Junge Autofahrer: Erhöhtes Unfallrisiko


DIQ: Verkehrssicherheitsaktion „Jung fährt sicher 3.0“

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Verkehrssicherheit ist ein wichtiges Thema – gerade, was die jungen Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren betrifft. „Es besteht immer noch Handlungsbedarf, denn 18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben nach wie vor das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr“, sagt Thomas Koch, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Qualitätsförderung e. V. (DIQ). Prominente Unterstützung für die DIQ-Verkehrssicherheitsaktion kommt von Le Mans-Sieger Timo Bernhard.

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In Zahlen: 2010 verunglückten laut Statistischem Bundesamt insgesamt 73.172 junge Männer und Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren auf deutschen Straßen. 690 junge Erwachsene wurden getötet. Damit war jeder fünfte Verletzte und fast jeder fünfte Getötete 18 bis 24 Jahre alt. In keiner anderen Altersgruppe war das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, derart hoch. Außerdem wurden junge Fahrerinnen und Fahrer in 66 Prozent der Fälle von der Polizei als Hauptverursacher eines Unfalls mit Personenschaden eingestuft. Zu schnelles Fahren war die am häufigsten vorkommende Unfallursache.

Die Situation der jungen Fahrerinnen und Fahrer aus entwicklungspsychologischer Sicht analysiert Experte Dr. Malte Mienert (Professor für Hochschulbildung an der European New University in Kerkrade (NL)) die Grundproblematik. Im Zentrum von „Jung fährt sicher 3.0“ stehen zahlreiche wichtige Aspekte zum Thema. So hat das Allianz Zentrum für Technik in Ismaning in einer Studie ermittelt, dass Ablenkung am Steuer bei etwa jedem zehnten Autounfall die Hauptursache ist. Bei rund einem Drittel aller Unfälle ist Unaufmerksamkeit im Spiel.

Die am meisten gefährdete Risikogruppe sind auch hier die jungen Fahrer. Eine 2011 von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass Kinder und Jugendliche im Hinblick auf ihre Gefährdung im Straßenverkehr eine sehr heterogene Gruppe darstellen. Es gibt klar beschreibbare Untergruppen mit spezifischem Gefährdungsgrad. Sie ermöglichen es, die Entwicklung gezielter Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu unterstützen, so die Studie.

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