jahre Busverkehr in Tschechien

Prag 1908: Die ersten öffentlichen Omnibusse gehen in Betrieb. Die Weichen dafür waren wenige Monate zuvor mit viel unternehmerischem Feingefühl gestellt worden: Bei der Präsentationsfahrt auf winterlichen Straßen waren die Ratsherren der Stadt Prag schließlich von den Qualitäten eines Busses vom Typ HOP überzeugt. Hersteller war die Firma Laurin & Klement mit Sitz in Mladá Boleslav, das Gründungsunternehmen des heutigen Automobilbauers Škoda.

Der Linienbusverkehr in Prag konnte beginnen. Die Omnibusse bedienten ab dem 1. Mai 1908 eine Strecke von 2,29 Kilometern Länge, von 6 Uhr bis 22 Uhr, im 15-Minuten-Takt. Die Route verlief über den Altstädter Ring, die Burg und die Karlsbrücke. Zwei weitere Omnibuslinien in Böhmen nahmen ebenfalls vor 100 Jahren ihren Betrieb auf: Sie verbanden die Stadt Pardubice mit Holice und Bohdanec. Nach zwei Zwischenfällen mit Bussen anderer Hersteller jedoch entschied der Magistrat: «Von der weiteren Personenbeförderung mittels Autobussen sei abzusehen. «Dieses Verbot bestand bis 1925. Taxis aus Mladá Boleslav indes standen reichlich zur Verfügung. Ungeachtet des Fahrverbots in Prag ging die Entwicklung der Omnibusse weiter. Die staatliche Post war ein wichtiger Kunde. Sie beförderte nicht nur Briefe und Pakete, sondern auch Personen im Überlandverkehr. Im Jahr 1924 kehrten auch die Personenbusse nach Prag zurück, wenn auch vorerst nur zur Präsentation.

 

Motorrad fahren und Essen gehören eng zusammen – Wenn Biker kochen, entsteht Erstaunliches

„Jeder, der schon einmal einige Zeit auf einem Motorrad zugebracht hat, weiß um die Wichtigkeit von guten Mahlzeiten. Motorradfahren ist eine harte körperliche Tätigkeit. Sie verlangt eine gute Koordination von Händen, Augen und Fuß, eine schnelle Auffassungsgabe und eine gewisse Muskelkraft. Essen (häufiges Essen) hilft dem Biker, diese Fähigkeit zu bewahren. Auf der anderen Seite läuft der falsch ernährte Biker Gefahr, den Auswirkungen von Müdigkeit, Kälte und geringer Kondition zum Opfer zu fallen. Motorradfahren und die Nahrungsaufnahme haben eine fundamentale Eigenschaft gemeinsam: Ausgeglichenheit.“ betont Motorradexperte Tod Rafferty im Vorwort zum „Harley Biker‘s Kochbuch“.
Also: Ausgewogen essen und den notwendigen Kraft-Stoff nicht bloß in den Tank, sondern möglichst auch in den Stoffwechsel tun. Das klappt mit den im Buch enthaltenen Rezepten sehr gut. Nur als ausgesprochene Gesundheitskost sollen die nicht verstanden werden – umso beeindruckender, dass aus-gerechnet die Frühstücksgrütze (traditionelles Öko-Gericht oder als „porridge“ der Schrecken englischer Schulkinder) als Basis für ein sehr leckeres Frühstück genommen wird. Beeindruckend sind auch zahlreiche Tipps und Kniffe, mit denen sie wie nebenbei aufwarten. Sie dienen vor allem dazu, Zeit zu sparen: Fest gefrorene Eiscreme, zum Beispiel, wird angenehm geschmeidig, wenn sie einige Sekunden in der Mikrowelle verbracht hat. Und wer nicht immer nur heiße Schokolade oder heiße Himbeeren dazu servieren will, verrührt Erdnussbutter mit ein wenig Milch, erwärmt es kurz in der Mikrowelle, und fertig ist die leckere Alternative. Von der Frühstücksidee über Sandwiches und Gästebewirtung bis zum Dessert finden sich hier zahlreiche Vorschläge, gut zu essen. Den erhöhten Kalorienbedarf von Bikern kalkulieren die Rezepte indes gleich mit ein. Wer alltagsbedingt nur einen normalen Energieverbrauch hat, sollte – sofern keine Gewichtszunahme gewünscht wird  – entsprechenden Ausgleichssport einplanen. Vielleicht sogar das Buch als Anstoß nehmen, den lang gehegten Vorsatz des Sportelns in die Tat umzusetzen. Das muss ja nicht nur Motorradfahren sein …
„Eine unausgeglichene Ernährung kann uns wie ein falsch eingestelltes Motorrad einfach umfallen lassen.“
Kochbuch Harley Biker

Weitere leckere Rezepte, an denen nicht nur Biker Gefallen finden werden, gibt es hier: Owen Rossan, Das Harley Biker‘s Kochbuch – Burger, Steaks & Tacos für den großen Hunger. Heel Verlag; 9,95 Euro.

