Die ASW Berufsakademie Saarland kooperiert mit der KÜS


Effektiver Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis

0

Dr. Andreas Metz, Studienleiter Technik, stellt die ASW Berufsakademie Saarland, Mitglied im DIQ, im Gespräch mit KÜS Magazin vor.

OK1_8825

Geschäftsführer Bernd W. Funk (links) und Dr. Andreas Metz, Studienleiter Technik


Herr Dr. Metz, wofür steht der Begriff ASW Berufsakademie Saarland?

Wir sind eine Einrichtung im tertiären Bildungsbereich in Trägerschaft der Wirtschaft. Die ASW Berufsakademie Saarland e. V. bietet vier duale Studiengänge an, die mit dem Bachelor abschließen. Der hier erworbene Bachelor ist hochschulrechtlich dem Bachelor gleichgestellt, der an Fachhochschulen und Universitäten erworben werden kann.


Welche Studiengänge werden angeboten?

Betriebswirtschaft, das war der erste Studiengang, den es bereits bei der Gründung 1991 gab. 1996 kam Wirtschaftsinformatik hinzu, 2002 Maschinenbau – hier kamen wir der Anregung zahlreicher Unternehmen nach, indem wir diesen Studiengang etablierten. Nachdem die ASW Berufsakademie Saarland e. V. 2007 akkreditiert wurde, kam als vierter Studiengang das Wirtschaftsingenieurwesen hinzu. Aktuell sind es 500 Studierende, der personenstärkste Studiengang ist Betriebswirtschaft, gefolgt von Maschinenbau.


Welche Alleinstellungsmerkmale hat ein Studium bei der ASW Berufsakademie?

Unternehmen reservieren bei uns Studienplätze für ihre Studierenden und melden diese Mitarbeiter zum Studium bei uns an. So teilt sich die Studienzeit – drei Jahre – in Theorie und Praxis. Das Unternehmen zahlt die Studiengebühren und dem Studierenden ein Gehalt. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis wird das Theoriewissen sofort in die Praxis umgesetzt, es ergibt sich ein effektiver Wissenstransfer.


Wie sind Ihre Erfahrungen mit den Studierenden?

Dadurch, dass sie in einem Unternehmen tätig sind, sind sie vom Studium her praxisorientiert und zielsicher. Auch das Feedback der Lehrenden ist positiv. Die Gruppenstärke von 35 bis 40 Personen fördert einen «Kontakt der kurzen Wege» zwischen Lehrenden und Studierenden, wobei die Studierenden i. d. R. bei Abschluss des Studiums 22 Jahre alt sind, also noch recht jung, aber schon beruflich vieles mitbringen. Entsprechend ist unsere Abbruchquote sehr niedrig, sie beträgt weniger als fünf Prozent. Und: Der nach einer reinen Hochschullaufbahn oft beklagte Praxisschock entfällt bei unseren Absolventen natürlich.


Wie wichtig sind da die viel zitierten Schlüsselqualifikationen?

Sie werden in den Studiengängen vermittelt. Dazu zählen Projektmanagement, die Mitarbeiterführung und nicht zuletzt die Kunst der Präsentation – also das, was man salopp mit «tue Gutes und rede darüber» beschreibt. Das ist sehr sinnvoll und notwendig.


Welche Ausrichtung verfolgt die ASW Berufsakademie in der Zukunft?

Unser Ziel ist eine Ausweitung des Studienangebots. In diesem Zusammenhang verfolgen wir nachdrücklich das Ziel, eine akkreditierte Duale Hochschule zu werden. Das heißt, dass wir auch selbst forschen und den Fachhochschulen gleichgestellt sind. Auch berufsbegleitende Master-Studiengänge gehören zu diesem Ziel. So haben unsere Absolventen als Angehörige des Unternehmens, in dem sie tätig sind, zu ihrer Tätigkeit die Option, parallel auch nach dem Bachelor weiter zu studieren, ggf. bis zur Promotion, ohne dafür ihr Unternehmen vorübergehend verlassen zu müssen oder sich neu orientieren zu müssen. Das ist ein hohes Ziel, an dem alle Beteiligten ernsthaft arbeiten.


Mit Dr. Andreas Metz sprach Roland Bernd.

Im Internet

Weitersagen

Schreiben Sie einen Kommentar