Die rollende Arztpraxis


Medibus der Deutschen Bahn schließt Versorgungslücken

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Ein Konzept mit Potenzial
 

Das Problem ist nicht neu, aber seit langem unverändert von Bedeutung: Insbesondere auf dem Land mangelt es an niedergelassenen Medizinern zur hausärztlichen Versorgung. 

Zur rollenden Arztpraxis hat die Deutsche Bahn einen Linienbus umgebaut, das Projekt nennt sich DB Medibus. Das vierte Exemplar wurde 2019 vorgestellt. In dem Konzept sieht man also Potenzial. 

Unterteilt in Wartezimmer, Labor und Behandlungsraum sowie Sprechzimmer, hat der 12,7 Meter lange Bus die Ausstattung einer typischen modernen Praxis für Allgemeinmedizin. Eine Altersbeschränkung gibt es per se nicht – Kinder können ebenso behandelt werden wie Erwachsene und sogar Hochbetagte. Und wo der Hausarzt in der klassischen Praxis nötigenfalls zum Fachkollegen überweist, bietet der Medibus die Möglichkeit einer Videokonferenz. Mittels Telemedizin können interdisziplinär Diagnosen und Therapien abgeklärt werden. Ermöglicht hat das die Beteiligung des US-amerikanischen Technologieunternehmens Cisco.

In Hessen kam bereits ein DB Medibus zum Einsatz. Mit dem Start 2018 wurde das Projekt auf mindestens zwei Jahre angelegt. Das Angebot einer medizinischen Versorgung auf Rädern soll ausgebaut werden. Dann können auch Zahnarztbehandlungen in einem Medibus vorgenommen werden.

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