Torque Master Meatloaf (ideales Gästeessen! Rezept reicht für 4 Personen)1 kg Hackfleisch (Rind und Schwein, halb und halb)
Öl zum Braten
2 Zwiebeln in Scheiben
2 Paprikaschoten, gehackt
4 Stangen Sellerie, gehackt
2 Dosen Kastanien (in Scheiben)
4 Knoblauchzehen, gehackt
2 Tassen Champignons, geschnitten
2 TL Pfeffer (gemahlen)
2 TL Thymian
4 TL Paprika
2 TL Senf
4 TL Selleriesalz
4 TL Zucker
3 TL Tabasco
5 EL Sojasauce
4 EL Worcestershiresauce
4 TL Zitronensaft
Hackfleisch verkneten. Zwiebeln in Öl anbraten. Bevor sie braun werden, Paprika, Sellerie, Kastanien und Knoblauch zugeben. Wenn alles weich ist, Hitze hochschalten und Champignons zugeben. Einige Minuten kochen lassen, dann die Hitze verringern, Pfeffer, Thymian, Paprika, Senf und Selleriesalz zugeben. Wieder einige Minuten kochen lassen, dann Zucker, Tabasco, Sojasauce, Worcestershiresauce und Zitronensaft zugeben. Wieder eine Minute kochen lassen.
Alles 15 Minuten stehen lassen, dann das Fleisch zugeben. Alles 60 bis 90 Minuten im Ofen garen (180 – 200 Grad).
Vor dem Servieren überschüssiges Fett abgießen. Braten in Scheiben schneiden.
Beilagen: Kartoffelpüree, Tacosauce oder KetchupRezeptabdruck mit freundlicher Genehmigung von: Heel Verlag (Königswinter)

Back to the Fifties …

Nein – diese Tankstelle mit Dot’s Diner ist keine historische, sondern eine völlig aktuelle Aufnahme: Zwischen Wüstenkakteen und Wildweststädten finden Arizona-Reisende im äußersten Süden des US-Bundesstaats den Campingplatz Shady Dell, in der Nähe des viktorianischen Minenstädtchens Bisbee. Und dort dreht sich alles um die 50er-Jahre. Camping-Urlaubern steht eine große Auswahl an Original-Wohnwagen der Fifties, die mit viel Liebe zum Detail restauriert und originalgetreu eingerichtet wurden, zur Verfügung.

Schallplatten, Radiogerät, Propangasherd, Geschirr, Tapeten und Plüschdecken – alles erinnert in Shady Dell an das Zeitalter der ersten «großen» Urlaubsreisen. Originale Schwarz-Weiß-Fernsehgeräte und Videokassetten mit Filmklassikern der Ära sorgen für die abendliche Unterhaltung der Urlauber – ebenso wie Barbecue-Plätze für den Camping-Grillgenuss. Alternativ gibt’s bei Dot’s Diner frisch zubereitetes Frühstück und Mittagessen in einem Restauranttyp der American Diners aus den 50ern.

Shady Dell Dot's Diner

Nur verunstaltende Tarnung schützt die «Erlkönige»

