Fahrsicherheitstraining aus Sicht einer jungen Verkehrsteilnehmerin


Ruhe bewahren in gefährlichen Fahrsituationen

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Tipps und Tricks für den Umgang mit dem Auto in Gefahrensituationen. Diese von erfahrenen Profis zu bekommen, war meine Erwartung an das Fahrsicherheitstraining am Nürburgring im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion «Jung fährt sicher 2.11».

Elena Firmery beim Training

Vor der Praxis stand die Theorie: Instruktor Michael machte uns im theoretischen Unterricht vor allem eines klar: Die richtigen Reifen sind das A und O. Er erklärte uns, welche Leistung ein Reifen im alltäglichen Gebrauch bringt, wie die Druckverteilung auf den Reifen in verschiedenen Situationen aussieht und wann ein Reifen an seine Grenzen kommt. Alles, was Michael uns über die Reifen erklärte, war logisch, doch ich muss zugeben, dass ich mir über die Reifen meines Autos noch nie viele Gedanken gemacht habe.

Mit 17 Jahren und knapp dreimonatiger Fahrerfahrung gehörte ich zu den jüngsten Teilnehmer(inn)en am Training. Das zeigte mir, dass der richtige Umgang mit dem Auto in Gefahrensituationen wichtig ist und trainiert werden muss, egal ob junger oder erfahrener Fahrer.

Für den praktischen Teil wurde die gesamte Gruppe auf drei Instruktoren aufgeteilt. Über die verteilten Walkie-Talkies erhielten wir in den Fahrzeugen die Anweisungen zu den einzelnen Aufgaben.

Elena Firmery

Das Vorgehen an den einzelnen Stationen war immer gleich. Wir fuhren einmal langsam hinter unserem Instruktor Tom Schwister die Übung ab, damit jeder wusste, was zu tun war. Tom stellte sich anschließend an die Seite, während wir einzeln die Aufgabe bewältigten und Tom Angaben zur Geschwindigkeit machte, den Verlauf der Übung kommentierte und die Fehler der einzelnen Fahrer korrigierte. Bei fast allen Aufgaben ging es um das Lenk- und Bremsverhalten des Autos auf nasser Fahrbahn. Wir mussten bremsen, und gleichzeitig ausweichen, Slalom fahren und auf der nassen Kreisbahn unsere Runden drehen. Als letztes sollte die Schleuderplatte unser Reaktionsvermögen und unsere Schnelligkeit prüfen und trainieren. Was für alle erfahrenen Fahrer das Highlight darstellte, war für mich als Anfänger eine gewaltige Herausforderung, die ich jedoch gut gemeistert habe.

Mein Fazit nach einem lehrreichen und spannenden Tag? Ich bin zwar immer noch Fahranfängerin, aber eine nasse oder glatte Fahrbahn wird mich dank dieses Trainings nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen können.

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