Comeback des Nachtzugs


Ausgeschlafen ankommen

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Früher war er eine Selbstverständlichkeit, dann löste ihn der boomende Flugverkehr mit günstigen Angeboten ab. Inzwischen feiert der Nachtzug ein Comeback und hat als NightJet sein Angebot 2020 nochmals ausgeweitet: Zwei Mal wöchentlich verkehrt er zwischen Innsbruck und Brüssel – und zurück. Wer um 20:44 Uhr in Innsbruck zusteigt, kommt in Brüssel-Midi um 10:55 Uhr an. Ausgeschlafen.

ÖBB Innsbruck-Brüssel

Dafür sorgen Schlaf-, Liege- und Sitzwagen. Für welche man sich entscheidet, ist – natürlich – eine Preisfrage. Je nach Angebot gibt es unterschiedliche Leistungen inklusive. Wer sich für den Liegewagen entscheidet, hat im Preis Mineralwasser und ein Frühstück inklusive. Wer die Nachtfahrt im Schlafwagen verbringt, bekommt einen Willkommensdrink und einen Snack beim Einsteigen, Mineralwasser und ein Frühstück mit Heißgetränken, die kostenfrei nachgefüllt werden. Getränke und das Speisenangebot können beim Zugteam bestellt werden, sie sind in keiner der drei Komfort-Optionen enthalten. Wer von Innsbruck nach Brüssel im Schlafwagen des NightJet reisen will, muss dafür 159 Euro einkalkulieren. Anbieter ist die Österreichische Bundesbahn (ÖBB).
Ein Blick in die Speisekarte zeigt außerdem, dass die Anbieter des NightJet recht pragmatisch »ticken«: Wer etwa in der Eile des Kofferpackens seine Zahnreinigungsutensilien vergessen hat, kann für 7,20 Euro ein Set aus Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide bekommen.
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die höherpreisigen Angebote sogar gefragter sind als die, die am wenigsten kosten. Dass es auf allen Plätzen ein wenig beengt zugeht, hat einen ganz einfachen Grund: Die »NightJet« von heute sind tatsächlich umgebaute Nachtzüge von früher. Dabei soll es nicht bleiben: In wenigen Jahren werden neue Waggons über die Schienen sausen – und dafür wird noch mehr Komfort und großzügigere Platzverhältnisse versprochen.

ÖBB Innsbruck-Brüssel

Fotos ÖBB, Tiago Bielfeldt
Quelle ÖBB

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