Die Verunstaltung eines Autos als ausdrücklich formulierte Aufgabe – das ist die Realität, wenn es darum geht, Prototypen neuer Modelle zum ersten Mal aus den streng abgeschirmten Designstudios und Werkstätten auf Versuchsstrecken oder in die freie Wildbahn rollen zu lassen. Denn heute kann zwar ein wachsender Teil der Erprobung durch Computersimulation vorweg genommen oder auf dem Prüfstand nachgestellt werden. Zur Validierung aller Laborergebnisse aber kommt unweigerlich der Tag, an dem Autos in ihr natürliches Habitat entlassen werden müssen – die Straße. Beispiel Insignia: Beim neuen Mittelklasse-Opel Insignia stand 2006 die erste Testfahrt auf der Nürburgring-Nordschleife an. Auf diesen Tag hatten sich die Camouflage-Experten bei Opel monatelang besonders akribisch vorbereitet. Bereits als vom neuen Modell nur Computersimulationen oder Tonmodelle in der Designabteilung existierten, begann das für die Tarnung der Prototypen zuständige Team in der Versuchsplanung mit seinen Vorbereitungen. Ein «Facelift» entstand, um die Prototypen möglichst perfekt zu verunstalten. Zum Beispiel: weit ausladendes Heck statt eleganter Silhouette – letztere sollte ja in der Serienversion verwirklicht werden. Zur Produktion des Tarn-Teils (bis zu 200 Versuchswagen müssen bis zum Beginn der Produktion damit camouflagiert werden) wurde ein Holzmodell gebaut, aus dem danach ein Spritzwerkzeug für Kunststoffteile entstand. Auch für andere charakteristische Teile der Karosserie wurden nach dem gleichen Verfahren Abdeckungen entworfen und gefertigt. Wie immer wurden die ersten Prototypen in einem besonders geschützten Teil einer Werkstatt gebracht – zwecks «Verunstaltung».

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BMW-Hommage an Andy Warhol

Beim Großen Preis von Deutschland wartete BMW mit einer ganz besonderen Hommage an den legendären Pop Art Künstler Andy Warhol auf. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des BMW M1 ging am Hockenheimring Warhols BMW Art Car (1979) nochmals an den Start. Anstatt wie seine Vorgänger erst ein maßstabgetreues Modell zu gestalten und die finale Ausführung Assistenten zu überlassen, malte die Pop Art-Legende den Sportwagen von Anfang bis Ende selbst – und signierte mit seinen Fingern auf der nassen Farbe. «Ich habe versucht, Geschwindigkeit bildlich darzustellen. Wenn ein Auto wirklich schnell fährt, verschwimmen alle Linien und Farben.»
Warhols BMW Art Car leuchtet in bunten, dick aufgetragenen Farben als bunter Ausdruck der künstlerischen Intention, Bewegung bildlich festzuhalten.

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Autowerbung mit Geschichte: 50. Todestag von Graphiker Bernd Reuters

Automobile fahren durch Sturm und regengepeitschte Landschaften, liefern sich Rennduelle mit schnell dahinsausenden Flugzeugen und suchende, gelbe Autoscheinwerfer beleuchten dunkle, gespenstische Landschaften. Rassige Sportwagen erklimmen steile Landstraßen, hoch über Flusslandschaften, stehen am Strand oder spiegeln sich in nassen Fahrbahndecken. Signiert sind diese Darstellungen von Bernd Reuters, Jahrgang 1901, seit 1920 Gebrauchsgraphiker. Im Jahr 1924 erschienen erste Zeichnungen von ihm im Berliner Gesellschaftsblatt «Sport im Bild», für das zur gleichen Zeit auch der Schriftsteller Erich Maria Remarque tätig war. Oft illustrierte Bernd Reuters die Erzählungen und Kurzgeschichten des damals noch unbekannten Literaten. Ab 1925 bereicherten seine Zeichnungen die verschiedensten Magazine und Zeitschriften. Ab 1926 entstanden erste Autowerbungen für die in Brandenburg/Havel ansässigen Brennabor-Werke und NAG aus Berlin. Bald gestaltete er Werbung und Prospekte für Autohersteller wie Adler, Opel, Hansa, Ford, Röhr, Auto Union, Graham Paige oder Lincoln. Vor dem 2. Weltkrieg zählte er zu den bedeutendsten deutschen Fachleuten in der Automobilwerbung. Sein Stil beeinflusste andere Zeichner im In- und Ausland. Durch zahlreiche kritische Berichte, Zeichnungen und Vorschläge in «Sport im Bild» oder «Motor», hatte er – zumindest in Deutschland – auch Einfluss auf das Karosseriedesign. Ab 1948 entstanden für Opel und Ford Prospekte und Anzeigen, im typischen Stil von Reuters.
1950 wurde Bernd Reuters von VW als freier Mitarbeiter engagiert und war auch für den Bereich Design tätig. Sein Tod im Jahre 1958 kam plötzlich und überraschend.

