Es muss nicht immer teuer sein… Autoreparatur mit Haushaltsmitteln


Viele Mängel lassen sich mit einfachen Tricks beheben

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Es sind die kleinen, ständigen Störenfriede, die dem Autofahrer das Leben schwer machen: Mal ist es der Scheibenwischer, der quietscht, dann sind es beschlagene Scheiben oder der Mief längst gerauchter Zigaretten. Statt mit langwierigen Maßnahmen und kostspieligen Spezialmitteln lassen sich viele Mängel mit einfachen Tricks beheben.

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Innenscheiben putzen

Wer die Scheiben seines Autos regelmäßig putzt, kennt die schier unzugänglichen Stellen rund um den Spiegel und direkt überm Armaturenbrett. Einfacher geht’s mit einem magnetischen Scheibenreinigungsset aus der Aquaristik: Einen der beiden starken Magnete umwickelt man mit dem Reinigungstuch, setzt ihn innen an der Scheibe an und platziert das Gegenstück auf der Scheibenaußenseite. Nun lässt sich der «Putzlappen» wie ferngesteuert selbst in die kleinsten Ecken manövrieren. Einen Magnetensatz gibt’s schon für rund 10 Euro im Zoogeschäft.

Geruchs-Killer

Zigarettenqualm hinterlässt einen beißenden, lang anhaltenden Geruch. Mit den im Handel käuflichen Geruchskillern wird der alte Qualm lediglich übertüncht und schon nach kurzer Zeit schlägt der «Mief» wieder durch. Gemahlener Kaffee schafft es üble Gerüche dauerhaft zu neutralisieren. Dazu stellt man einfach den Kaffee offen über Nacht ins Auto. Das Auto riecht danach nicht wie eine Rösterei, sondern einfach neutral.

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Ölflecken

Ölflecken entfernt man mit Zement: Auf den Fleck streuen, mindestens 15 Minuten einziehen lassen, danach einfach wegfegen.

Geräuschvolle Wischer

Quietschende Scheibenwischerblätter lassen sich auf Dauer nur durch Ersatz stilllegen. Kurzzeitig jedoch schafft eine Kartoffel für Abhilfe: Aufgeschnitten werden Scheibe und Wischerblätter mit der Kartoffel eingerieben. Der Film sorgt rund 14 Tage für Ruhe.

Insekten-Leichen

Besonders in den warmen Monaten hinterlassen Insekten auf Fahrzeugen ihre Spuren. Leicht entfernen lassen sich die toten Körper mit befeuchteter Zeitung, die einfach für rund 30 Minuten auf die verschmutzen Stellen «geklebt» wird. So aufgeweicht lassen sich die Fragmente mit einer Damenstrumpfhose für ein paar Cent abrubbeln.

Alte Aufkleber

Wind, Wetter und Waschstraße setzen Aufklebern hart zu und machen sie über Jahre unansehnlich. Rückstandslose Entfernung gelingt mit unverdünntem Essig: Von den Kanten beginnend den Aufkleber mit Essig tränken, etwa 15 Minuten einwirken lassen und mit einer Kreditkarte oder ähnlichem Schaber langsam abziehen. Den Vorgang bei Bedarf mehrfach wiederholen und am Ende den Essig mit reichlich klarem Wasser abspülen.

Rasierschaum gegen Flecke

Polsterreiniger kosten in der Regel fünf Euro und mehr. Günstiger lassen sich Flecke auf Polster mit Rasierschaum entfernen, der im Discounter schon für einen Euro zu haben ist. So geht’s: Sitz mit Rasierschaum einsprühen und einreiben, etwa zehn Minuten warten, Schaumreste entfernen und mit einem feuchten Schwamm nachreiben – fertig!

Kein Zufrieren im Winter

Vereiste Scheiben sind für viele Autofahrer ein wahres Gräuel, denn schon am frühen Morgen muss in bitterer Kälte mit klammen Fingern gekratzt werden. Diese Arbeit erspart man sich, wenn man am Abend zuvor eine heiße Wärmflasche ins Auto legt. Der Inhalt genügt in der Regel, um die Scheibe eisfrei zu halten oder damit sie nur ganz wenig zufriert.

Eis auf Scheinwerfer

Nicht nur Scheiben frieren im Winter über Nacht zu – auch Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten sind oft mit Eis überzogen. Um das zu verhindern genügt es, die Bauteile mit einem Glycerin getränkten Lappen einzureiben. Ist bereits eine Eisschicht vorhanden, lässt sich dies mit Glycerin spielend leicht entfernen, was die Kunststoffgläser vor Kratzern bewahrt. Für rund drei Euro sind 100 ml Glycerin in der Apotheke erhältlich.

Ungewollter Stromfluss

Beim Ein- oder Aussteigen eine «gewischt» bekommen bringt zwar den Kreislauf in Schwung, ist aber überaus unangenehm. Beim Einsteigen lässt es sich vermeiden, wenn man den Schlüssel an der Metallzunge berührt und ihn gleichzeitig an die Karosserie hält. Beim Aussteigen fasst man einfach bei bereits geöffneter Tür den Türöffner erneut an.

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