Auto-Geschichte(n) von Škoda und Seat


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Eine 74 Jahre alte Rarität zeigte sich beim Concours d'Élégance im Rahmen der Classic Days auf Schloss Dyck bei Düsseldorf am 31. Juli und 1. August 2010. Der Zweisitzer «Sagitta» (Baujahr 1936) ist eines von insgesamt sechs Fahrzeugen des Typs. Der mit einem luftgekühlten V2-Motor bestückte Kleinwagen ging nie in Serie. Jahrzehnte überlebte diese Rarität unrestauriert im Depositorium des Škoda Museums. 2008 begann die firmeneigene Restaurierungswerkstatt mit dem Wiederaufbau des Sagitta zu einem fahrfertigen Schmuckstück.

Seat historisch

Für den zweisitzigen Sagitta (der Name wurde vom lateinischen Wort für «Pfeil» abgeleitet) entwickelten die Škoda-Ingenieure einen Zweizylinder, der 15 PS leistete. Er war vorn in das 580 Kilogramm schwere Fahrzeug eingebaut. Nach der Entscheidung, den Sagitta nicht in Serie zu bauen, wurden die Prototypen verkauft. Erst in den 1970er-Jahren konnte ein Auto der Erprobungsbaureihe zurück erworben werden. Der kompakte Wagen hatte aber starke Gebrauchsspuren und kam nach umfänglichen Restaurationsarbeiten zum Concours d’Élégance.

Skoda historisch

Genau 40 Jahre jünger (Baujahr 1976) war der Seat 1200 Sport, der bei der 3. Hamburg-Berlin Klassik vom 29. bis 31. Juli an den Start ging. Bekannt wurde das Modell aber weniger unter der offiziellen Typbezeichnung als unter dem Spitznamen «Bocanegra», Baujahr 1976. So (zu deutsch «schwarzer Mund») nannte der Volksmund das im SEAT Centro Técnico in Martorell entworfene Modell wegen seiner Kunststoffmaske, die Scheinwerfer und Kühlergrill umfasst. Die war unabhängig von der restlichen Außenfarbe der Karosserie immer schwarz. Eine Idee, die im aktuellen Seat-Programm aufgegriffen wird: Ein Ausstattungspaket mit teilweise schwarzer Frontpartie für den Seat Ibiza FR und Cupra hat 2010 ganz offiziell jenen Namen «Bocanegra.»

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