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Audi: Der letzte Horch ist wieder in Ingolstadt

Als Einzelstück wurde er 1953 in Handarbeit gefertigt, genau 55 Jahre später ist der letzte Horch, der je gebaut wurde, aus Texas nach Ingolstadt zurückgekehrt. Die großen Plüschsitze sind weit aufgerissen, der Dachhimmel ist zerfetzt, die Türverkleidungen sehen mitgenommen aus, der Innenraum riecht nach staubigen Polstern und altem Holz. Dennoch vermittelt das Fahrzeug eine gewisse Erhabenheit. Das rostschorfige Blech hat kaum an Substanz verloren. Man fühlt die Würde, mit welcher der einzige Horch, der je in Ingolstadt gebaut wurde, einst aus der Werkstatt rollte. Er sollte dem damaligen Chef der Auto Union GmbH, Dr. Richard Bruhn, treue Dienste leisten. Die Geschichte des letzten Horchs begann 1953, als der Auto-Union-Geschäftsführer ein repräsentatives Fahrzeug brauchte. So entwickelte die DKW-Versuchsabteilung auf Basis eines Horch 830 BL von 1938 die Chauffeurslimousine. Im Juni wurde das Fahrzeug Dr. Bruhn überreicht. Später kaufte ein in Deutschland stationierter US-Soldat das Unikat und nahm es mit in seine Heimat. Irgendwann streikte das Getriebe und er gab den Wagen auf. Al Wilson, ein Autoliebhaber aus San Angelo, Texas, rettete den Horch schließlich vor der Schrottpresse. Er wusste mit der Marke Horch zwar nichts anzufangen, spürte aber, dass es sich um ein besonderes Fahrzeug handelte. So zahlte der frühere Leiter einer Schuhfabrik 500 Dollar, um den Wagen mitzunehmen.

Nun begann die Recherchearbeit. Er wandte sich nach Ingolstadt, an das Deutsche Museum in München und an den Experten Dr. Kirchberg in Dresden – aber niemand kannte das Auto. Dennoch behielt Al Wilson den Wagen und ließ ihn 40 Jahre auf seinem Anwesen in Texas stehen, wo er auch andere Fundstücke sammelt. Die Söhne des Texaners nahmen die Recherchearbeit wieder auf und schließlich erkannte Ralf Hornung, der bei Audi Tradition für den Ankauf und die Restaurierung von Fahrzeugen zuständig ist, das Auto: «Die Fotos zeigten eindeutig den Bruhn-Wagen, der Jahrzehnte verschollen war.» Hornung flog unverzüglich nach Texas. Dort war Al Wilson zum Verkauf bereit: «Der Horch gehört nach Hause.» Dort ist er nun wieder und wird – nachdem er zunächst im Audi museum mobile im Originalzustand zu sehen war – restauriert.

Letzter Horch endlich in Ingolstadt

Porsche übergibt Benjamin-Skript an Literaturarchiv Marbach

Die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, hat im Literaturmuseum der Moderne in Marbach dem dort angeschlossenen Deutschen Literaturarchiv offiziell ein Manuskript des Kulturtheoretikers und Schriftstellers Walter Benjamin (1892 bis 1940) überreicht – Die «Berliner Kindheit um neunzehnhundert», die er 1932 rückblickend handschriftlich zu Papier brachte und seinem einzigen Sohn Stefan widmete. Die 28 Seiten umfassende Handschrift erwarb Porsche von dem Stuttgarter Antiquar Herbert Blank.
Das jetzt im Deutschen Literaturarchiv befindliche «Stefan»-Manuskript von Walter Benjamin soll künftig einem entsprechend größeren Kreis von Experten und Interessierten zugänglich gemacht werden.

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BMW ließ neuen 7er auf dem Roten Platz debütieren

Den Roten Platz in Moskau hat die BMW Group zur Präsentation des neuen 7er- BMW ausgewählt, dessen Markteinführung im Herbst 2008 ansteht. Unter dem Motto «Never stand still» wurde vor der historischen Kulisse der Basilius-Kathedrale und des Kreml eine fast zwölf Meter hohe Sanduhr aufgebaut. Mit dem größten Stundenglas der Welt setzte BMW sein neues Flaggschiff in Szene. In der oberen Hälfte der Konstruktion aus Acrylglas und Stahl parkte der neue BMW 7er – zunächst verborgen von mehr als 180.000 silbern glänzenden Kugeln. Diese fielen sukzessive in den unteren Kegel, bevor schließlich das Modell vollständig enthüllt wurde.

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Ford: Blechliesel-Nachfolger gesucht

Ein revolutionäres Fahrzeugkonzept für das 21. Jahrhundert sollen fünf Universitäten für Ford entwickeln. Diese Wettbewerbs-aufgabe hat die Ford Motor Company den Hochschulen weltweit gestellt – genau einhundert Jahre, nachdem das Model T («Tin Lizzie/Blechliesel») die Welt mobil machte. Als einzige europäische Universität ist die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen mit dem Institut für Kraftfahrwesen Aachen (ika) an diesem Wettbewerb beteiligt. 75.000 Euro hat jede der fünf Universitäten – die anderen vier befinden sich in den USA und in Australien – für das Projekt als Unterstützung vorab erhalten. Ausgewählte Studenten aus unterschiedlichen Semestern sollen ein innovatives Fahrzeugkonzept entsprechend den Anforderungen zukünftiger Mobilität entwickeln. Am 1. September müssen die Wettbewerbsergebnisse bei Ford in den USA eingereicht werden und pünktlich zum 100. Geburtstag des Model T am 1. Oktober 2008 werden von der fünfköpfigen Ford-Jury zwei Gewinner bekannt gegeben, die für ihre Universität jeweils ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro erhalten.

Rückblick; Ford Model T («Blechliesel»)

1. Oktober 1908: Bau des ersten Model T («Tin Lizzie/Blechliesel») als erstes kostengünstiges Fahrzeug in Massenfertigung mit standardisierten, austauschbaren Teilen, mit 20 PS Vierzylinder-Motor und einer Höchstgeschwindigkeit von zirka 72 Stunden-kilometern. Der Wagen verbrauchte 11-18 Liter pro hundert Kilometer. 1913 revolutionierte die Einführung des Fließbands für das Model T die industrielle Fertigung. Feierliche Einstellung der Produktion am 26. Mai 1927 nach über 15 Millionen verkaufter Exemplare.

Ford Model T - Wettbewerb: LŠsst sich eine einzigartige Erfolgsstory wiederholen?

Götz George zum 70. Geburtstag

Der große deutsche Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Götz George feierte 2008 seinen 70. Geburtstag.
Vor allem in der Rolle des raubeinigen Ermittlers Horst Schimanski seit fast 30 Jahren beliebt, entdeckte er bei Dreharbeiten zu einer dieser Krimi-Folgen auch das Motorradfahren als Hobby. Der Autor schrieb mehrere Motorradszenen für den Hauptdarsteller in das spannende Drehbuch. In seiner Tatort-Paraderolle des «Schimanski» lehnte George ein Double von Beginn an ab und fuhr nach dem Erwerb des Motorradführerscheins alle Motorradszenen selbst. Privat fährt er – auch zur Entspannung im Feriendomizil am Mittelmeer – eine Reise-Enduro vom Typ BMW R 1200 GS. 1991 quittierte er im «Tatort» den Dienst und ermittelt seither unter dem Titel «Schimanski» weiter. 14 Folgen sind als DVD in einer Box im Handel erhältlich («Schimanski Box», ca. 60 Euro).

goetzgeorge

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Eine fränkische Brotzeit als Regenschutz

Große Motorradtour mit Zwischenstopp beim KÜS-Partner Stirner

Sie hat schon Tradition, die von der Zeitschrift «bike und business» regelmäßig veranstaltete Motorradtour. 2008 führte sie unter anderem in die Vestestadt Coburg. Dort trafen rund 50 Motorradfans zu einem Zwischenstopp ein. Mit im Motorradtross waren auch einige technische Leckerbissen, so z. B. eine Carver-one – dieses 40.000 Euro teure dreirädrige Fahrzeug fällt durch spektakuläre Schräglagen bei Kurvenfahrten auf. In bester Stimmung konnte Gastgeber Andreas Stirner die Teilnehmer begrüßen. Mit seinem Team vom Ingenieurbüro richtete Stirner eine original fränkische Brotzeit, deren Zeitpunkt nicht besser hätte gewählt sein können. Denn fast pünktlich zum Zwischenstopp waren die Motorradfans von einem Regenguss überrascht worden. Davon blieben die Teilnehmer – die aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz kamen – nun verschont. Ein weiteres Highlight war ein kurzer Vortrag zum Thema «Bereifung an Motorrädern» von Tour-Teilnehmer Christian Müller. Der Saarländer arbeitet als Prüfingenieur in der Bundesgeschäftsstelle der KÜS, in deren Auftrag auch das Ingenieurbüro Stirner tätig ist. Der Zwischenstopp in Coburg wirkte sich für die 50 Motorradfans übrigens auch als Regenschutz aus: Als sie nach rund drei Stunden zur Fortsetzung der Tour aufbrachen, waren die Wetterverhältnisse wieder trocken.

stirner

Segler auf vier Rädern

Eher Yacht als Naturbursche: «North Sails» nennt VW eine Touareg-Studie, die den SUV komplett auf maritimen Lebensstil zuschneidet. Die Studie ist in modischem «Campanellaweiß» lackiert und hat innen einen im kompletten Fahrzeug mit Teakholz ausgekleideten Fahrzeugboden. Frontscheinwerfer, Außenspiegel und Reflektoren sind mit aquamarinblau-farbenen Leucht-elementen versehen, wobei dieser Farbton ebenfalls im Innenraum Akzente setzt.

Volkswagen Studie Touareg "North Sails"

Vom Lastenesel zum schicken Vielzweckauto

Er sollte einen Korb voller Eier transportieren, mitsamt der Personen, die ihn erworben hatten, alles auf eine problemlose, preiswerte und möglichst angenehme Weise. Das Resultat all dieser Anforderungen war ein radikal eigenständiges Design. Es trug dem Citro?n 2 CV bei seiner Präsentation 1948 die spöttische Charakterisierung als «Badewanne des Jahrhunderts» ein. Recht schnell aber avancierte der kleine Wagen zum idealen Auto für alle, die maximale Mobilität bei minimalen Kosten suchten – die Zielvorgabe war erfüllt. Wichtiger noch: Der 2 CV wurde zum Symbol für das leichte, aber nicht leichtfertige «typisch französische» Lebensgefühl, das savoir vivre. Vom Lastenesel zum Kultobjekt: Heute werden für die noch sehr gut erhaltenen Exemplare des bis 1990 produzierten 2 CV nicht selten Liebhaberpreise in fünfstelliger Höhe gezahlt. Der Berlingo knüpfte an die Citro?n-Philosophie in ähnlicher Weise an: Mal Nutzfahrzeug, mal Personenwagen, verschaffte bereits die erste Generation des Vielzweckautos der Marke einen gewaltiges Plus in den Verkaufszahlen und auch beim Image. Eine Idee, die jetzt der Citro?n Nemo weiterführt: Das wichtigste Revier für den kompakten Transporter soll der Stadtverkehr werden. Die Preisliste beginnt bei 11.840 Euro, die für den Nemo mit 73-PS-Benziner fällig werden. Für 13.200 Euro gibt es einen Selbstzünder (68-PS-HDi) unter der Motorhaube. Und für nächstes Jahr ist eine Pkw-Ausführung des Transporters geplant. Auch wenn heute vielleicht eher Fahrräder als Eierkörbe transportiert werden, bleibt die Idee doch unverändert aktuell und populär.

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Berlingo - erste Generation

Citroen Nemo 2008

Die KÜS und TUNE IT! SAFE! auf der Tuning Expo in Saarbrücken

Gut besucht war auch in diesem Jahr wieder die Messe Tuning Expo in Saarbrücken. Über 30.000 Besucher fanden den Weg zu diesem bundesweiten Treffen von Tuningszene, Clubs und Fahrzeugveredlern. Die KÜS war gemeinsam mit der Aktion TUNE IT! SAFE! auf einem großen Gemeinschaftsstand vertreten. Besonderer Blickfang war dabei ein Showcar, ein extrem, aber legal getunter Seat Leon. Mehrfach während des Wochenendes fand auf
der Hauptbühne das KÜS Tuning Forum statt. Prüfingenieur Thomas Schuster beantwortete Fragen der TV-Moderatorin Katharina Kuhlmann zum Thema Tuning. Das
Interesse der Messebesucher war groß, auch am Messestand der KÜS. Sowohl die Prüfingenieure als auch der Vertreter von TUNE IT! SAFE! mussten viele Fragen beantworten. Einen Hinweis auf KÜS und TUNE IT! SAFE! fanden die Messebesucher bereits im Eingangsfoyer, hier stand der smart von Brabus im Polizei-Trimm, das diesjährige Show-Fahrzeug von TUNE IT! SAFE!
Sven Schulz, Projektleiter der Tuning Expo, stellte auch in diesem Jahr einen Besucherzuwachs fest und zog eine positive Bilanz: «Die Tuning Expo in Saarbrücken hat sich als eine der großen bundesweiten Messen im Bereich Fahrzeugveredlung etabliert!»

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Ralf Brunnenmeister beim «World Swim Against Malaria»

Reiseführer

  • Marco Polo, Reise-Verlag Hamburg, ISBN 123-4567-890-X
  • Baedeker
  • DuMont

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